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Das frisch verheiratete Ehepaar Clara und
Mario wollen einen weiteren Schritt in ihrer Zweisamkeit wagen und eine neue
Wohnung beziehen. Diese muss allerdings erst gefunden werden. Doch
glücklicherweise findet Mario eine Anzeige in seinem Briefkasten, die eine
günstige Wohnung ausschreibt. Gemeinsam fahren die Beiden an das andere
Ende der Stadt, um sich die Wohnung genauer anzugucken.
Der erste, äußere Eindruck ist nicht sehr
gut, da das Haus mit der Mietwohnung in einem weniger vertrauenserweckendem
Viertel liegt. Auch das Haus selber scheint eher ein Gemäuer zu sein –
innen als auch außen. Sie wollen eigentlich gar nicht, lassen sich aber von
der redebegabten Besitzern überreden, sich die Wohnung anzugucken. Diese
versucht dann alles, um das Ehepaar zu überzeugen, doch ein Erfolg stellt
sich nicht ein.
Aber
die Dame hat schlagfeste Argumente: Die Wohnung ist bereits mit
persönlichen Gegenständen der Eheleute eingerichtet und Mario bekommt als
Begrüßungsgeschenk eine blutige Abreibung mit einer Bratpfanne. Ab nun
sind Clara und Mario Gefangene und Teil eines bizarren
Wiederbewohnungs-Projekts... |
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Jaume
Balagueró („Darkness",
„Nameless", „Fragile“), hat
wieder mal zugeschlagen. Und das in gewohnt hoher Qualität. Er liefert mit
„Hell’s Resident“ einen Beitrag zur „The Horror Anthology“ bei,
der von vorne bis hinten überzeugen kann und alle Vorteile eines
Episodenfilms aus einer Horror-Reihe mit sich bringt.
Die
Story ist einfach gestrickt, doch Jaume Balagueró versteht es mal wieder an
die Grenzen des machbaren zu gehen. Eine verstörende Stimmung, Spannung
nonstop, sensationell eingefangene Bilder und solide Schockeffekte sorgen
beim Betrachter dafür, dass die 66 Minuten Spielzeit wie im Nu vergehen.
Zudem ist die Story nett zu verfolgen. Zu Beginn ist die Welt des Ehepaars
in Ordnung. Sie scheinen auf dem Höhepunkt ihres Glücks angelangt, was
aber wenig später im brutalen Chaos einer unfreiwilligen Gefangenschaft
endet. Das Ziel der Beiden aus dieser Situation lautet natürlich: Flucht.
Doch diese erscheint unmöglich. Beim Beobachten dieser Situationen werden
unweigerlich Erinnerungen an „Hotel zur Hölle“ und „Das Haus der
Vergessenen“ wach. Die Thematik ist in „Hell’s Resident“ zwar nicht
unbedingt gleich, doch die Stimmung die der Film vermittelt ist
ähnlich.
„Hell’s
Resident“ bietet Spannung pur. Es gibt nach der Einführung in die
Geschichte kaum Momente, die den Betrachter nicht an seinen Fingernägeln
kauen lässt, falls solch eine Neigung vorhanden ist. Für Schockmomente und
blutige Szenen wurde auch gesorgt und immer wieder kommt es zu skurrilen
Einlagen, die, ohne Frage, eine besondere Stärke von Jaume Balagueró sind.
Balagueró streut handlungstechnische Wendungen ein, die das Ende
unvorhersehbar machen. Wenn es dann zum Schluss kommt, wird einem eine
weitere Stärke von Balagueró geboten...
Die Darstellerin Macarena Gomez und Nuria
Gonzalez spielen sich sehr anschaulich in den Vordergrund der Geschichte und
wissen, wie ihre Kollegen, zu überzeugen. Nuria Gonzalez spielt die Rolle
der durchgeknallten Hausbesitzerin so glaubhaft, dass die Lust des
Betrachters, auf eine wohnliche Veränderung wohl nachhaltig gestört
bleiben dürfte. „Hell’s
Resident“ ist zwar blutig, allerdings nicht übermäßig brutal, was die
Freigabe ab 16 durchaus rechtfertigt.
Jaume
Balaguerós Beitrag zu dieser Horror-Reihe ist allemal sehenswert. Er ist
spannend, hat ein hohes Tempo und gute Darsteller. Lediglich der „horrortypische“
Showdown, ist etwas störend, da zu lang inszeniert. Der Rest ist aber erste
Sahne. |