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„Deine Seele werden wir zerschmettern!!!!!“
Mit „Hellbound – Hellraiser II“ ist Tony
Randel (C2 – Killerinsect) ein besonderes Phänomen gelungen: Selten genug
kann eine Fortsetzung eines ohnehin schon genialen Films die Qualität des
Originals erreichen geschweige denn toppen. Das Sequel zu „Hellraiser –
Das Tor zur Hölle“ (GB 1986) schließt nahtlos an seinen Vorgänger an,
so dass es, trotz einer kurzen Zusammenfassung der Ereignisse zu Beginn des
Films, angeraten sei, sich diesen im Vorfeld anzusehen.
Basierend auf den Charakteren und abgedreht
kranken Einfällen von Clive Barker (nicht auszumalen, was der machen
würde, wenn er seine Phantasien nicht durchs Schreiben ausleben könnte...)
wird der Zuschauer hier in die sadomasochistische Welt der Cenobiten
entführt. Bereits im ersten Teil auftretende Momente werden aufgegriffen
und intensiviert (z.B. die „Geburt“ von Pinhead).
Die knapp 94 Minuten bieten eine intensive
Vernetzung von Spannung, Atmosphäre die ihresgleichen sucht. Untermalt wird
das ganze von dem schon im ersten Teil bewährten, bombastisch monumentalen
Soundtrack von Christopher Young.
Die stellenweise ultrablutigen Effekte sind
perfekt von Image Animation (die sich ja auch für Clive Barker’ s „Cabal
– Die Brut der Nacht“ verantwortlich zeigen) in Szene gesetzt und wirken
als Teil der Handlung zu keiner Zeit selbstzweckhaft. Vielleicht hätte das
jemand auch mal der FSK deutlich machen sollen, die es sich mal wieder nicht
nehmen lies, das Seelenheil des erwachsenen Horrorfans zu erretten, indem
sie ihm einfach mal 9 Minuten des Films vorenthält. Das ist jedoch noch gar
nichts im Vergleich zu der ca. 75 (!) minütigen Frechheit, die sich Pro7
des öfteren erdreistet, im Fernsehen zu zeigen: Ein Freudenfest für alle
Masochisten!!!
Fazit: Der Film kann ohne weiteres zu den zehn
Klassikern des modernen Splatterfilm gezählt werden, die man mit auf eine
einsame Insel nehmen würde.
Hier
gilt allerdings: Uncut oder gar nicht. |