|
Die junge Schauspielschülerin
Virginia ist eine passionierte Leserin und vor kurzen auf einen ganz
besonderen Autoren gestoßen. Ein Buch von Malcolm Brand hat sie so
fasziniert, dass sie sich auf die Suche nach einem weiteren Roman des
Horrorautors macht. Nach einer erfolglosen Suche ist sie erstaunt, das der
Schmöker plötzlich bei ihr auftaucht, es scheint so, als wäre dies von
Geisterhand geschehen. Sie kümmert sich aber nicht weiter um diesen
mysteriösen Umstand und macht sich sofort daran, den 30 Jahre alten
Schinken zu lesen.
Die Geschichte handelt von einem Psychopathen, der sich wegen einer
verschmähten Liebe das Gesicht entstellt. Er schneite sich Nase, Ohren,
Lippen und die Haare ab um seine Gelibete zu beeindrucken. Virginia kommt
kaum von dem Buch ab und wundert sich nicht schlecht, als sie von der
Geschichte Alpträume bekommt. Die Alpträume machen ihr zwar große Angst,
doch schon bald sollen sie in den Hintergrund geraten.
Die Hauptperson taucht nämlich plötzlich in ihrer Realität auf und ist
offensichtlich in sie verliebt. Um ihr zu gefallen mordet der Psychopath und
entnimmt sich von jedem Opfer ein Gesichtsteil, dass er in seins einfügt... |
|
„Hardcover“ ist kein Film,
der sonderlich bekannt geworden ist, der es aber versteht zu unterhalten.
Wir bekommen die Story von einer jungen Frau erzählt, die durch das Lesen
des Buches „I, Madman“ einen Dämon weckt, der es anschließend auf sie
abgesehen hat. Hierbei bleibt zwar die ein oder andere Frage offen, wie zum
Beispiel warum er sich der Dämon in das Mädchen verliebt, dass ist aber
nicht ganz so wild, da keine allzu großen Wissenslücken entstehen.
Wichtig ist, dass der Film mit einem netten Spannungsbogen ausgestattet ist,
der zwar nicht übermäßig gespannt ist, aber immerhin über die gesamte
Spiellänge für ein beklemmendes Gefühl sorgt. Die Protagonistin ist stets
der Gefahr ausgesetzt und sie weiß, dass sie am Ende ihr Leben lassen muss,
wenn es keinem gelingt den dämonischen Mörder unschädlich zu machen.
Neben der Spannung gibt es eine dichte und düstere Atmosphäre, die ein
wenig an den Streifen „Darkman“ erinnert.
Auch maskentechnisch bekommt man einiges geboten, auch wenn die Darstellung
des Gesichtlosen etwas einfallslos ist. Man sieht ihn nämlich immer nur
soweit verhüllt, wie Gesichtsteile fehlen. Nach und nach präsentiert er
dann aber die geraubten Teile im eigenen Gesicht, was Freunden des
Ekelhorrors sicherlich gefallen wird. Splatterszenen gibt es nicht wirklich,
denn hier und da wird mal etwas angedeutet. Man bekommt zum Beispiel in
einer Szene zu sehen, wie der Täter auf dem Opfer sitzt und irgendetwas
macht und dann sieht man plötzlich, wie er den abgetrennten Kopf in die
Höhe hält. Ich denke das solche Szenen ein FSK 16 rechtfertigen, mehr aber
auch nicht. Die deutsche FSK 16 Fassung von VPS ist im übrigen
ungeschnitten, was ja für Horrorfilme aus dieser Zeit nicht unbedingt die
Regel ist.
Schauspieltechnisch gibt es nicht viel zu sehen, es wird den Protagonisten
allerdings auch nicht allzu viel abverlangt. Jenny Wright, die die Rolle der
Virginia spielt, macht ihre Arbeit ganz ordentlich, wenn sie in der ein oder
anderen Szene auch mal etwas zum Überspielen neigt. Wie es zudem zu
erwarten ist, braucht man in „Hardcover“ auch nicht auf dümmliche
Dialoge verzichten, die wohl nur im Drehbuch standen, um nahe an die
Laufzeit von 90 Minuten zu kommen. Aber damit kann man ohne weiteres Leben,
denn insgesamt gesehen ist „Hardcover“ ein solider Horrorstreifen, der
sich ein bisschen von der Mittelmäßigkeit absetzt – allerdings wirklich
nur ein bisschen. |