| |
Die Folterkammer des Hexenjägers
|
| OT: The
Haunted Palaca |
| ca. 84
Minuten |
| USA
1963 |
| |
| Regie |
| Roger Corman |
| Darsteller |
Vincent Price
Debra Paget
Lon Chaney jr.
u.a. |
|
|
|
|
|
Zurück
zur Horror-Page |
|
|
1756 - Die Bevölkerung eines
kleinen Dorfes in New England, ist erzürnt über die Machenschaften eines
gewissen Curwen, der in einem mächtigen Schloss lebt und offensichtlich ein
Hexenmeister ist. Als eine junge Frau verschwindet, beschließen die Männer
den ominösen Mann aufzusuchen. Als der Menschenauflauf angekommen ist
öffnet Curwen die Tür und die Menge erblickt das Mädchen, worauf sie
beschließen den seltsam wirkenden Mann zu einem Baum zu verschleppen, wo er
dann verbrannt werden soll. Kurz bevor der Mann erzündet wird, verflucht er
das Dorf und alle seine Einwohner und kündigt seine Wiederkehr an.
Über 100 Jahre später reist Charles Dexter Ward mit seiner Frau Ann in das
Dorf, wo damals die grausame Verbrennung stattfand. Er ist ein direkter
Nachfahre des Hexenmeisters und hat sein Schloss geerbt, dass er nun
inspizieren will. Als Charles in eine Taverne einkehrt, staunen die Gäste
nicht schlecht, denn er sieht genau so aus wie Curwen, was einigen
offensichtig Angst macht. Charles merkt schnell, dass hier etwas nicht
stimmt, den das Schloss ist sehr unheimlich und zudem gibt es unter der
Bevölkerung viele Missgebildete. Aber trotz der Angst seiner Frau
beschließt er zwei Wochen zu verweilen, damit er den Wert des Schlosses
einschätzen kann, dass er möglichst gewinnbringend verkaufen möchte.
Als Charles und Ann dann von dem geschichtlichen Ereignissen um das Dorf und
das Schloss erfahren, ist es bereits zu spät für eine Flucht. Curwen kommt
zurück, um Rache zu üben...
|
|
|
|
„Die Folterkammer des
Hexenjägers“ ist nach einer Romanvorlage entstanden, die kein geringerer
als Edgar Allan Poe im Jahre 1839 ablieferte. Der B-Movie Veteran Roger
Corman nahm sich dann ihrer an und lieferte einen Horrorfilm ab, der die
Leute damals wohl in Angst und Schrecken versetzt hat. Heute ist das
aufgrund der zurückliegenden 40 Jahre Filmkultur natürlich nicht mehr so,
doch Freunde des Films (speziell aus dieser Zeit) dürfen sich auf eine
Neuauflage, auf DVD, freuen.
Die Story ist sehr schlicht gehalten und bietet eigentlich kaum
Ungewöhnliches. Die einzige Ausnahme ist, als der Betrachter erfährt, was
der Hexenmeister Curwen wirklich mit den Frauen in seinem Gemäuer getrieben
hat. Das war es dann aber auch schon an storytechnischen Höhepunkten, was
allerdings nicht heißen muss, das der Rest des Films schlecht ist.
Sicherlich gibt es die ein oder andere Passage, die sich etwas hinzieht,
gerade weil der Film extrem dialoglastig ist. Aber eine Portion Spannung,
eine gute, dichte Atmosphäre und eine mystische Kulisse lenken da etwas ab.
Zudem gibt es noch eine wirklich gelungene Filmmusik (die glatt als Ohrwurm
durchgeht) und die Protagonisten, allen voran Vincent Price, der ja in
mehreren Corman Filmen sein Können unter Beweis stellte. Für Freunde des
Films aus dieser Zeit ist dies alles, wie bereits erwähnt, sicherlich ein
Hochgenuss, aber genau so sicher ist es auch, dass viele (verwöhnte)
jüngere Menschen keinen Zugang zu diesem Film finden werden. Schon allein
die Masken, welche die missgestalteten Menschen tragen, lassen keinerlei
Vergleich mit Millionendollarproduktionen zu, was ja eigentlich logisch ist.
Insgesamt weiß „Die Folterkammer des Hexenjägers“ sicherlich zu
überzeugen, es müssen aber auch altersbedingte Abstriche gemacht werden,
was sowohl für den Film gilt, als auch für die DVD.
|
|
|
|