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Real ist, im Traum zu spüren, dass
einem der Kopf abgeschnitten wird.
Das ist es, was uns der Horror-Schocker „Gruesome“ vermitteln
will. Und obwohl das Team um die Regisseure Jeff und Josh Crook
offensichtlich nicht viele finanzielle Mittel zur Verfügung hatte,
ist das Springen zwischen Traum und Realität nicht zur Lachnummer,
sondern zu einem durchaus gelungenen Filmbeitrag geworden. Es wäre
zu vermuten, dass „Gruesome“ „Nightmare On Elm Street“ oder
ähnlichen Filmkollegen ähnelt, die sich mit einer ähnlichen
Thematik beschäftigen, dies ist aber nicht der Fall. „Gruesome“
ist anders. Ganz anders. Was allerdings nicht zu seinen Ungunsten
ausgelegt werden muss.
Trotz einer nicht neuen Idee weiß der Film eine unbekannte, frische
Geschichte zu erzählen. Lange kann man nur erahnen was vor sich
geht, bis dann Licht ins Dunkel kommt. Die Spannung ist dabei auf
einem mittelprächtigen, konstanten Niveau, mit eingestreuten
Spitzen. Für einen etwas billiger Produzierten Streifen ist das
nicht unbedingt die Regel, was für den Betrachter natürlich umso
positiver ist. Ebenso positiv ist, dass man gezwungen ist bei der
Stange zu bleiben, da das Treiben interessant ist und man unbedingt
wissen möchte wie es weiter geht.
Etwas weniger gelungen als die Story ist das Beiwerk. Aus
technischer Sicht ist der Film nicht unbedingt brillant verarbeitet
worden. Es wurde sich zwar Mühe gegeben, was man an einigen,
schnellen Cuts, Kamerafahrten und Mittel zur Erzeugung von
Gruselstimmung sieht, alles wirkt aber auch ein wenig
zusammengeschustert und semiprofessionell. Nach einem B-Movie eben.
Semiprofessionell wirken auch die Darsteller. Protagonistin Lauren
Currie Lewis macht keinen wirklich guten Job und wirkt nur
stellenweise glaubhaft. Auch ihr Gegenpart Chris Ferry kommt als
Killer nicht immer authentisch rüber.
Spezialeffekte der blutigen Art werden recht sparsam, aber
ausdrucksstark eingesetzt. Manchmal ist weniger ja mehr und da sich
die Geschichte im eigentlichen ja auf zwei Personen begrenzt, wurde
recht intelligent und logisch gehandelt. Freunde eines gepflegten
Massakers werden also nicht auf ihre Kosten kommen.
Unterm Strich ist „Gruesome“ sicherlich kein Film, der sich tief
ins Gedächtnis des Betrachters frisst, allerdings ist er für eine
kurze und etwas andere Unterhaltung bestens geeignet. „Gruesome“
kommt quasi ohne Längen aus und weiß über die gesamte Spielzeit
spannend zu bleiben und zu unterhalten. B-Movie-Fans kommen auf
jeden Fall auf ihre Kosten.
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