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Vergangenheitsbewältigung
American Style...
Gun’s
Eye ist einer dieser Filme, die man getrost auch als „Zeitvergeudung“
bezeichnen kann. Billig runtergekurbelt, eine Handlung, für
die das Wort Spannungsbogen ein Fremdwort ist und „Schauspieler“...
na ja.. lassen wir das...
Die
Schauspieler wirken selbst in solch für eine derartige
minderwertige C-Produktion, auf maximal schlechtem
Fernsehniveau, ohne besondere Ansprüche heillos
überfordert, allen voran Jerry Koch, der sich gleichzeitig
auch für Regie und Produktion verantwortlich zeichnet. Die
deutsche Synchronisation trägt ihr übriges zu dieser
schlechten Vorstellung bei.
Es stimmt
ein bisschen nachdenklich, wie unbedarft die Amis in
Unterhaltungsfilmen wie diesem mit einem solchen sensiblen
Thema wie Holocaust und Naziverbrechen umspringen, während
sie in Deutschland eher als Tabu gelten... Eben diese
Thematik dürfte dann wohl auch eher Ausschlaggebend für
die Indizierung des Filmes in Deutschland gewesen sein,
übermäßig gewalttätig ist der Film nämlich nicht
gerade. Die wenigen Mordsequenzen werden zudem meistens
ohnehin etwas distanziert durch den Lauf der Pistole
dargestellt. Darüber hinaus sind die Special-Effekte auch
nicht gerade sehr professionell. Die verwachsene „Pistolenhand“
wurde wohl offensichtlich einfach nur einfach ein paar
Minuten in einen Pott Latexmilch gehalten...
Die Idee,
die Rückblenden und Morde perspektivisch mittels eines
Blicks durch den Lauf der Pistole darzustellen (ähnlich
einem James Bond Vorspann...), ist, gerade auch in Bezug auf
den Titel des Films, so schlecht nicht. Allerdings hätte
eine solche Einstellung in ein oder zwei Szenen völlig
ausgereicht. Regisseur Jerry Koch reizt diese Momente jedoch
bis ins Unerträgliche aus, so dass der Zuschauer fast die
halbe Dauer des Films praktisch „in die Röhre“ guckt.
Das Ganze wird auf Dauer wirklich nur noch nervend, sofern
man nicht ohnehin schon eingeschlafen ist... |