|
Der Familie des kleinen Fool,
geht es schlecht. Die Mutter leidet an Krebs, dass Geld ist knapp und zudem
wollen die Vermieter sie auf die Strasse setzen. Da bleibt dem Jungen nur
eine Möglichkeit und zwar einen alten Schatz finden, der sich im Haus der
Vermieter befinden soll. Sein erwachsener Kumpel Leroy und dessen Freund
haben ihm davon erzählt und schon wenig später stehen sie im, zuvor
observierten, Haus.
Im Haus läuft allerdings nicht alles nach Plan. Leroys Kumpel stirbt vor
Schrecken, da er wohl irgendetwas beängstigendes gesehen hat und Fool sowie
Leroy machen Bekanntschaft mit einem Kampfhund und sind alsbald in dem
mysteriösen Haus gefangen. Es verfügt über eine Hochsicherheitsanlage,
die Türen sind aus Stahl und die Fenster aus Panzerglas. Nun müssen die
beiden versuchen, dass beste aus ihrer Lage zu machen, was sich nicht gerade
als sonderlich einfach herausstellt, da es hier wohl mehr Menschen, oder
zumindest menschenähnliche Wesen gibt, als die beiden Erwachsenen und ihre
Tochter.
Nach dem sie Fool und Leroy etwas orientieren konnten, kommen „Mom“ und
„Dad“ nach hause. Als die beiden die Einbrecher bemerken greift „Dad“
zur Waffe und erschießt Leroy. Fool flüchtet daraufhin kopflos durch das
Haus und macht bald Bekanntschaft mit denen, die unter der Treppe wohnen... |
|
1991 lieferte Kultregisseur
Wes Craven („Nightmare on Elm Street“, „Scream“, „Mondo Brutale“...)
einen Film ab, der nicht sonderlich erfolgreich lief, was allerdings nicht
an seiner Qualität liegt. „Das Haus der Vergessenen“ ist nämlich ein
1a Horrorschocker, der alles besitzt, was gute Horrorfilme auszeichnet.
Allem voran natürlich eine Story, die recht realistisch, spannend und
fesselnd ist. Es beginnt alles relativ normal, mit einem kleinen schwarzen
Jungen, den die alltäglichen Probleme im Ghetto plagen. Um die Situation zu
bereinigen beschließt er mit zwei Erwachsenen, auf eine etwas bizarre
Schatzsuche zu gehen, die alles andere als normal verläuft.
Sicherlich kann die Geschichte nicht sonderlich ernst genommen werden, da
eine Schatzsuche in der Stadt nicht gerade alltäglich ist, aber trotzdem
wirkt sie authentisch und im Verlauf auch sehr beängstigend. Fool macht
nämlich ganz besondere Bekanntschaften, mit Leuten, die unter dem
vermeintlichen Ehepaar leiden mussten. In Wahrheit sind „Mom“ und „Dad“
nämlich Geschwister und ihre Tochter kommt daher, wo die Leute unter der
Treppe auch herkommen. Aber an dieser Stelle wird natürlich nicht zuviel
verraten, denn „Das Haus der Vergessenen“ ist ein wirklich sehenswerter
Film, der nicht nur Freunden des Horrorfilms gefallen wird.
Der Grund hierfür liegt sicherlich an dem erstklassigen Spannungsbogen, der
von einer perfekten Atmosphäre unterstützt wird. Die meisten Szenen
spielen in dunklen Bereichen des Hauses und sind mit erstklassigen
Schockeffekten ausgestattet, die sowohl optischer als auch akustischer Natur
sind. Zudem wurden diese Sequenzen gut in Szene gesetzt, mit erstklassigen
Kulissen versehen und sie wurden einwandfrei von der Kamera festgehalten.
Viel Blut gibt es trotz des FSK 18 nicht zusehen, wenngleich es zu einer
kleinen Entweidung kommt, dafür sorgen einige Szenen aber dafür, dass das
Blut der Betrachter in deren Adern gefriert. Die 18er von CIC ist
glücklicherweise uncut, es gibt aber noch eine 16er vom selben Label, die
logischerweise weniger empfehlenswert ist.
Besonders auffällig in „Das Haus der Vergessenen“ sind die guten
Charaktere, die mal nicht, wie in diesem Genre so üblich, blass wirken. Das
„Ehepaar“ ist sehr abgedreht und wird glänzend gespielt, der kleine
Fool ist ein netter Junge zum Liebhaben und Leroy, dessen Auftritt
natürlich etwas zu kurz kommt, ist der typische Gangster, der aber einen
guten Charakter hat.
Insgesamt kann man sagen, dass es sich bei „Das Haus der Vergessenen“ um
einen einwandfreien Horrorschocker handelt, der sich nicht ernst nimmt, aber
trotzdem versteht den Zuschauern Angst einzujagen. Es ist schon schade, dass
der Film relativ unbekannt ist, aber sehenswert ist er allemal. |