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Die junge Yuki muss Schreckliches
mit ansehen: An einem Abend, als sie mit ihrer Mutter und ihrem
Vater zu Abend isst, wird die Familie von Maskierten überfallen.
Die Mutter wird grauenhaft getötet und der Vater zum Krüppel
geschlagen. Yuki hat bei dem Überfall Glück, da sie nicht
ernsthaft verletzt wird.
Um Rache zu üben schlüpft Yuki wenig später in ein Gothic-Dress,
nimmt sich einen umgebauten Schirm als Waffe und sucht dann die
auf, die an der Tötung ihrer Mutter und der Querschnittslähmung
ihres Vaters die Schuld tragen. Natürlich um ihnen den Garaus zu
machen… |
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Dass die Japaner filmtechnisch einen
an der Hirse haben, dürfte hinlänglich bekannt sein. Besonders
wenn es um Horror-Filme geht, sieht man die seltsamsten Dinge
aus Fernost. „Gothic & Lolita Psycho“ klingt schon schrägt und
ist es dann tatsächlich auch. Die Geschichte ist total
überzeichnet und wirkt auf den ersten Blick recht billig. Der
anfängliche Eindruck zieht sich dann über das gesamte Film-Werk.
Aber billig muss ja nicht zwingend schlecht sein. Es gibt
genügend Beispiele, in denen kostengünstige Beiträge zu
überzeugen wissen. Und da es sich bei „Gothic & Lolita Psycho“
um einen Streifen handelt, der sich gar nicht ernst nehmen kann,
sind eigentlich gute Grundlagen geschaffen.
Was das Guckvergnügen für die Betrachter der deutschen
DVD-Version trübt ist schnell auszumachen. Der Film wurde um
einige Szenen erleichtert. Um es genau zu sagen wurde der Film
in 13 Szenen um 3:34 Minuten gekürzt. So sagt es zumindest die
Infoquelle für Schnittberichte im Internet. Da man im
ungeschnittenen Material durchaus Szenen betrachten „darf“, die
als etwas heftiger eingestuft werden können, kann man sich
denken, was einen vorenthalten bleibt.
Das comic-/ videospielartige Geschehen wird mit vielen
Kampfeinlagen geschmückt, die natürlich Geschmacksache sind. In
Kombination mit der dünnen Geschichte und dem Splatter ist die
Zielgruppe für diesen Streifen wohl recht überschaubar. Obwohl
man natürlich das männliche Geschlecht zur Zielgruppe hinzu
zählen muss. Denn die Protagonistin, Rina Akiyama, hat im Jahre
2007 den weltbekannten Titel „Best Butt in Japan“ abgeräumt.
Wenn das nicht Qualitäten sind…
Auch ihre Film-Kolleginnen hinterlassen einen optisch guten
Eindruck. Die Schauspielerei gerät bei einem Streifen dieser Art
eher in den Hintergrund, was niemand verwundern dürfte. Voller
Einsatz kann den Beteiligten aber nicht abgesprochen werden.
Einsatz kann man auch Regisseur Gô Ohara („Geisha vs Ninjas“) in
keiner Weise absprechen. Technisch löst er seine Aufgabe solide.
Vielleicht hätte er etwas mehr Fragen und Antworten einbauen
sollen, um ein wenig mehr für Abwechslung zu sorgen.
Was unterm Strich bleibt ist ein völlig überzeichneter Film, der
zwar nicht langweilig ist, aber nur für eine bestimmte
Zielgruppe in Frage kommen dürfte. Massentauglichkeit sieht
anders aus. Zudem ist das gute Stück in der deutschen Version
geschnitten, was den Freundeskreis deutlich verkleinern dürfte.
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