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Manager
Joy Mittal muss, bedingt durch die Wirtschaftskrise, 121
Mitarbeiter aus seinem Unternehmen entlassen. Der Londoner Konzern
wurde innerhalb eines Tages stark reduziert. Joy musste dabei
sogar seine ehemalige Geliebte entlassen, für die er eigentlich
sorgen wollte. Doch die Zahlen sind dem CEO wichtiger als
Freundschaften. Und dank der Massenentlassung sind diese gut.
Trotz schwerer Krise.
Als das Firmengebäude menschenleer ist, beginnt er nachzudenken.
Und dabei kommen schlechte Gefühle in ihm hoch. Gefühle, die
sich alsbald in Visionen manifestieren. Visionen die schlimm sind
und schlimmer werden. Oder sind die Visionen gar keine. Vielleicht
sind es die Geister derer, die er rausgeschmissen hat und sich
jetzt brutal an ihm rächen wollen… |
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Krisen
und Ängste geben immer genug Stoff für die Filmindustrie her. In
„The Hills Have Eyes“ wurde damals die Angst vor der atomaren
Verseuchung verarbeitet. Böse Alien vom Mars kamen in die Kinos,
als auf dem Roten Planeten Leben vermutet wurde. Und Vietnam war
in den 70er Jahren in einigen Horror-Filmen ein Thema. Da ist es
nicht verwunderlich, dass die Wirtschaftskrise von 2007 für
einige Filmbeiträge der gruseligen Art gesorgt hat. „Drag Me To
Hell“ als Beispiel, oder der hier besprochene Beitrag.
„Fired – Mobben kann tödlich sein“ ist von der
Herangehensweise allerdings etwas anders, als Filme mit ähnlicher
Thematik. Er ist sehr einseitig. Zeigt nur den „Täter“. Und
das aus einer Sicht, die gewöhnungsbedürftig ist. Denn
Protagonist Joy geschehen seltsame Dinge. Viele seltsame Dinge.
Immer und immer wieder wird er von irgendwelchen Visionen
heimgesucht, die zwar oft nett anzusehen sind, aber über kaum
Aussagekraft verfügen.
Dass bei der Darstellung handwerklich gut gearbeitet wurde, lässt
sich kaum abstreiten. Es gibt gute visuelle Effekte und nette
Spezialeffekte, die manchmal sogar etwas härter sind. Kritiker,
die den Film gesehen haben werden sicherlich feststellen, dass es
auch die ein oder andere schlechte CGI-Szene gibt und das auch ab
und an mal Gummi zu erkennen ist, wenn es ins Eingemachte geht.
Grundsätzlich ist das von Regisseur Sajit
Warrier Gezeigte aber in Ordnung.
Nicht
ganz in Ordnung ist das, was sich die Drehbuchautoren Sajit
Warrier und Shripal Morakhia zusammen geschrieben haben. Das
Skript wirkt ehrlich gesagt wie ein Witz. Ein schlechter. Die
Sozial- und Wirtschaftskritiken ersticken im Keim. Nach wenigen
Minuten merkt man wie sich die Handlung festfährt und sich selbst
jedes Potential zur Steigerung raubt. Man beginnt sich zu fragen,
wo der Film überhaupt hin will. Was will er uns sagen? Das der
Protagonist nicht nett ist, bekommt man ja sehr schnell mit. Und
dann? Soll nur das Verrücktwerden des Protagonisten dargestellt
werden?
Dass der Film aus Indien stammt, merkt man kaum. Zum einen, weil
in Großbritannien gedreht wurde und zum anderen, weil man von
Tanz- und Gesangeinlagen verschont wird. Rahul Bose macht den
indischen Teil aus. Er ist der Hauptdarsteller und in seiner Rolle
quasi Alleinunterhalter. Seinen Job macht er ordentlich. Da gibt
es nichts zu meckern. Wahrscheinlich kommt Bose entgegen, dass
seine Rolle kaum charakterisiert wird. Er spielt die Standardrolle
eines bösen Managers.
Und dieser böse Manager versteht es unterm Strich nicht, den Film
mit genügend Inhalt zu füllen. Der Beitrag kommt recht sinnlos rüber.
Wie ein Musikvideo. Ein Musikvideo das zwar schön anzugucken ist,
einem aber nicht viel erzählt, da es zu eindimensional angelegt
ist. Zudem dürfte es dem Horror-Fan an Horror-Anteilen fehlen.
Zum Nebenbeischauen ist das durchaus okay. Wer sich aber in
geselliger Runde einen Party-Film reinziehen möchte, sollte eine
andere Wahl treffen. |