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„Hitchhiker“ ist eine, in
den USA produzierte, Horrorfilmreihe die mit kleinen Kurzfilmen daherkommt,
ähnlich wie die bekannte Serie „Geschichten aus der Schattenwelt“. Der
Unterschied zu ähnlichen Varianten ist lediglich, dass ein „Hitchhiker“
diese Geschichten erzählt und sowohl vor, als auch nach einer Episode einen
Kommentar abgibt. Auf den vom Taurus Label vertriebenen Videokassetten
befinden sich jeweils drei Folgen, die verschiedenen Videos sind allerdings
nicht mit irgendwelchen Namen versehen, an denen man sie besser
unterscheiden könnte.
Folge 1: Schrei aus dem Jenseits
Ein berühmter Radio- und TV-Prediger ist bekannt für seine guten Sitten
und seinen Drang, stets freundlich und zuvorkommend zu sein. Jede Nacht
moderiert er eine Radiosendung, in der er versucht andere Menschen auf den
Pfad Gottes zu bringen. Eines Abends hat er aber einen merkwürdigen
Gesprächspartner an der Strippe, der sich als Gott ausgibt. Der Moderator
wimmelt ihn ab, doch auch in den kommenden Nächten ist er unter den
Anrufern.
Das Leben des Prediger verändert sich nun zusehends. Es scheint als bekomme
er irgendwie Gewissensbisse. Seine Vergangenheit holt ihn ein, in der er
seinen kleinen Bruder brutal umgebracht hat. Blanker Neid hat ihn dazu
getrieben, denn ihre Mutter liebte seinen Bruder stets mehr als ihn. Doch
nun hat sich der Verstorbene aus dem Jenseits zurückgemeldet, per Telefon
und will bald seinem Mörder einen Besuch abstatten.
Darsteller : Gary Busey, Geraldine Page, Page Fletcher
Regie : Michael Hodges
Folge 2: Blut an den Händen
Der größte Traum eines genialen Dirigenten ist eine computergesteuerte
Musikanlage. Lange hat der wohlhabende Mann dafür sparen müssen und jetzt
ist es endlich soweit, sie wird installiert. Der junge Erfinder
höchstpersönlich ist es, der das Raumfüllende Gerät zum laufen bringen
soll, doch leider gibt es noch kleine Abstimmungsprobleme, sodass er noch
einige Zeit an der Anlage arbeiten muss. Der Dirigent, der sowieso immer
etwas angespannt ist, wird unruhig und droht das er vom Kauf der Anlage
zurücktritt, wenn diese nach seinem einwöchigen Ausflug nicht
funktioniert.
Der junge Mann arbeitet von nun an fast jede Sekunde an der Anlage, er
lässt sich lediglich von der hübschen Frau des Dirigenten ablenken. Sie
werden sich mit den Stunden immer sympathischer und bald kommt es zu einer
Romanze. Als die Dienstreise des Dirigenten vorüber ist, freut er sich das
sein Schatz funktioniert. Sofort testet er ein eingebautes Richtmikrofon, um
Geräusche aus der Nachbarschaft abzuspeichern. Doch was er hört, als er
das Mikrofon schwenkt, ist nicht für seine Ohren gedacht. Er belauscht
seine Frau und den Audiospezialisten, als sie sich im Bootshaus vergnügen.
Voller Wahn rennt er zu dem Haus und entzündet es, was natürlich zur Folge
hat, das die beiden Eingeschlossenen sterben.
Doch der Wahnsinn entlässt ihn nicht, nein, er treibt ihn zurück zu seiner
Anlage, wo er dann völlig durchdrehen soll ...
Darsteller : Klaus Kinski, Belinda Bauer, Page Fletcher
Regie : David Wickes
Folge 3: Geh in den Tod
Eine hübsche Frau leidet unter schrecklichen Alpträumen und
Wahnvorstellungen. Als sie mit ihrer misslichen Situation nicht mehr
klarkommt, entschließt sie sich zu einem Psychiater zu gehen um sich
therapieren zu lassen. Sie öffnet sich dem Seelenklempner und es entsteht
alsbald eine Liebesbeziehung zwischen den beiden, die von Tag zu Tag
intensiver wird. Als die Frau ihren Geliebten bei einem Ärztekongress
weinend um Hilfe bittet, passiert das, was der Arzt nie wollte. Die
Öffentlichkeit hat mitbekommen, dass er ein Verhältnis mit einer Patientin
hat und das ist natürlich extrem Rufschädigend! Eine Trennung kommt für
die junge Frau nicht in Frage, da sie einfach zu verliebt in den Psychiater
ist und so muss er sich etwas anderes einfallen lassen. Er versucht die
Alpträume seiner Patientin zu nutzen um ihr so das Leben zu nehmen ...
Darsteller : Franco Nero, Renee Stuendijk, Page Fletcher
Regie : Mai Zetterling |
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Also ein filmischer Hochgenuss
ist dieses Video sicherlich nicht! Trotz der Anwesenheit von Klaus Kinski,
sieht man ganz klar, dass die Filme mit wenig Geld und Liebe für das
amerikanische Fernsehpublikum gedreht wurden.
Die erste Story ist zwar noch ganz unterhaltsam, da sie etwas gruselig ist,
die zweite hat als positives nur Kinski zu bieten und die dritte Geschichte
ist dann wirklich sehr schlecht und vor allem todlangweilig! Dazu kommen
dann noch die Sequenzen, in denen der Hitchhiker meint psychologisch
wertvolle Sprüche unters Volk zu bringen, er macht sich meiner Meinung nach
aber bloß lächerlich und dient dazu die Gesamtspielzeit des Films etwas in
die Länge zu ziehen.
Sowohl spannungs-, action- und storytechnisch wird einem also nicht viel
geboten, was natürlich für einen Horrorfilm, oder besser für
Horrorfilmchen, nicht sonderlich förderlich ist. Auch eine gute
Atmosphäre, Schockeffekte oder hervorragende Schauspieler ( Abgesehen von
Kinski, der gewohnt gut einen Psychopathen spielt ) werden hier vergeblich
gesucht, sodass der Film leider eine reine Enttäuschung ist, obwohl ich mir
viel von ihm versprochen hatte.
Empfehlenswert ist „Hitchhiker“ daher nicht, es sei denn das man auf
Gruselgeschichten wie „Geschichten aus der Schattenwelt“ steht. |