|
Im Jahre 2001 (Vorsicht...
Zukunftsvision) hat sich in den vereinigten Staaten von Amerika ein
Killervirus unter der Bevölkerung breitgemacht und die Regierung setzt
alles daran, ihn auszurotten. Sie schreckt weder davor zurück, die
Befallenen in riesige Gefängnisse zu stecken, noch davor, einige nicht
infizierte Menschen mit dem Virus zu verseuchen, um Forschungen anzustellen.
Die zurückliegenden Forschungen haben zwar gezeigt, dass der Virus durch
Körperkontakt verbreitet wird, es wird aber trotzdem daran festgehallten,
die betroffenen Gesellschaftsteile einzusperren und das obwohl es sich um
weit über 250 Millionen Menschen handelt.
Und es werden täglich mehr... In Kurzprozessen werden betroffene oder stark
gefährdete Menschen über ein Laufband in das Gefängnis-Ghetto befördert
aus dem es dann kein Entrinnen gibt.
Die 20jährige Ivan lebt auch in einem dieser Ghettos und ist über diesen
Zustand nicht sonderlich erfreut. Besonders weil sie weiß, dass es wohl
eine Rettung gegen diesen Seuchenvirus gibt, da ihr Vater, ein Arzt, mehr
über die Krankheit weiß, als den Regierenden lieb ist. Deshalb halten sie
ihn auch in den unterirdischen Geheimgängen des Regierungskomplexes
gefangen. Ivan will, aufgrund ihrer prekären Lage, alles daran setzten,
ihren Vater zu befreien, auch wenn dies aussichtslos erscheint... |
|
„Escape 2001“ prahlt
damit, die Schreckensvision der Zukunft zu sein, doch was nach dem
Betrachten der 92 Minuten rauskommt ist nicht viel mehr als Langeweile pur!
Man muss sich schon zusammenreißen, damit man die, sich elendig ziehende,
Spielzeit überhaupt bewältigt, da in diesem Streifen rein gar nichts
passiert, was von Interesse sein könnte. Dummerweise wird nicht mal
gezeigt, was für Auswirkungen der Virus hat, man bekommt nur beiläufig
mit, dass es wohl tödlich ist. Und das ist schade, da die Thematik für
Horror- und SF-Freaks sicherlich interessant ist und der Film somit
eigentlich über ein großes Potential verfügt.
Doch was daraus gemacht wurde ist ein Witz. Anstatt der riesigen Lager
bekommt man nur Eindrücke von wenigen, isolierten Menschen zu sehen und
richtig bedrohlich oder angsteinflössend ist dies bei weitem nicht. Die
Kulissen wirken nicht bedrückend sondern albern, was besonders für den
Regierungskomplex, dem Machtsitz der Schreckensherrscher gilt. Anstatt eines
glanzvollen Neubaus bekommt man eine abrissreife Baracke zu sehen, die dem
Streifen die letzte Glaubwürdigkeit raubt.
Auch die Schauspieler sind eine Zumutung, da es kein einziger Darsteller
schafft, seine Rolle einigermaßen in den Kasten zu bringen. Zum einen mag
das sicherlich auch an der nicht so gelungenen Synchronisation liegen, Fakt
ist aber das es allen an Talent mangelt. Selbst die Protagonistin, Beatrice
Boepple, macht einen sehr schlechten Eindruck was das von Langeweile
gezeichnete Geschehen nicht unbedingt angenehmer macht. Ihr Gegenpart, die
böse Regierung wird ebenfalls von einschläfernden Personen gespielt, deren
Charaktere zudem äußerst flach betrachtet werden. Somit bleibt auch kein
großartiger Platz, irgendeine Art von Gesellschaftskritik in die Sache zu
interpretieren, Potential ist zwar vorhanden, da die Regierenden versuchen
die Seuche auf eine unhumane Weise einzudämmen, dass Ganze ist aber so
unglaubwürdig, dass jeglicher Gedanke, kritischer Art, im Keim erstickt
wird.
„Escape 2001“ ist einfach nur ein schlechter Film, der unheimlich
langweilig, unspannend, ohne Atmosphäre ist und super schlechte
Schauspieler aufbietet, die einem jede Freude versauen. Selbst
effekttechnisch gibt es gar nichts zu sehen und das obwohl die Kassette das
rote Logo der FSK trägt. Vielleicht haben Szenen, wie ein Anschlag auf
einen Politiker oder die unmenschliche Behandlung der Menschen vor dem
Gericht, wo sie chancenlos auf einem Laufband ins Ghetto geführt werden,
für diese Einstufung gesorgt, vielleicht will man Jugendliche aber auch nur
vor diesem Schund in Schutz nehmen...???
Etwas Positives gibt es allerdings noch zu vermelden, da die
Rezensionskassette einen netten Aufkleber besitzt, der den langjährigen
Videofreund in schönen Erinnerungen schwelgen lässt. Auf ihm steht:“
NICHT ZURÜCKGESPULTER FILM: 2,- DM GEBÜHR“, Das waren noch Zeiten, als
man sich ein Tape für 10 DM ausgeliehen hat, allerdings hat man sich damals
auch des öfteren selbst in den Hintern gebissen, wenn man sich für diesen
Preis Filme wie „Escape 2001“ geborgt hat... |