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Yuko
Mizushima hat ihren Traumberuf gefunden. Sie ist in einem
Friseursalon angestellt und liebt ihre Arbeit. Sie ist sehr glücklich.
Auch wenn sie noch in der Ausbildung ist und es privat nicht
gerade rund läuft. Denn ihre bösartige Schwester hat deren
Tochter Mami zwangsweise bei ihr untergebracht. Haarig geht es
derweil auch am Containerhafen der Stadt zu: Es wird ein Container
voller Haare gefunden, in dem sich zusätzlich eine ausgeweidete
Frauenleiche befindet.
Haare sind momentan in in
Yukos Friseursalon in. Zumindest diejenigen, die man sich als
Extensions ins Haar flechtet. Als eines Tages ein komischer Kauz
im Geschäft Haarerweiterungen anbietet, nimmt das Grauen seinen
Lauf. Denn es sind die Haare aus dem Container. Die stetig
weiterwachsen und dem neuen Träger vor tödliche Probleme
stellen... |
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Der
japanische Filmbeitrag „Exte
- Hair Extensions“ ist im wahrsten Sinne des Wortes eine haarige
Angelegenheit. Der Film ist alles andere als Standard-Horror von
der Stange. Mit einer unglaublichen Geschichte, die sich um längere
schwarze Haare dreht, als man es zuvor in japanischen
Grusel-Filmen gesehen hat, ist für beste Unterhaltung gesorgt.
Vorausgesetzt natürlich, man hat etwas für seltsame Storys übrig.
Ob „Exte – Hair Extensions“ ein astreiner Horror-Streifen
ist, ist nach der Betrachtung nicht 100%ig festzumachen. Fest
steht, dass die Horror-Elemente nicht sehr schockierend sind. Blut
gibt es nur bedingt zu sehen. Zwischendrin kommt es zu Drama ähnlichen
Szenen, die traurig und erschreckend sind. Und dann kommen immer
mal wieder Einlagen der seltsamen Art. Wo man nicht genau weiß,
ob sie lustige gemeint sind oder nur etwas überdreht daherkommen.
Dies ist meist dann der Fall, wenn wir es mit dem seltsamen Kauz,
dem Haar-Fetischisten, zu tun bekommen. Die Japaner haben ja
durchaus einen Humor, über den nicht jeder Mitteleuropäer lachen
kann. Und wahrscheinlich sind die eben erwähnten Szenen unter
eben diesen einzuordnen.
Aber nichts desto trotz versteht es „Exte – Hair Extensions“
gut zu unterhalten. Eine interessante Szene reiht sich an die nächste.
Und wenn es zur nächsten haarigen Szene kommt, ist eh nicht an
Langeweile zu denken. Die Haare sprießen aus (und in) alle(n)
erdenklichen Körperöffnungen. Glücklicherweise nur oberhalb der
Gürtellinie. Aber das ist auch schon ekelig genug. Dabei greifen
die Macher um Regisseur Shion Sono („Suicide Club“, „Strange
Circus“) meist auf CGIs zurück. Die sind zwar klar erkennbar,
aber gut gemacht und meist authentisch. Falls das überhaupt geht.
Die Regieleistung ist ordentlich. Shion Sono bringt das Geschehen
recht schnörkellos aber gekonnt in den Kasten.
Gut anzusehen sind die darstellerischen Leistungen. Allen voran
Chiaki Kuriyama als Hauptdarstellerin Yuko.
Ihr Charakter ist ebenso sympathisch wie das Auftreten der jungen
Dame, die aus Filmen wie „Battle Royale - Nur einer kann überleben“,
„Kill Bill: Vol. 1“ oder beispielsweise auch „Krieg der Dämonen“
bekannt sein dürfte. Ren
Osugi fällt als Haarfetischist besonders auf. Wenn auch nicht
immer positiv. Aber seine Rolle und seine Darstellungskunst ist
durchweg unterhaltsam. Auffällig ist zudem die Rolle der kleinen Mami.
Sie wird im Film oft schlecht behandelt und erntet dafür einiges
an Mitleid. Leider ist die deutsche Synchronisation der kleinen
nicht so gelungen, was etwas an Glaubhaftigkeit raub. Dies gilt glücklicherweise
aber nur für diese Rolle. Der Rest wurde gut synchronisiert, was
bei Filmen dieser Art ja nicht zwingend die Regel ist.
Was bei „Exte
- Hair Extensions“ im positiven Sinn auffällt ist die Musik.
Besonders in den Szenen, wo es mysteriös wird und die Haare sprießen.
Der Sound ist dabei brachial und äußerst passend. Auch wenn
einem das „Stille Nacht, heilige Nacht“ Gedudel als
Weihnachts-Freak eventuell aufstößt. Im negativen Sinn fällt
allerdings auch noch etwas auf. Und zwar das nicht alles zwingend
logisch angelegt ist. Mal attackieren die Haare ihr Opfer sofort,
mal dauert es auffällig lange.
Was unterm Strich übrig bleibt ist ein Film, der auf jeden Fall
mit einer einzigartigen Thematik daher kommt. Der allerdings sein
einzigartiges Potential nicht vollends ausschöpft. Er eignet sich
bestens als Film für Freund und Freundin. Während der männliche
Part sich gelassen die Glatze krault, dürfte die langmähnige
Freundin wohl vor Angst die Fingernägel reduzieren.
Kauenderweise. Aber beide müssen natürlich auf Filme aus Fernost
stehen. Da dies ein typischer Vertreter ist, auch wenn die
Handlung durchaus atypisch ist. |