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So und mehr wird nicht verraten. „High
Tension“, oder auch bekannt unter dem Namen „Haute Tension“ ist mal
wieder ein richtiger Horrorfilm, wie in guten alten Zeiten. Er ist extrem
spannend, sehr brutal und knochenernst, wie man es heutzutage eigentlich gar
nicht mehr zu sehen bekommt. Ich selber habe schon lange geglaubt, dass die
Zeit der harten Horrorfilme vorbei sind, denn heutzutage wird gerne schnell
weg geblendet, oder nur kurze Bilder von blutigen Szenen gezeigt. Dann aber
bekam ich „High Tension“ in die Hände, der mir zeigte, dass die Luft
noch immer nicht raus ist.
Von der Handlung her hört sich der Film
eigentlich nach einem typischen Slasherfilm wie „Freitag der 13.“ Oder
„Halloween“ an und zugegeben deutet anfangs auch alles drauf hin. Es
beginnt eigentlich wie so oft ganz harmlos, mal abgesehen von ein paar
Kleinigkeiten und es werden die einzelnen Charaktere eingeführt, allen
voran Marie und Alex. Aber schon nach 20 Minuten geht der Film los und kommt
auch schon voll in fahrt. Hier gibt es auch schon das erste Blutbad, weil
der Killer mal eben kurz die komplette Familie von Alex, inklusive dem
vielleicht gerade mal 8 jährigen Sohn, brutal niedermetzelt und Alex selber
in seinem Lieferwagen verschleppt. Die einzige von der der Killer nichts
weiß ist Marie, die sich in letzter Sekunde noch versteckt hat. Sie
versucht nun verzweifelt ihre Freundin zu retten.
Ab dem Punkt als der Killer das erste mal
auftaucht und den Vater ausschaltet beginnt auch gleichzeitig eine extreme
Spannung, da Marie ihre Freundin retten will, gleichzeitig aber verhindern
will, dass der Killer sie zu Gesicht bekommt. Und diese Spannung die da
aufgebaut wird ist wirklich enorm und hält wirklich den ganzen Film über
an, so dass man als Zuschauer nicht einmal die Zeit hat Luft zu holen. Der
Film macht seinem Namen alle Ehre, da er übersetzt „Hochspannung“
heißt.
Oft angeklagt wird das Ende, da dort der Film
auf einmal eine sehr überraschende Wende nimmt, mit der wohl keiner so
gerechnet hätte. Okay, den ein oder anderen Logikfehler mag es vielleicht
geben, aber im großen und ganzen fand ich die Auflösung eigentlich sehr
gelungen und ich meine man kann doch auch ruhig mal ein Auge zudrücken. Ich
fand es jedenfalls sehr interessant, selbst auch noch nach dem zweiten mal
anschauen.
Der eigentliche Grund aber, weshalb ich auf
den Film neugierig geworden bin ist die Gewalt. Wenn man sich im Internet
einmal die verschiedenen Kritiken durchließt merkt man das alle eines
gemein haben und zwar wird „High Tension“ überall als sehr brutaler
Film dargestellt. Ich hatte deshalb sogar schon etwas Angst, diesbezüglich
enttäuscht zu werden, da ich schon öfters überall gelesen habe wie brutal
ein Film angeblich sein soll, dieser sich dann aber als gar nicht mal so
schlimm herausstellte. Bei „High Tension“ stimmt es aber diesmal
wirklich und ich hab echt des öfteren gestaunt wie brutal die Morde sind.
Angefangen beim Vater, der ziemlich übel und
ungewöhnlich enthauptet wird. Richtig heftig muss aber die Mutter abtreten.
Der Killer schneidet ihr in Großaufnahme die Kehle durch, hält sie aber
aufrecht fest, so dass wir genau sehen können wie diese weiter atmet und
bei jedem Atemzug Blut aus der Wunde läuft. Aber noch nicht genug. Der
Killer schneidet ihr noch die Hand ab und lässt sie dann verbluten. Das
gorige Highlight ist aber die Szene am Ende im Auto, als der Killer einen
Mann mit einer Kreissäge attackiert und diesem deutlich in Bauch, Bein und
Arm sägt, so dass das Blut nur so spritzt. Diese Szene hat mich übrigens
stark an „Tanz der Teufel 2“ erinnert, gerade weil sich am Ende der
Szene das Bild rot vor Blut färbt. Es gibt noch einige Sachen mehr, aber
ich will ja nicht zuviel verraten.
Der Unterschied zu den gängigen Slashern aber
ist, dass bei „High Tension“ die ganzen Morde alle ziemlich ausführlich
gezeigt werden und der Killer richtig sadistisch und ohne Gnade vor geht.
Auch ist der Film die ganze Zeit über Bierernst und auch ohne jegliches
Augenzwinkern. Das war für die deutsche Filmzensur wahrscheinlich zuviel,
denn bei der Veröffentlichung hatte dieser Streifen nicht gerade Glück.
Trotz JK/SPIO Freigabe, die ein Film dann bekommt wenn der durch die FSK
Prüfung fällt, musste er um 67 Sekunden geschnitten werden. Mehr dazu aber
weiter unten. Die härte ist jedenfalls für einen neuen Horrorfilm, der
dazu noch ein Slasher ist, enorm und kommt in dieser Hinsicht sogar schon
fast an einen Film wie „Night of the Intruder“ ran. Ich hätte es
jedenfalls nicht für möglich gehalten, dass heutzutage noch mal so ein
Film zu sehen ist.
Erfreulich sind auch die schauspielerischen
Leistungen. Im Vordergrund steht ganz klar Marie, die ihre Sache wirklich
gut macht, vor allem in Kombination mit dem Ende. Auch Alex ist
überzeugend. Sie ist die meiste Zeit über zwar nur gefesselt und
geknebelt, man nimmt ihr ihre Angst aber ohne weiteres ab. Auf jeden Fall zu
erwähnen wäre auch noch der Killer, der wirklich so kalt und gnadenlos
daher komm, wie man es selten in einem Film gesehen hat. Ich möchte diesem
Schauspieler jedenfalls nur ungern Nachts im Wald begegnen ;-). Alle anderen
sind eigentlich unbedeutend und nur Kanonenfutter. Der Regisseur Alexandre
Aja brachte mit „High Tension“ seinen ersten richtigen Film und ich muss
sagen, dieser Mann hat es echt drauf. Denn abgesehen von den Splatterszenen,
ist der Film so verdammt spannend, dass Filme wie „Wrong Turn“, „Michael
Bay’s Texas Chainsaw Massaker“, oder auch „Das Haus der 1000 Leichen“
einpacken können!!! Ich stand jedenfalls den ganzen Film über unter
Hochspannung *g* und am Ende als der Abspann kam hätte ich am liebsten
geklatscht. Alexandre Aja werde ich jedenfalls ab sofort im Auge behalten
und wenn er weiter Filme dieser Art raus bringt kann Hollywood mit ihren
ganzen Horror Remakes endgültig einpacken.
Ich weiß nicht ob ich es schon erwähnt habe,
aber „High Tension“ kommt sogar aus unserem Nachbarsland
Frankreich.
!!!ACHTUNG, JETZT GUT AUFPASSEN UM EVENTUELLE
FEHLKÄUFE ZU VERMEIDEN!!!
Meine Meinung basiert auf der
ÖSTERREICHISCHEN DVD von McOne, welche, abgesehen von der Presse DVD, die
einzige ungekürzte deutsche Fassung darstellt. Die Bild und Tonqualität
ist so wie es sich für einen neuen Film gehört sehr gut, das Bild 2.35:1
und der Ton in Dolby Digital 5.1 . Als Sprachen kann man zwischen deutsch
und französisch wählen und auch englische oder deutsche Untertitel
einschalten. Extras gibt es aber leider keine, was aber bei diesem genialen
Film zu verschmerzen ist. Die Menüs sind übrigens sehr schön gemacht und
animiert. Da es sich um die österreichische DVD handelt hat diese
natürlich keine FSK Freigabe und ist ungeprüft. In den Läden findet ihr
die Scheibe logischerweise nicht, aber online schon.
Bei uns hingegen werden zwei verschiedene
Fassungen verkauft/verleiht, beide auch von McOne. Einmal die um 67 Sekunden
gekürzte JK/SPIO Fassung (Strafrechtlich unbedenklich), welche angeblich
auch noch sehr blutig sein soll und man nur als leicht gekürzt einstufen
kann. Die meiste Zeit der 67 Sekunden geht nämlich bei einer Szene drauf,
in der der Killer Marie mit dem Rasiermesser befummelt. Ich denke, wenn ihr
es nicht schafft die österreichische DVD aufzutreiben, seid ihr mit dieser
Fassung noch recht gut bedient. Vorsicht aber vor der FSK 18 (Keine
Jugendfreigabe) DVD! Diese ist nämlich stark geschnitten und zwar in allen
Szenen, was insgesamt ein bisschen über 2 Minuten ausmacht. Hört sich
vielleicht wenig an, ist aber sehr viel. Es gibt nämlich ziemlich wenige
richtige Splatterszenen im Film, diese aber haben es in sich. Lieber
Qualität statt Quantität ;-).
Ware Horrorfan aber sind letztendlich
natürlich nur mit der österreichischen uncut DVD zufrieden und diese wird
von mir letztendlich auch empfohlen ;-). Für mich kam jedenfalls nur diese
Version in Frage und nichts anderes.
Für mich der beste westliche Horrorfilm der
letzten Jahre! Sauspannend, knallhart, sehr blutig, halt wie in den guten
alten 80gern. Mehr davon!!!
Alexandre Aja hat mit „High Tension“
jedenfalls bewiesen, dass die Luft noch lang nicht draußen ist. Über das
Ende mag man sich vielleicht streiten, im großen und ganzen dürfte aber
jeder Horrorfan mit diesem Film zufrieden gestellt werden. Der Soundtrack
verdient übrigens auch noch ein Lob und bleibt auch noch nach dem Film
einige Zeit im Ohr.
Jeder der auf Slasherfilme steht wird seine
helle Freude bei dem Streifen haben, genauso die ganzen alten Horrorfans,
die schon dachten das die Zeiten vorbei sind. Auf meiner Skala bekommt er
jedenfalls 9 von 10.
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