|
Nach den Ereignissen aus Teil
1 ist Kirsty am Ende und wacht in einer Psychiatrischen Klinik auf. Der
leitende Arzt Dr. Chennard ist sehr an ihrem Fall interessiert. Kaum jemand
glaubt Kirsty die schrecklichen Geschehnisse, von denen sie berichtet, alle
halten sie für verrückt. Allerdings weiß auch niemand, dass Dr. Chennard
bereits seit Jahren dem Würfel auf der Spur ist und die ganze Geschichte
von Kirsty somit äußerst interessiert beobachtet. Als in dem Haus von
Kirstys Vater eine Matratze mit einem riesigen Blutfleck in der Mitte
gefunden wird, lässt Dr. Chennard sie zu sich nach Hause bringen. Auf
besagter Matratze wurde damals Julia (Kirsty´s Stiefmutter) auseinander
genommen und es heißt, dass durch diese Matratze Julia möglicherweise
wieder zurückkommen könnte. Folglich nimmt Dr. Chennard eines Tages einen
Verrückten aus der geschlossenen Abteilung mit zu sich nach Hause, gibt ihm
ein Skalpell in die Hand und bittet ihn sich auf die Matratze zu setzen. Als
der Verrückte beginnt sich selbst mit dem Messer überall zu schneiden und
das erste Blut die Matratze berührt, kommt plötzlich eine blutige Gestalt
aus der Matratze hervor – Julia. Dr. Chennard hilft Julia zunächst dabei,
dass sie wieder normal aussieht und bringt ihr dafür einige Verrückte aus
dem Krankenhaus mit, die Julia dann förmlich aussaugt, um wieder ein
normales Aussehen zu bekommen.
In der Psychiatrie hat Kirsty derweilen einen sehr realen Traum. Sie träumt
davon, dass ihr Vater ihr Nachrichten aus der Hölle zukommen lässt und
dass er dringend Hilfe braucht.
Ein Mitarbeiter aus dem Krankenhaus hat die „Auferstehung“ Julias jedoch
heimlich beobachtet und er versucht somit Kirsty zu helfen, da zumindest er
ihr nun glaubt. Die beiden wollen nun in Dr. Chennings Haus den Würfel
stehlen, um noch schlimmeres zu vereiteln. Jedoch kommen sie bereits zu
spät. Denn als erstes wird Kirstys neuer Freund von Julia umgebracht und
Kirsty wird überwältigt. Als Dr. Chennard eintrifft, hat er wieder eine
Patientin aus der Klinik dabei. Ein junges Mädchen namens Tiffany, das die
seltsame Gabe besitzt, dass sie alle Rätsel lösen kann. Tiffany spricht
jedoch niemals ein Wort und so setzt sie sich in einen großen Raum und
beginnt mit Hilfe des Würfels das Tor zur Hölle zu öffnen... |
|
Es gibt einfach Filme die sind
so dermaßen genial, dass es schwierig ist sie in Worte zu fassen, um einen
würdigen Bericht darüber zu schreiben. Zu diesen Filmen zähle ich die
gesamte Hellraiser- Reihe (ja, ich fand ALLE Teile gut). Da ich nun vor
kurzem das Glück hatte, endlich in den Genuss des 2. Teiles uncut zu
kommen, wird nun auch endlich ein Bericht hierzu fällig. Bereits als ich
vor Jahren mal Teil 2 im Fernsehen gesehen habe (wurde damals auf Tele 5
ausgestrahlt) fand ich bereits die Story klasse und das obwohl manche
Geschehnisse etwas unlogisch wirkten (leider werden im Fernsehen ja immer
alle schönen Szenen, egal ob für den Handlungsstrang wichtig oder nicht,
geschnitten sobald da etwas mehr Blut zu sehen ist). Der Unterschied
zwischen der damaligen Fernsehfassung (ich habe sie noch immer irgendwo in
meinem Videoschrank rumfliegen) und der uncut- Fassung besteht aus fast 20
Minuten Länge.
Hellbound Hellraiser knüpft direkt an den 1. Teil an und beginnt da, wo
dieser endet. Dennoch ist es nicht nötig, dass man den 1. Teil unbedingt
gesehen haben muß, ehe man sich den 2. anschaut. Im Laufe des Films werden
immer wieder die relevanten Szenen aus Teil 1 in einer Rückblende gezeigt.
Wer jedoch auf Horrorfilme mit genialer Story steht, wird ohnehin nicht drum
herum kommen sich die gesamte Reihe anzuschauen (und zwar uncut versteht
sich!).
Die Atmosphäre in Hellraiser 2 ist fantastisch und bedrohlich zugleich.
Teilweise spielt der Film in einer Irrenanstalt und auch in der Hölle
selbst. Die Irrenanstalt besteht dabei aus mehreren Stockwerken, wobei die
ersten noch wie ein gewöhnliches Krankenhaus aussehen und je tiefer man in
das Gebäude eindringt und man näher zur geschlossenen Abteilung kommt,
desto düsterer wird es. Lecke Heizungsrohre, schmutzige Flure und dazu jede
Menge Geschrei von den Insassen lassen einem da durchaus einen kalten
Schauder über den Rücken jagen. Die Hölle selbst ist ebenfalls sehr gut
dargestellt. Wie ein riesiges düsteres Labyrinth, hinter jedem Gang, hinter
jeder Tür, überall warten neue Dinge auf einen, denn für jeden sieht die
Hölle anders aus. Über diesem riesigen Labyrinth schwebt ein seltsames
Gebildes, welches Leviathan (einen der 7 Dämonenfürsten, der die
Menschheit versucht zur Todsünde zu bekehren) verkörpert. Die Atmosphäre
die dieser Film versprüht ist einfach einzigartig und dem Regisseur sehr
gut gelungen!!!
Die Darsteller sind ebenfalls sehr gut gewählt. Kirsty wird wieder von
Ashley Laurence gespielt, die bereits im ersten Teil zu überzeugen wusste
und die sich auch hier wieder als perfekte Wahl entpuppt. Auch Dr. Chennard
(gespielt von Kenneth Cranham) ist sehr gut gewählt, man kauft ihm den
verrückten Wissenschaftler, der so sehr nach Wissen strebt sehr gut ab.
Sein Satz:“ Der Doktor ist da.“ Ehe er alles nieder metzelt fand ich
recht spaßig. Allerdings allen voran geht natürlich Kultfigur Pinhead!!!
Doug Bradley der sich mit der Verkörperung des Pinhead einen Stammsitz in
den gleichen Reihen wie Jason, Freddy Krüger usw. erschuf ist mal wieder
genial! Leider taucht er wieder nur in wenigen Szenen auf, jedoch schon weit
öfters als im ersten Teil. Gegen Ende des Films bekommt man sogar durchaus
den Verdacht, dass Pinhead zu den guten gehört und man empfindet durchaus
Mitleid mit ihm und den Cenobiten (die Wächter der Hölle), aber zum Glück
gibt’s ja noch mehr Hellraiserteile.
Kommen wir mal zu den Effekten. Der Film stammt von 1988 und die Effekte
sind einfach sehr gut gelungen. Man sollte allerdings schon einiges an Blut
vertragen können, wenn man sich den Film anschauen will. Es wird z.B. an
einem offenen Gehirn operiert und ein paar Leute werden zerfetzt (näher
gehe ich jetzt hier nicht darauf ein, vielleicht mach ich noch eine uncut-
Fassung von meinem Bericht fertig und setze diese dann auf die Horror-Page).
Das einzigste was ich eher spaßig als schrecklich fand, war jedoch Dr.
Chennard nach seiner Verwandlung zum Cenobiten. Alles in allem war die Figur
ja nicht schlecht gemacht. Lediglich diese Dinger, die da aus seinen
Handflächen kamen, fand ich irgendwie ein bisschen lächerlich. Das ist
auch schon der einzigste Kritikpunkt, den ich an dem ganzen Film habe und
den finde ich nicht besonders schlimm. Der Film ist ansonsten so gut, dass
es dieses wieder weg macht!
^v^ FAZIT: ^v^
Ich empfehle den Film allen Horror-/Fantasy- und Splatterfans. Sofern sie
ihn nicht sowieso schon längst kennen, da der Film einfach absoluter Kult
in diesem Genre ist. Eine solch gute Story gepaart mit einzigartiger
Umsetzung und einigen sehr appetitlichen Splatterszenen ist einfach ein
MUSS!!! Die Grundidee zu Hellraiser stammt übrigens von Clive Barker, der
bei Teil 1 auch Regie führte. |