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Die
alleinerziehende Mutter Susan zieht mit ihren beiden Söhnen vor
der Groß- in eine Kleinstadt. Dane ist im Teenager-Alter, während
sein Bruder Lucas einige Jahre jünger ist. Die beiden verstehen
sich gut. Wohl weil der Vater der Familie früher gewalttätig
war. Als die beiden Brüder eines Tages im Keller herumtollen,
finden sie eine steinalte Luke, die mit sechs Sicherheitsschlössern
fixiert ist. Neugierig geworden öffnen sie die Falltür und
entdecken einen tiefes Loch.
Zusammen mit der hübschen Nachbarstochter Julie, von nebenan,
untersuchen sie das Loch, das bodenlos scheint. Die
Nachforschungen werfen mehr Fragen auf, als beantwortet werden können.
Und als das Loch des Nachts unbeaufsichtigt ist, passieren
seltsame Dinge... |
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Heutzutage
bekommt man alles Mögliche aus dem Bereich Horror-Film serviert.
Von A bis Z und wieder zurück. Dies denkt man zumindest. Aber der
überlaufene Markt hat auch Lücken. Lücken, die man eigentlich
schon lange vergessen hat.
Kennt noch wer den Film „Gate – Die Unterirdischen“? Ein
Streifen, in dem kleinen Protagonisten der Schrecken gelehrt
wurde. Der Film erinnert sehr stark an den hier besprochenen Film
„The Hole“, von Regisseur Joe Dante, der mit „Gremlins“ im
Jahre 1984 schon Ähnliches geschaffen hat. Es muss nicht immer
die doppelte Portion Splatter sein, damit ein Horror-Film
funktioniert. Den meisten Streifen tun blutige Einlagen zwar gut,
aber wenn man eine gute Story im Rücken hat und einen ebenso
guten Regisseur am Zepter, dann reicht das vollkommen aus.
Und die Story ist gut. Dies merkt man gleich zu Beginn. Man wird
klassisch in das Geschehen eingeführt. Klassisch bedeutet in
diesem Fall, dass man sich vorkommt wie in einem Klassiker. Einem
Klassiker aus den 80er Jahren, wo mit einfachen Mitteln und ohne
viel Schnickschnack gradlinig irgendwas erzählt wird. In diesem
Fall über eine vaterlose Familie, die in eine neue Wohngegend
umzieht. Nach wenigen Minuten beginnt ein intensiver Grusel, dann,
wenn die seltsame Luke in den Mittelpunkt rückt. Man lernt die
mitwirkenden Personen kennen und da sie ein fröhliches Gemüt
haben, kommt man auch gut mit ihnen zurecht. Ein wirklicher Bösewicht
taucht anfänglich nicht auf.
Was das Böse verkörpert, ist in der ersten Hälfte nicht
greifbar. Und das ist auch gut so. Die Spannung wird auf einem
stabilen Level gehalten. Steigert sich sogar im Verlauf. Es
tauchen seltsame Figuren auf, die eine verstörende Stimmung
verbreiten. Das Haus, respektive dessen innere Optik passt dabei
sehr gut ins Geschehen. Zudem fängt Dantes Kameramann gute Bilder
ein. Oft in hochgestellten Perspektiven.
Die Namen Teri Polo, Chris Massoglia, Nathan Gamble und Haley
Bennett sagen sicherlich nicht jedem Film-Experten was. Dies ist
so, weil die Schauspieler recht unbekannt und zu drei Vierteln
auch recht jung sind. Trotzdem verstehen sie es, die von ihnen
gespielten Rollen recht authentisch rüber zu bringen.
„The Hole“ zeigt Abgründe, in einer Form, wie man sie schon
lange nicht mehr gesehen hat. Daher macht es auch Spaß, dem
Geschehen zu folgen. Film-Fans dürften hier ebenso gut bedient
werden wie Horror-Fans. Nur das etwas seltsame Ende dürfte nicht
jeden Geschmack treffen. |