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Alister
ist Student und recht verwundert, als er bei ein paar coolen Jungs
unterkommt. Er hatte sicherlich nicht damit gerechnet, einen
Schlafplatz in der WG mit den Sportlern, Weiberhelden und Kiffer
zu bekommen, da er völlig anders ist. Ali ist nämlich ein
Streber. Ein Streber wie er im Buche steht.
Da
er aber über ausreichend Bargeld verfügt und nicht gerade aufmüpfig
erscheint, bekommt er die Gelegenheit, am Leben der anderen
teilzunehmen. Und das soll sehr spannend werden. Denn einer seiner
neuen Mitbewohner hat sich eine neue Wasserpfeife bestellt, die
auch sogleich eingeweiht werden soll.
Was die Kiffer vor dem ersten Gebrauch nicht wissen, ist die
Tatsache das die Bong verhext ist. Respektive ein Eigenleben führt,
dass dem Verkoster nicht gerade wohl gesonnen ist. Der weibliche
Geist lotst die Qualmer nach und nach in ein bizarres Reich,
welches zwar mit barbusigen Damen dekoriert ist, aber aus dem es
keine Rückkehr gibt. Ali merkt fix was hier vor sich geht und
nimmt den Kampf mit der Horror-Bong auf... |
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„Evil
Bong“ ist ein sehr eigenartiger Film, der sich als Horror-Film
und Komödie versucht, beide Genre aber nicht befriedigend
bedienen kann. Der Film, der wohl nur für eine übersichtliche
Fangemeinde bestimmt ist, kommt mit einigen Problemen daher, die
durch nichts kompensiert werden können.
Zum einen hat er keine Story. Es gibt nur Leute die rumsitzen, ein
bisschen Blödsinn erzählen und Probleme mit dem Kiffen haben.
Oder besser gesagt Probleme nach dem Kiffen haben. Mehr gibt es
prinzipiell nicht. Dialoge tragen diesen Film. Dumm ist dabei,
dass die Gespräche zusammengeschustert wirken. Nach dem Motto:
Wir brauchen noch was, damit wir die Spielzeit voll kriegen.
Dadurch kommt kein Schwung auf. Spannung und Atmosphäre können
dadurch auch nicht erzeugt werden. Stellenweise gibt es zwar ein
paar gut platzierte Witze, diese reichen aber nicht aus, um die
aufkeimende Langeweile im Zaum zu halten.
Horror kommt in „Evil
Bong“ nicht viel vor. Es gibt zwar diese ominöse andere
Dimension, in die unsere Kiffer getrieben werden, diese wirkt aber
alles andere als bedrohlich: Barbusige Mädchen räkeln sich an
Stangen. In einer Kneipe. Da gibt es andere Film-Orte, die
wesentlich mehr Gefahr ausstrahlen. Diese Szenen bieten allerdings
die Höhepunkte in einem höhepunktarmen Streifen. Neben den
Szenen in der „Bar des Todes“ gibt es lediglich Aufnahmen in
dem Studentenzimmer. Dieses Zimmer wird nach Ablauf von ungefähr
einer Stunde wenigstens mit einer echten Legende gefüllt. Tommy
Chong (die eine Hälfte des Cheech und Chong-Duos) will den
verschollenen Studenten zur Hilfe eilen und den Bong mit einer
Kettensäge bekämpfen...
Blutige Spezialeffekte gibt es dabei und auch sonst nicht. Auf
Splatter- oder Gore-Szenen wurde komplett verzichtet. Es gibt zwar
hier und da etwas Blut, Effekte werden aber relativ geschickt
umgangen. Einige Effekte gibt es dafür auf der optischen Seite.
Wenn es beispielsweise in die andere Welt geht oder wenn sich die
Horror-Pfeife im Laufe der Zeit verändert. Dies ist eigentlich
recht witzig zu beobachten, da bei der Bong eine gewisse Ähnlichkeit
mit dem sinistren Zwilling aus „Basket Case“ vorhanden ist.
Darstellerisch gibt es durchaus solide Kost zu sehen. Tommy Chong
neigt natürlich zum Overacting, aber wenn er das nicht machen würde,
wäre er in diesem Streifen auch völlig deplaziert. Die übrigen
schauspielerischen Leistungen gehen mit einem zugedrückten Auge
in Ordnung. Dies gilt natürlich nur für die bekleideten
Personen.
Dieser offensichtlich extrem günstig Produzierte C-Movie ist
sicherlich nur einer kleinen Fangemeinde zu empfehlen. Der
erfahrene Regisseur Charles Band (beispielsweise „Draculas
Todesrennen“ (1977), „The Gingerdead Man“ (2005) oder auch
„Dead Man's Hand - Casino der Verdammten“ (2007)) serviert
hier einen Film, der nicht gut ist und über den sicherlich auch
nicht alle lachen können. Vielleicht muss man auch nur richtig
vollgedröhnt sein um den Film verstehen und genießen zu können.
Die Macher dieses Streifens waren es sicherlich. Die haben beim
Schreiben des Drehbuchs wohl auch einen über den Hunger geraucht.
Das einzig gute, was von dem höchstwahrscheinlichen Hanf-Meeting
übrig geblieben ist, ist die chillige Musik des Films, die
durchgehend zu gefallen weiß.
Nüchtern ist er auf jeden Fall nur schwer genießbar. Er ist
filmtechnisch schwach, nicht unterhaltsam und ihm fehlt es an
Atmosphäre sowie Spannung. |