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Marybeth ist die einzige
Person, die das grausame Geschehen in den Sümpfen überlebt hat.
Eine Reisegruppe war damals in das Feuchtgebiet eingedrungen, um
etwas ganz Besonderes zu erleben. Haben sie dann auch, bloß hat
es kaum jemand überlebt.
Nun will die junge Frau noch mal in den Sumpf zurück, da sie noch
eine Rechnung offen hat. Diesmal ist sie noch besser vorbereitet
als beim letzten Ausflug. Mit einer Kampftruppe und bis unter die
Zähne bewaffnet macht sie sich auf den Weg, um die Legende Victor
Crowley zu stellen. Aber es treibt sie nicht nur die Rache, sie
hat viel tiefsinnigere Absichten… |
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Irgendwie war es ja klar, dass
auf „Hatchet“ „Hatchet 2“ folgen musste. Der Showdown
wurde in Teil 1 nicht finalisiert. Mitten im Kampf brach das
Geschehen ab. Der Zuschauer wurde einerseits unbefriedigt zurückgelassen,
andererseits gab es aber während der Betrachtung genügend
Befriedigung, dass man das abrupte Ende verkraften konnte. Und
hier ist er dann also. Der von vielen sehnsüchtig erwartete
Nachfolger des Splatter-Reißers und Überraschungserfolges: „Hatchet
2“
Dass sich Nachfolgeteile in der Regel schwer tun, ist hinlänglich
bekannt. Aber da sich „Hatchet“ eh nicht ernstgenommen hat und
mit seiner Anlehnung an „Freitag der 13.“, der ja auch gute
Fortsetzungen hervorgebracht hat, in eine bestimmten Richtung
eingenordet hat, darf man vor der Betrachtung durchaus gespannt
sein, ob Adam Green („Hatchet“, „Frozen – Eiskalter
Abgrund“) das Niveau hoch halten kann.
Die ursprüngliche Geschichte war ja schon nicht gerade abendfüllend
und eigentlich nur Beiwerk zur Schlachtplatte. Hier hat man dann
noch mal einen Gang zurückfahren müssen. Dem Gore-Fan kann dies
eigentlich völlig egal sein, da die andere Zutat in der
Horror-Suppe weiterhin vertreten ist und das Filmwerk gewohnt gut
würzt. Nur bietet sich hier ein kleines Problem. Die Betrachter
der deutschen DVD-Veröffentlichung müssen auf drei Minuten
Filmmaterial verzichten. Filmmaterial, welches es offensichtlich
in sich hat. Denn man bekommt schon den ein oder anderen Einblick
in die Machenschaften der FX-Künstler. Blutig, brutal und gut
gemacht. Zumindest das, was zu sehen ist. Man merkt aber auch
deutliche Schnitte, die einem suggerieren, dass es hier
normalerweise noch viel weiter geht.
Dennoch bleibt dem geneigten Betrachter genug Grund, sich die übertriebene
Splatter-Hommage anzusehen. Es dauert aber nicht unwesentlich
lange, bis man das zu sehen bekommt, was einem dann größtenteils
vorenthalten wird. Wenn die Gruppe sich dann aber durch die Sümpfe
schlägt und man erfährt, worum es diesmal geht, macht es Spaß
dem Treiben zu folgen.
Spaß ist dabei ein gewichtiger Faktor für das Gelingen des
Streifens. Situationskomik gibt es einige Male. Und auch sonstige
Lacher sind vertreten. Für gute Unterhaltung ist also gesorgt.
Neben dem Spaß gibt es auch etwas für Horror-Experten zu sehen.
Kane Hodder („Freitag der 13.“) ist ebenso zu sehen wie
Tony Todd („Candyman“) und Danielle Harris („Halloween
4“). Regisseur Tom Holland („Fright Night -
Die rabenschwarze Nacht“) gibt sich ebenfalls die Ehre, wie auch
seine Kollegen Mike Mendez („Convent - Biss in alle Ewigkeit“)
und Troma-Urgestein Lloyd Kaufman („Atomic Hero“) Die große
Schauspielkunst bekommt man dabei natürlich nicht geboten. Aber
wofür auch?
Unterm Strich bleibt deutlich mehr Positives als Negatives hängen.
Und das, obwohl die Beschneidung schwergewichtig ist. Die
vorhandenen Effekte sind gut, der Film lustig und ein paar Mal
spannend sowie ausreichend atmosphärisch. Zudem lohnt es sich,
beide Teile als Double-Feature reinzuziehen, weil sie quasi
nahtlos ineinander übergehen.
Ob man dann noch zwingend einen dritten Teil braucht ist fraglich.
Denn das Original war schon klar besser als sein Nachfolger. Und
daran zu glauben, dass man aus der dünnen Story noch etwas
richtig Gutes rausholt, fällt schwer. |