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Auf
einer isolierten Farm in Norditalien führen Pietro, seine Frau
Lucia und Alice ein relativ normales Leben. Um sie herum herrscht
der Zweite Weltkrieg, doch die Italiener bekommen von dem
Geschehen nicht allzu viel mit. Die geistig zurückgebliebene
Alice ist das Sorgenkind. Dieser Zustand verschlimmert sich, als
aus dem Hausbrunnen plötzlich etwas auftaucht. Etwas böses.
Etwas, was das Leben in der vermeinendlichen Idylle auf den Kopf
stellt. |
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Der
italienische Horror-Regisseur Ivan
Zuccon (unter anderem „Armee
des Jenseits“, „Darkness
Beyond“) blickt auf mittlerweile 10 Jahre eigenständige
Filmarbeit zurück. 10 Jahre, in denen er einige Filme gemacht
hat, die nicht gerade jeden Horror-Fan erfreut haben. Man hat bei
seinen ersten Filmen erkannt, dass ihm die Kohle fehlte. Man hat
aber ebenso erkannt, dass in dem italienischen Regisseur Potential
steckt. Im Jahre 2009 muss man zu Schluss respektive Zwischenfazit
kommen, dass es zwar eine Entwicklung bei Zuccon
gegeben hat, seine Filme aber immer noch nicht so ganz überzeugen
wollen.
In „H.P. Lovecraft's Saat des Bösen“ ist dies (mal wieder)
der Fall. Es ist zwar eine klare Steigerung zu sehen, aber auch
einige Schwächen, die sich durch die Werke des Zuccon ziehen.
Besser geworden ist die Erschaffung von Atmosphäre. Da kann man
in „H.P. Lovecraft's Saat des Bösen“ nicht meckern. Die Musik
ist auch schwer in Ordnung und es gibt einige Schocks, einige schöne
Bilder und Spannung. Was aber zu einem Problem wird ist die
Geschichte und deren Wiedergabe.
Da kann man noch so elegant die Kamera auf stilvolle Kulissen
halten. Wenn es bei der erzählten Geschichte nicht stimmt, wird
es für den Betrachter anstrengend. Zu Beginn denkt man sich noch:
„Diese Mal könnte es beim Ivan Zuccon klappen.“ Der Start ist
mysteriös und der Zuschauer weiß noch nicht so recht, was auf
ihn zukommt. Dummerweise ändert sich das auch nicht. Der Plot
wirkt zusammengeschustert und man weiß nicht so recht was
eigentlich abgeht. Es gibt wohl etwas Böses. Und dieses Böse
terrorisiert die Protagonisten des Films. Mehr ist nicht. Hier und
da gibt es zwar noch Einlagen wie Teufelsaustreibungen oder
leidenschaftliche Liebe, der Plot wird aber nicht mehr
vorangetrieben. Man weiß zwar nicht, ob die lovecraftsche Vorlage
„Der Schatten aus dem All“ eine gleiche, schwachbrüstige
Thematik aufweist, dass Gegenteil ist aber anzunehmen. Auch nicht
sonderlich gut sind große Teile der Darsteller. Für einen Film
dieser Sparte nicht unbedingt verwunderlich. Debbie Rochon, die
schon duzende Male in Kleinst- und Mittelproduktionen zu sehen
war, hinterlässt dabei, in ihrer Rolle der Alice, den
schlechtesten Eindruck.
Was einen diesen Film dennoch zuende gucken lässt ist die tolle
Optik. Opulente
Bilder werden auf die Leinwand geworfen, die man in einem
Low-Budget-Streifen so nicht erwarten darf. Auch einige Effekte überraschen.
Es gibt zwar keine richtig derben Spezialeffekte, was man aber
zusehen bekommt, weiß zu gefallen. Ebenso gefällt die
eingespielt Musik, die oft sehr gut zu den Szenen passt und die
verschiedenen Stimmungen verstärkt.
Ivan Zuccon ist, zumindest wenn man die technische Seite
betrachtet, ein handwerklich guter Film gelungen, der lediglich an
der Story und den unterdurchschnittlichen Darstellern krankt. Da
diese beiden Kritikpunkte aber nun mal essenziell für Filme sind,
kann man „H.P. Lovecraft's Saat des Bösen“ eigentlich nur
eingefleischten Horror-Fans und Vielsehern empfehlen, da andere
Personen mit diesem Film sicherlich größere Probleme haben. |