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Der Tod - Ein elementares und doch
gern verdrängtes Thema - und natürlich das Salz in der Suppe des
Horror-Films. Stephen King hat sich mit diesem Thema seinerzeit im
Roman "Friedhof der Kuscheltiere", in einer
außergewöhnlichen Art und Weise, auseinandergesetzt. Regisseurin
Mary Lambert griff das Thema filmisch auf und sorgte mit der
(nahezu) 1:1 Umsetzung für ihren ersten und einzig wirklichen
Erfolg in der Filmszene.
Sie hat mit "Friedhof der
Kuscheltiere" eine wirklich gute Arbeit abgelegt. Ein gekonnter
Aufbau der Spannung reißt den Betrachter gleich zu Beginn in den
Bann des Films. Erst kann man die neue Lebenssituation der Familie
betrachten, die als durchaus positiv und erwartungsvoll gewertet
werden kann. Dann verändert sich die Situation sukzessive zum
Schlechten. Die Spannung und die Atmosphäre wissen zu überzeugen.
Erstere steigt im Verlauf des Films stark an und hat ihren
Höhepunkt, wie es sein sollte, am Ende. Die dichte Atmosphäre wird
durch dunkele Szenen, schaurige Bilder vom Friedhof und eine
bedrohliche Musik erzeugt. Dazu gibt es dann einige, gut dosierte
Spezialeffekte, die ein FSK 18 durchaus rechtfertigen.
Die Charaktere werden nicht besonders gründlich durchleuchtet.
Dennoch gibt es eine besondere Charakterstudie des männlichen
Protagonisten. Die des Niedergangs von Louis, die einen großen Teil
des Unterhaltungswerts ausmacht. Dale Midkiff weiß in dieser Rolle
zu durchaus zu überzeugen. Auch die restlichen Akteure machen einen
guten Job, am auffälligsten spielt aber Fred Gwynne, der den Herman
Munster in der TV-Serie "The Munsters" (1964) mimte. Fred
spielt den alten Jud, der sicherlich die interessanteste Figur im
Film ist.
Ein weiteres Highlight, das es bis zum Kultstatus gebracht hat, ist
die Musik zum Film. Zwei Titel („Sheena Is A Punk Rocker“ und
natürlich „Pet Sematary“) wurden von der legendären Gruppe
"Ramones" beigesteuert und gehören heute noch zu den
beliebtesten Hits in der Independent-Szene. "I
dont want to be buried in a pet sematary. I
dont want to live my life again" trifft
den Nagel dabei auf den Kopf.
"Friedhof der Kuscheltiere" ist ohne Frage ein Klassiker
des modernen Horror-Films, der mit einer interessanten Story
daherkommt. Er ist kurzweilig, mysteriös, spannend, atmosphärisch,
technisch hervorragend umgesetzt und bleibt nachhaltig im
Gedächtnis. Schade nur, dass das Sequel eine Enttäuschung ist.
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