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Eigentlich hätte es nur eine ruhige und
entspannte Reise durch
Italien für das junge Paar Tony (Diego Ribon) und Cindy (Coralina Cataldi
Tassoni) werden sollen. Als sie jedoch auf ihrer Durchfahrt in einem
kleinen, abgelegenen Bergdorf halt machen, bemerken sie schnell, dass hier
irgend etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Zuerst werden sie von einer
Frau angehalten, die sie um Hilfe bittet, da sie scheinbar etwas angegriffen
hätte. Des weiteren begegnen sie einem Mann, der sich als Schriftsteller
ausgibt und die Beiden ausdrücklich warnt: Das Böse lauere in den
umliegenden Wäldern, deshalb wäre es das Klügste, schnell das Weite zu
suchen.
Tony und Cindy lassen sich von dieser Geschichte
jedoch nicht beeindrucken, ganz im Gegenteil. Sie begeben sich sogar tief in
die idyllischen Wälder, um dort endlich mal etwas Zeit für sich zu haben.
Wie aus dem nichts taucht dort wieder die Frau auf, die ihnen schon bei
ihrer Ankunft in dem Dorf begegnet ist und lädt das Paar in ein nahe
gelegenes Haus ein, wo sie es sich für die nächsten Tage gemütlich machen
können. Cindy und Tony nehmen das Angebot an, müssen aber schon bald
feststellen, dass an den Erzählungen des verrückten Schriftstellers doch
etwas wahres dran ist. Als Tony nämlich mit einer seltsamen Substanz in
Berührung kommt, erwachen die Dämonen des Waldes und auch er macht
unheimliche Veränderungen durch. Für Cindy beginnt nun ein unbarmherziger
Kampf ums Überleben... |
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Mit
Troma habe ich bislang als Trashfan eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht.
Von der legendären "Toxic Avenger" Reihe, über die
Teenieslasher-Parodie "Schrei Lauter!!!", bis hin zum von Troma
vertriebenen Matt Stone & Trey Parker Film "Cannibal - The
Musical" hat mich noch alles erstaunlich gut unterhalten. Was sich
Lloyd Kaufman aber dabei gedacht hat, einen grottenschlechten Müll wie
"Evil Clutch" unter seinem Namen zu vertreiben, will sich mir
nicht so recht erschließen und ist wohl eine Frage, die nur er selbst
beantworten kann. Der Italiener Andreas Marfori bewies hier zwar
Horrorfilmkenntnis, brachte diese aber so zum Ausdruck, dass er fleißig bei
anderen abschaute. Insbesondere Sam Raimi traf es da schwer, dessen
Klassiker "Tanz der Teufel" an allen Ecken und Enden als Vorlage
herhalten musste.
Alleine
schon die Story von "Evil Clutch" ist keinen einzigen Penny Wert
und wurde von den Verantwortlichen vermutlich innerhalb weniger Tage
verfasst. Die Idee von dem verliebten Pärchen, dass nach Italien fährt, um
dort etwas Urlaubsluft zu schnuppern und dann in den Wäldern mit dem Bösen
konfrontiert wird, wirkt derart abgedroschen, dass es letzten Endes nur noch
langweilt. Während sich die Geschichte immer weiter vorwärts bewegt,
werden natürlich noch alle Klischees wiedergegeben, die das Horrorgenre zu
bieten hat. Die seltsamen Dorfbewohner, die die Fremden warnen, die den
Warnungen aber trotzen und so in ihr Verderben fahren kennt man so schon und
muss man in der Form auch irgendwann nicht mehr sehen.
Ein
allerdings noch gravierenderer Fehler ist der, dass Andreas Marfori seinen
Streifen zu ernsthaft geraten ließ. Wenn ich an Troma denke, fallen mir
spontan Trash-Vehikel à la "Cannibal - The Musical" ein und davon
ist "Evil Clutch" sehr weit entfernt. Marfori versucht krampfhaft,
so etwas wie eine unheilvolle Stimmung und sogar Spannung zu erzeugen, was
jedoch zu keinem Zeitpunkt so richtig funktionieren will. Dafür ist der
Gute einfach zu unbegnadet und verheizt Chance nach Chance. Lediglich die
Kamerafahrten durch die Natur sind ein optischer Hingucker, wurden aber
billig von "Tanz der Teufel" abgeschaut. Von einer eigenen Idee
darf hier also nicht gesprochen werden, erst recht nicht in Hinsicht darauf,
wie oft Marfori die Kamerafahrten während des Films anwendet.
Splattermäßig
betrachtet hat "Evil Clutch" zwar schon etwas zu bieten, versagt
dann aber wieder voll und ganz, wenn es um die Qualität der FX geht. Ein
bisschen Gore-Gematsche da, ein 30-Sekunden Zoom auf einen blutspritzenden
Kopf hier und fertig ist das "Splatterfeuerwerk", wie "Evil
Clutch" in so manchem Review schon tituliert wurde. Dem kann ich
allerdings nicht so ganz beipflichten. Denn selbst der blutrünstigste
Splatterfanatiker hat keine Freude daran, wenn die Effekte dilettantisch
hingerotzt wirken und das ist hier leider des öfteren der Fall. Lediglich
zwei Sequenzen blieben mir in Erinnerung, die überraschend gut aussahen und
das ist dann doch etwas wenig.
Die
Schauspieler sind zwar allesamt kein Totalausfall, sprich, sie spielen
besser, als es ein Film wie "Evil Clutch" eigentlich verdienen
würde, aber einen Oscaranwärter findet man im Cast deshalb noch lange
nicht. Neben Coralina Cataldi Tassoni als Cindy, die ihre Sache noch am
passabelsten macht, wirkt manch einer sogar fast schon lächerlich und
deplaziert, doch alles in allem sollte man sich einfach in regelmäßigen
Abständen selbst daran erinnern, dass man sich gerade ein billiges C-Movie
ansieht, dann übersteht man die Schauspielerleistungen schon.
Was
dem Film leider schlussendlich noch die Füße wegzieht, ist das fehlen
jedweder Spannung. Trotz einer meist dunklen Location und vielen gar nicht
mal so schlecht aussehenden Dämonen will einfach keine Atmosphäre
aufkommen, die letzte halbe Stunde ist dann sogar übersäht von einer
dicken Schicht Langeweile. Schade eigentlich, denn wenn man die meist miesen
Effekte in den Vordergrund stellt, dann kann einfach nichts richtiges `draus
werden.
Wäre
nicht Troma auf diesen Film aufmerksam geworden und hätte ihn unter seine
Fittiche genommen, dann wäre "Evil Clutch" vermutlich schnell in
Vergessenheit geraten. Schade, dass dies nicht geschehen ist. Was wir hier
haben wirkt wie eine miese und langweilige Billigkopie des Klassikers
"Tanz der Teufel", die jedoch in keinster Weise funktioniert.
Unspannend und uninteressant plätschert das Geschehen so vor sich hin, bis
man plötzlich den Abspann erblickt und sich fragt, ob das denn schon alles
war. Da können nicht einmal mehr die Effekte etwas retten, die zwar nicht
immer schlecht aussehen, aber meist schon noch einer Überarbeitung bedarf
hätten. Zugegeben, mir kamen in der letzten Zeit schon schlechtere Filme in
den Player, doch irgendwo muss man einfach mal objektiv bleiben und so
bleibt mir nur zu sagen, dass "Evil Clutch" der Inbegriff für
einen durch und durch unnötigen Film ist.
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