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Die im Kindesalter erblindete Mun erhält als
junge Frau eine Hornhaut-Transplantation, die ihr das Sehen wieder
ermöglichen soll. Die Operration verläuft erfolgreich, auch wenn Mun
erhebliche Probleme mit dem Licht und den ersten gesehenen Eindrücken hat.
Doch die körperlichen Handicaps sind bald verlogen, allerdings scheint
nicht alles so zu sein, wie es sein soll.
Mun
sieht eines Abends, wie eine alte Frau von einem schwarzen Mann aus ihrem
Krankenhauszimmer geleitet wird und muss am nächsten Tag hören, dass die
alte Frau nicht weg sondern verstorben ist. Auch auf den Krankenhausgängen
entdeckt Mun seltsame Dinge und befürchtet bald, dass sie Dinge sieht, die
sie nicht sehen soll. Um sich wegen ihrer Angst und den aufkommenden
Alpträumen therapieren zu lassen, besucht die junge Frau Doktor Wah, der
ihr von nun an behilflich sein soll. Der Doktor hat anfangs zwar Probleme
den Erzählungen von Mun zu glauben, er vertraut ihr aber und macht sich mit
ihr auf die Suche nach der verstorbenen Hornhaut-Spenderin... |
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In Sachen Gruselfilme haben die Asiaten in den
letzten Jahren einen lohnenden Markt entdeckt und es scheint fasst so, als
würde die Serie der Subgenre-Beiträge nicht abreißen. Mit „The Eye“
haben die Gerbrüder Pang 2002 einen Film erschaffen, der in die Fußstapfen
von „Ring“, „Ju-On“ oder auch „Dark Water“ treten sollte, es
aber nicht ganz geschafft hat.
Im Vordergrund des Ganzen steht natürlich die
Geschichte um die junge Protagonisten, die schauspielerisch sowie optisch
voll und ganz überzeugen kann und sicherlich der Hingucker des Films ist.
Ihre Geschichte wird tragisch aufgebaut, da sie im Kindesalter erblindet,
und endet noch tragischer, als man es anfangs erahnen kann: Ihr wird das
Sehen nämlich nicht zur Freude, sondern zur reinsten Qual, die kaum zu
ertragen ist.
Das „Geistersehen“ ist sicherlich nicht neu erfunden worden, wurde aber
auf eine dramatische Weise verfilmt, die den Zuschauer so manches Mal in
seinen Fernsehsessel pressen wird. Einige Schockeffekte haben es wirklich in
sich und sind meist nur schwer zu erahnen, was es ängstlichen Personen
nicht gerade erleichtert zum richtigen Zeitpunkt die Augen vom Bildschirm
abzuwenden.
Allerdings gibt es neben diesen Szenen auch
noch einige Lückenfüller, die sich meist als reine Langweiler
präsentieren und sich einige Minuten der Laufzeit unter den Nagel reißen.
Diese Szenen, die meist dialoglastig sind, zerstören wirklich einiges der
dichten Atmosphäre, der Spannung und dem aufgebauten Interesse, mehr zu
erfahren. Dieses Interesse wird dann eigentlich nur am Ende wirklich
befriedigt, vorausgesetzt man ist mit dem zufrieden was gezeigt wird.
Insgesamt
ist „The Eye“ ein guter Gruselschocker, der leider viel zu viele Szenen
hat, die langweilen und keinen wirklich interessieren. Aber für Freunde des
Genres loht sich der Blick in diesen Streifen allemal. |