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Sechs Studenten erhalten die Möglichkeit,
an einem Bewerbungs-Seminar einer Headhunter-Firma teilzunehmen.
Dieses findet in den osteuropäischen Wäldern statt. Die
Studenten lernen sich beim Marsch zur Destination kennen. Als sie
das Lager erreichen staunen sie nicht schlecht. Irgendjemand hat
die Zelt-Ansammlung zerstört, die ihnen als Unterkunft dienen
soll. Dies ist kein gutes Zeichen, aber nichts im Vergleich dazu,
was noch folgen soll… |
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Sebastian Panneck machte sich
1992 einen Namen, als er „Urban Scumbags vs. Countryside
Zombies“ auf den Markt brachte. Gerade zu jener Zeit, als
Ittenbachs „Burning Moon“ erschien und die Amateur-Freunde
gierig nach neuem Material lechzten. 18 Jahre dauerte es dann, bis
Panneck seinen zweiten Film in den Kasten gebracht hat.
„Headhunter: The Assessment Weekend“ heiß er, ein Werk, was
auf den ersten Blick ein wenig an „Severance“ erinnert. In der
ruhigen ersten halben Stunde bekommt man einige Informationen präsentiert,
die ein bisschen an den genannten Film von Christopher Smith
erinnern. Einige Leute, die schon wie Arbeitskollegen wirken,
streunen durch Wälder und Fluren, um zum Zielort des
Survival-Aufenthalts zu gelangen. Es wird viel gequatscht und
dabei versucht, eine intensive Charakterisierung durchzuführen.
Was leider nicht unbedingt interessant ist und auch die Absichten
der Verantwortlichen nicht gut umsetzten kann. Denn man merkt
schnell, dass der Film besonders an einem leidet: Den Darstellern.
Die sind durch die Bank grausam zu betrachten. Hinzu kommt, dass
die Synchronisation nicht sonderlich passend ist. Der Film stammt
zwar offiziell aus Deutschland, wurde aber in Englisch
aufgenommen.
Zu Beginn hat man noch den Eindruck, als würde professionell
gearbeitet. Immerhin hat Regisseur Panneck ja 18 Lehrjahre hinter
sich und in dieser Zeit hat er sicherlich den einen oder anderen
Film betrachtet. Der Vorspann sieht auf jeden Fall genial aus.
Auch der Beginn des Films lässt hoffen. Technisch gut eingebracht
ist auch die Anfangsszene, wo die Notenbesten für das Seminar
ausgewählt werden. Doch da wird einem bereits klar, dass der Film
mit seinen Darstellern zu kämpfen hat.
Und das hat er. Je intensiver das Geschehen wird, desto mehr gehen
einem die Protagonisten auf den Zwirn. Da auch keine wirklich
interessante Story hinter dem Ganzen zu stecken scheint, zieht
sich das Geschehen ein wenig wie Kaugummi. Dialog folgt auf
Dialog. Spannung ist kaum vorhanden. Ganze 60 Minuten muss man
dann aushalten, bis dem Horror-Fan Bilder geliefert werden, die
man gerne sehen möchte. Denn der Ausflug wird glücklicherweise
doch noch „Ein blutiger Betriebsausflug“. Wie bei „Severance“
eben.
Es kommt zu einigen Splatterszenen, die zwar technisch nicht die
allerbesten sind, aber glücklicherweise eine Menge Schwung in den
Streifen bringen. Man langweilt sich nicht mehr und regt sich auch
nicht mehr so über die grenzwertigen Darstellungskünste auf. Man
fragt sich bloß, warum man seitens der Macher nicht eher auf
Spezialeffekte gesetzt hat. Die zähe erste Stunde hätte man
locker in interessanteren 15 Minuten wiedergeben können.
Somit ist es logisch, dass „Headhunter: The Assessment
Weekend“ keine gute Bewertung bekommen kann. Er hat einfach zu
viele Schwächen, die einem beim Gucken keinerlei Freude bereiten.
Allen voran natürlich die Darsteller. Eventuell haben diese noch
einen Chance einen Preis für die schlechteste Gesamtdarstellung
in einem Film abzuräumen. Verdient hätten sie ihn... |