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Der Mediziner Doktor Viktor Frankenstein und
sein treuer Gehilfe Otto planen eines der letzten, nicht erforschten,
Naturphänomene zu überlisten. Sie wollen einen Übermenschen schaffen,
welcher der Sterblichkeit trotzt. Trotz der anhaltenden Skepsis von
Wissenschaftskollegen arbeitet Frankenstein wie ein Besessener an seinem
Experiment und eines Abends, als ein Sturm aufzieht, ist es soweit:
Ein aus verschiedenen Leichenteilen zusammengeschusterter Körper liegt
gefesselt auf einer Bahre und wartet darauf, dass ihm ein Blitz das Leben
einhaucht. Der Blitz schlägt auch ein, allerdings rührt sich das
"Monster" nicht. Erst nachdem Frankenstein seine Aufzeichnungen in
einem Wutanfall vernichtet hat, bewegt der neue Übermensch einen Finger.
Die beiden Forscher sind froh und stolz, die Natur ausgetrickst zu haben und
merken, dass ihr "Riese" sehr schnell lernt. Schon bald kann er
sich wie ein Mensch bewegen und sprechen und scheint eine Entwicklung zu
durchlaufen, die aus einem Kind schnell einen Mann macht. Doch das Monster
hat seine Kräfte nicht unter Kontrolle und tötet schon bald den ersten
Menschen. Der sanftmütige Riese wollte eigentlich nur spielen, hatte aber
seinen fremden Körper nicht unter Kontrolle. So entsteht Konflikt um
Konflikt und das Experiment scheint aus der Bahn zu geraten.
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Der von Dan Curtis 1973 produzierte
"Frankenstein" ist eine Mary W. Shelley Adaption, die für das
Fernsehen gedreht wurde, was im Verlauf des Streifen unverkennbar ist. Zum
einen wurde auf Gewalt verzichtet, was das FSK 16, der deutschen Fassung,
doch sehr in Frage stellt. Zum anderen gibt es immer wieder diese typischen
Schnitte, die spannende Momente unterbrechen, um sie kurz darauf, aus einer
leicht verschobenen Sich wieder fortzusetzen. Und man merkt auch, dass es
wohl eine Vorgabe gab, zwei Stunden Filmmaterial herzustellen. Denn nach dem
wirklich interessanten, spannenden und ergreifenden Anfang bietet der Film
nicht mehr wirklich viel. Nur noch ewig lang gezogene Passagen, die mit
zunehmender Filmdauer mehr und mehr langweilen und auf eine künstliche
Aufblähung der Spielzeit deuten lassen.
Der Film versucht die gutmütige und zerbrechliche Seite des Erschaffenen
darzustellen. Das fängt schon damit an, dass Frankensteins Geschöpf nicht
Monster oder Übermensch sondern schlicht und einfach "Giant" (auf
deutsch: Riese) genannt wird. Immer wieder wird es als unzufriedener
Möchtegernmensch dargestellt, der nach Normalisierung strebt.
Umgesetzt wurde diese Geschichte nicht besonders gut. Das liegt zum einen an
der nicht so tollen Kameraarbeit, die in einigen wackeligen Momenten, gerade
bei gezoomten Nahaufnahmen, extrem nervig ist. Auch das stellenweise
peinliche Agieren von Bo Svenson sticht einem wie ein Dorn ins Auge. In
einigen Szenen ist das Gebotene von solch einer Peinlichkeit begleitet, dass
man ohne weiteres darüber nachdenkt, warum Bo Svenson nicht schon in
anderen Trash-Produktionen zu sehen war. So richtigen Trash bietet
"Frankenstein" zwar nicht unbedingt, Freunde dieser Filme werden
Bo Svenson aber sicherlich schnell in ihr Herz schließen. Die Hauptrolle
des Frankensteins hat Robert Foxwoth übernommen, aber auch er kann nicht
wirklich überzeugen. Hier und da lässt er mal einen bösen Blick in die
Kamera huschen, aber vielmehr Positives gibt es von ihn nicht zu
berichten.
Zusammenfassend muss man zum Schluss kommen, dass der Film recht stark
anfängt, dann aber umso mehr nachlässt. Die guten Momente, in denen es
interessant, spannend, mysteriös und beklemmend ist, sind nach der ersten
halben Stunde leider nicht mehr vorhanden. Sicherlich kann man ihn in einer
langweiligen Stunde mal gucken, sollte man aber anderes Filmmaterial zur
Hand haben, wäre dieses vorzuziehen.
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