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Im Diner
„Cadillac Jack’s“ in Texas: Der ziemlich schlecht gelaunte
Millard Findlemeyer bringt nahezu die ganze Familie Leigh um, die
gerade ihr Lunch genießt. Es überleben lediglich Sarah und ihre
Mutter. Zwei Jahre später wird Millard hingerichtet, seine Überreste
nachher verbrannt.
Zum Glück für ihn hat er jedoch eine Hexe zur Mutter, die dann
natürlich seine Asche mit ein wenig Lebkuchenfertigteig mischt
und dieses Gesamtpaket dann an die Familienbäckerei der Leighs
schickt.
Beim Lebkuchenmännchenbacken passiert dann das, was besser
niemals hätte passieren sollen: Der
Millard-Lebkuchen-Fertigmischung wird zufälligerweise Blut zugefügt.
Im Ofen wird Millard dann zum zweiten mal geboren, jedoch ist er
diesmal über einen Meter kleiner als zuvor: Er ist ein mordlüsterner
Lebkuchenmann, der die ganze Familie Leigh ausrotten will… |
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Ein
Lebkuchenmann, der autofahren kann. Welch eigenartige Idee von
B-Movie Legende Charles Band („Puppet Master“ Reihe, „Evil
Bong I + II“), den man auf diesem Metier aus den Bereichen
Science Finction, Horror und Fantasy in den USA sehr wohl kennt,
in Deutschland sehr wohl kennen sollte. Denn wie dieser Film hier
wird Trash vom Feinsten geboten. Wie könnte man bei solch großer
Erfahrung und einem Faible für amoklaufende Puppen auch auf eine
andere Idee kommen, als ein Stück Gebäck, das Spaß am böse
sein hat?
Wie schon gesagt, es ist eine trashige Horror-Komödie, die natürlich
wenig Logik in der Handlung aufweist, dazu aber gut zu unterhalten
weiß. Und das ist es ja schließlich auch, was einen Film
sehenswert macht. Einfach mal das Hirn abstellen und sich beduseln
lassen. Wer sich diesen Voraussetzungen ergibt, der kann auch
getrost diese DVD in den Player schieben.
Denn ein üblicherweise sehr süßer Lebkuchenmann, der hier übrigens
weniger süß zu sein scheint, wird hier zu einem schmackhaften
Leckerbissen für Trash und B-Moviefans. Allein die Vorstellung
von einem circa 25 Zentimeter großem Stück Gebäck, das mit
einer Beinverlängerung Auto fährt oder eine Kanone bedient ist
definitiv schon erlustigend. Gut in Bilder umgesetzt kann das
durchaus zu einem Lachkrampf führen.
Zum Glück für alle Zuschauer ist es gut umgesetzt, man kann sich
gern seinem Lachen ergeben. Außerdem sehenswert umgesetzt sind sämtliche
Spezialeffekte, man wundert sich gar, wie viel Lebenssaft in einen
etwa recht flachen Lebkuchenmann passt, der in etwa so lang ist
wie eine Ukulele. Leider gibt es von diesen Szenen aber nicht
allzu viele.
Für Filme dieser Art, die nicht unbedingt tiefgehend sind und
deren Story auch nicht grade aufs extremste ausgeweitet ist,
bieten sich bekanntermaßen große Räume an. Und am besten passt
da natürlich zur Spannung, das Ganze in einer riesigen, ja
wirklich riesigen Bäckerei spielen zu lassen. Das tut dem Film
wirklich gut. Bei lediglich 60 Minuten Spielzeit wird der Spielort
nicht überreizt. Die Spannung beschränkt sich ebenfalls aufgrund
der Kürze nicht nur darauf, was der kleine Lebkuchenmörder als nächstes
macht. Die Story entwickelt sich sehr gut.
Die Darstellerin der Sarah, Robin Sydney ("Evil Bong")
liefert hier gute Arbeit ab. Sie wird wirklich verzweifelt und todängstlich
eingesetzt. Ryan Locke („American Black Beauty“) spielt als
Amos die coole Sau im Film, und dies auch recht cool. Eine Rolle,
die ihm aufgrund seines Aussehens schon auf den Leib geschnitten
zu sein scheint. Last but not Least: Gary Busey, der hier weniger
durch seine Schauspielerische Leistung auffällt, die er ja auch
lediglich im Prolog abrufen darf, sondern eher durch die
Anwesenheit seiner Stimme auf der englischen Tonspur, die perfekt
zu einem blutrünstigen Stück Weihnachtsgebäck passt!
Alles in allem ein sehenswerter Film. |