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„Fear City“ ist ein typischer
Vertreter der 80er Jahre Thriller und lebt vor allen von seiner
Dichten Atmosphäre und der guten Darstellungsart des New Yorker
Kultregisseurs Abel Ferrara,
der es sich in seinen Werken zur Aufgabe macht, New York nicht so
darzustellen, wie es so häufig gezeigt wird. Anstatt einer
blühenden Stadt sieht der Betrachter ausschliesslich das
Rotlichtmilieu und zwar in einer leicht deprimierenden Darstellung.
Neben Ferrara sind Tom „Sniper“
Berenger, Billy Dee Williams, Melanie Griffith und Rae Dawn
Chong („Alienkiller“) als etwas bekanntere Schauspieler mit von
der Partie, was dem Film sichtbar gut tut. Schauspielerisch gibt es
nicht das Geringste zu bemängeln, man kann sich sogar an einigen
erotischen Szenen zwischen Melanie Griffith und Rae Dawn Chong
erfreuen, die sich recht freizügig der lesbischen Liebe hingeben.
Allerdings gibt es neben diesen Szenen und zahlreichen Tanzeinlagen
nackter Frauen nicht wirklich viel zu betrachten.
Die
Geschichte ist zwar ganz nett und hat auch relativ spannende
Momente, haut aber wohl keinen vom Hocker. Man sieht halt einen,
durch und durch, genretypischen Beitrag, der nicht mehr zeigt als
man ohnehin schon gesehen hat. Zudem ist die Geschichte mit dem
Serienmörder nicht gut ausgeschmückt und man erfährt so gut wie
gar nichts über ihn; nur halt das er ein Problem mit leichten
Mädchen hat und sie aus reinem Hass um die Ecke bringt. Zudem
erfährt man noch, dass er ein Buch namens „Fear City“ schreibt,
was dann ja auch der Namensgeber für den Streifen ist, allerdings
erfährt man nicht wirklich, was er dort hineinschreibt.
Es gibt
zwar eine gute, düstere Atmosphäre und gute Schauspieler, dass war
es dann aber auch schon, was es Positives von „Fear City“
erzählen kann. Freunde des Thrillers und Fans der 80er Jahre
könnten zwar durchaus ihre Freude mit dem Streifen haben, für
Serienmörder-Interessierte ist der Streifen allerdings nichts. Auch
Splatterfans bekommen nicht wirklich etwas geboten, da die meisten
Morde im Off begangen werden und wenn man dann mal was sieht, sieht
es nicht wirklich blutig aus... |