Das Grab der Ligeia

OT: Edgar Allan Poe's Ligeia
ca. 86 Minuten
USA 2008
 
Regie
Michael Staininger
Darsteller
Wes Bentley
Kaitlin Doubleday
Mackenzie Rosman
Michael Madsen
u.a. 
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Jonathan war reich und lobesam, bis die schwarze Macht ihm näher kam. 
Er hatte eine hübsche Verlobte mit der ihm alles gelinge und einen Faible für makabre Dinge.
Alles ist wunderbar, bis da kommt Ligeia ihm zum nah. 
Denn als sie tritt in sein Leben, zieht Trauer ein in das Leben sein. 
Ligeia ist gefährlich, Seelen klaut sie nur zu gern, schwarze Magie stellt sie über den Herrn. 
Sie klaut die Seelen von Leuten, die Jonathan etwas bedeuten. 
Jonathan, mit düstrer Magie gezogen in ihren Bann, damit sie für immer weiter leben kann; 
denn ihr auserkorenes Ziel: Zu befreien ihre Seele von dem Bande, das ihren Körper macht zur Wande, von der sie eingekerkert ist!



 

Zugegeben: Man sollte schon Edgar Allan Poe Liebhaber sein, um diesen Film zu mögen. Denn dieses Werk trifft die Eigenarten des Horror-Story-Erfinders perfekt: Fantasy, schwarze Magie, übernatürliches und stellenweise auch Merkwürdiges. Solchen Dingen gegenüber abgeneigt, sollte man sich schwerstens überlegen, diesen Film in den Player zu schieben. Für jene Poe favorisierenden allerdings ist dies hier ein Leckerbissen. Denn die sehr eigenartige Atmosphäre aus den Kurzgeschichten des Horrorlyrikers wird hier gut getroffen. Zur Originalstory von Ligeia gibt es allerdings einige Abweichungen: so spielt die ganze Geschichte leider nicht am Rhein, aber immerhin gibt es eine Person, die Loreli (gesprochen Loreley) heißt. Außerdem wurde die Story in aktuelle Zeit versetzt.

Ab 16 ist der Film zugelassen, dementsprechend gibt es auch wenig bis gar keine Splatterszenen. Das einzige, was einigermaßen eklig aussieht, sind die Riesenutensilien, mit denen Ligeia die Seelen aus dem jeweiligen Körper saugt. Ligeia wird übrigens gespielt von der Miss World 2006, Sofya Skya, die in diesem Film ihr sehr gutes Schauspieldebüt gab. Blass hingegen bleibt der auf dem DVD-Cover angepriesene Michael Madsen ("Kill Bill Vol. I + II", "Sin City"). Das ist allerdings nicht so schlimm, denn er hat nur eine eher unbedeutende Nebenrolle. Eine weitere gute Darbietung liefert der eigentlich Hauptdarsteller Wes Bentley ("American Beauty"), der mit seiner Wandlung vom erfolgreichen Professor-Autor-Genie-Wissenschaftler zum düsteren Ligeia-Anhänger irgendwie auf unerklärliche Weise charismatisch wirkt.

In seinem bisher einzigen Werk bietet Regisseur Michael Straininger ein durchaus gutes Debüt.

Review by Der Don

Der Autor

Splatter
Spannung
Story
Ekelfaktor
Atmosphäre
Gesamt

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