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Als ihre Schwester
eines Tages nicht vom Joggen zurückkehrt, begibt sich Larissa (Janet Tracy
Keijser) selbst auf die Suche nach ihr und muss feststellen, dass in der
näheren Umgebung seit geraumer Zeit wohl schon mehrere, junge Frauen
vermisst werden. Ihre Spur führt sie zu einem christlich geleiteten
Rehabilitationszentrum, welches im Mittelpunkt der unerklärlichen
Verschwinden zu stehen scheint. In Zusammenarbeit mit dem jungen Cop Sgt.
Dick Sheen (Shawn Savage) lässt sich Larissa in das Institut einschleußen,
um den dortigen Machenschaften auf den Grund zu gehen. Was sie allerdings
erlebt, soll all ihre Erwartungen übertreffen.
Die
Leitung des Heims obliegt dem perversen Pater Fogerty (Joseph Tatner), der
sich nebst Gummipuppe im Schrank gerne auch mal an eigenwilligen
Bestrafungen der jungen Mädchen erfreut. Zusätzlich erschwert wird das
Leben der hier eingewiesenen Mädchen von der diabolischen Nonne Cecelia
(Mary Woronov) und deren Scherge Lutkus (Cleve Hall), der es liebt, den
Mädchen beim Duschen zuzusehen und an ihren Höschen zu schnüffeln. Als ob
das nicht genügen würde, herrscht innerhalb der Gruppe beinahe schon eine
Gefängnis-Hierarchie, lesbische Übergriffe unter den Frauen sind an der
Tagesordnung. Doch was sich im Keller des Gebäudes abspielt, ist noch
weitaus schlimmer als all diese Exzesse. In einem dunklen Verließ haust ein
Tentakel-Monstrum, das durch Frauenopfer zu neuer Macht und Größe geleitet
werden soll... |
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Achtung, Köpfe
einziehen, rapider Niveauabfall! Man sollte es nicht für möglich halten,
dass Filmen wie "The Halfway House" hierzulande die Möglichkeiten
gegeben sind, einen DVD Release zu erhalten, während so manch andere
potentielle Kultfilme jahrelang auf eine Veröffentlichung hoffen müssen.
Zwar ist "The Halfway House", der im Jahr 2004 entstand, mit etwas
Verspätung bei uns angekommen, dennoch lässt ein genauerer Blick auf das
Werk die Frage aufkommen, wer sich sowas denn eigentlich kaufen soll.
Otto-Normal-Horrorfans werden mit diesem Werk jedenfalls ihr blaues Wunder
erleben, handelt es sich hierbei doch um handfesten Trash, den aufzunehmen
nicht jeder in der Lage ist. Wer sich am hohlen Stumpfsinn allerdings
erfreuen kann, bekommt hiermit endlich mal wieder hochgradig unterhaltsames
Videothekenfutter. Perverse Geistliche, Lesben-Spanking und
Lovecraft-Monster im Keller, dies sind hier die Zutaten für gut 90 Minuten
blanken Wahnsinn.
An dieser Stelle sei
es noch ein zweites und zugleich letztes Mal erwähnt: "The Halfway
House" ist billigstes Trashkino ohne den Hauch von Anspruch, wer dafür
nichts übrig hat, sollte das Werk meiden wie der Teufel das Weihwasser.
Für aufgeschlossene, Trash liebende B-Movie-Nerds dürfte der Film dafür
eine wirklich positive Überraschung darstellen. Hierbei handelt es sich um
eines dieser Werke, das man im ersten Moment ganz klar in den 70ern oder
80ern ansiedeln würde, dem man in der heutigen Zeit allerdings nur wenig
Chancen zurechnet. Um so erfreulicher, dass solche Filme,
die herrlich zur Verblödung der Menschheit beitragen, noch immer produziert
werden und damit mal wieder frische Luft ins Genre bringen.
Selbstverständlich
hat das Ganze nur wenig bis überhaupt nichts mit Horror im eigentlichen
Sinn zu tun, auch wenn die Freigabe ab 18 Jahren und das deutsche
Verleihcover anderes vermuten lassen. Doch das Gegenteil ist der Fall.
Gruseln wird sich der verärgerte Käufer hier bestenfalls anhand der
amateurhaften Inszenierung, den katastrophalen Schauspielerleistungen und
der Nichtexistenz eines vernünftigen Plots. Einen solchen braucht "The
Halfway House" allerdings auch nicht, stattdessen hangelt sich Kenneth
J. Hall's vierte Regiearbeit munter von einer Genre-Ehrdarbietung zur
nächsten und scheint dabei vor allem vom "Women in Prison"-Genre
schwer angetan gewesen zu sein. Eine selbstzweckhafte Sex- oder Nacktszene
reiht sich hier an die andere, völlig grundlos bekommt man lesbische
Fistingspielchen und erniedrigende Bestrafungsriten zu sehen, alles im
Rahmen des Nicht-Pornographischen, versteht sich.
Tits & Ass
zuhauf weist "The Halfway House" also durchaus auf, allerdings
fehlt es ihm an der typischen Atmosphäre seiner Vorbilder. Den
WiP-Charakter nimmt man dem Streifen zu keinem Zeitpunkt ab, dafür ist das
Gezeigte dann einfach zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Wirkliche
Torturen bleiben den Damen zudem auch erspart, der einzige Fokus richtet
sich auf möglichst viel nackte Haut. Dass dabei auch ein gewisser
Blutanteil nicht vergessen werden darf, versteht sich von selbst. Hier kann
allerdings selbst bei Enthauptungen und diversen Entweidungen nicht von
ernstzunehmender Gewalt gesprochen werden, die Effekte dienen einzig der Unterhaltung und sind zudem lange nicht so zahlreich, als dass sie "The Halfway
House" als Splatterfilm durchbringen würden.
Was wir hier haben,
ist im Grunde Müll, der letzte, filmische Abfall. Erstaunlicherweise macht
das Werk dennoch unverschämt Spaß und unterhält durch unglaublich blöde
Dialoge ebenso, wie durch die bewusst kostengünstig geratene Inszenierung.
Das Monster, das im Keller lauert und regelmäßig Mädchen verschlingt,
sieht einfach nur herrlich peinlich aus mit seinen vielen
Gummi-Tentakelarmen, während das Fehlen einer vernünftigen Story
letztendlich nur dafür sorgt, dass man sich von Sexszene zu Sexzene, von
grenzdebilem Moment zum nächsten hangelt. Ja, meine Herren, so machen Filme
Spaß.
"The Halfway
House" macht so ziemlich jeden Fehler, den ein seriöser Film nur
begehen kann, kommt mit der dämlichsten Story seit Menschengedenken daher
und versucht außerdem, fehlende, inhaltliche Qualitäten mit einer Vielzahl
prinzipiell unnötiger Sexszenen wieder wett zu machen. Und genau so mag
dies der Trash-Fan auch. "The Halfway House" ist eine kuriose,
dilettantische Anhäufung inszenatorischen Durchfalls, bei der objektiv
betrachtet wohl von einem der miesesten Filme aller Zeiten gesprochen werden
darf. Wer dafür etwas für (gute) schlechte Streifen übrig hat, wird hier
vollends auf seine Kosten kommen. Auch, wenn "The Halfway House"
nicht pausenlos amüsiert, so sollte man ihm dank seiner in Vielzahl
vorhandenen, schrillen Ideen doch zumindest mal eine Chance geben. |