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Der Film beginnt gleicht ziemlich spannend.
Und zwar kommt ein Botenjunge zu einer alten Dame ins Haus um Lebensmittel
zu liefern. Auf den ersten Blick scheint es als ob die gute Frau nicht
daheim wäre. Er hört komische Geräusche vom oberen Stockwerk. Als er nach
ihr schaut entdeckt er sie in einem Zimmer, aufgehängt am Kronleuchter. Er
rennt aus dem Haus und heut ab.
Szenenwechsel
Ein sehr erfolgreicher Schriftsteller namens
Roger Cobb sitzt in den Buchhandlung und verteilt unter seinen Fans
Autogramme. Er hat eine schwere Zeit hinter sich. Seine Frau hat sich von
ihm scheiden lassen und sein Sohn ist spurlos im Swimmingpool verschwunden.
Die Polizei meint er wäre ertunken, aber seine Leiche wurde nie gefunden.
Roger gibt die Hoffnung nicht auf und denkt, dass er seinen Sohn irgendwann
wieder zurück bekommt. Außerdem war damals in Vietnam und hat einen
Kameraden zurückgelassen. Dies beschäftigt ihn so sehr, dass er ein neues
Buch schreiben will in dem er selber mitspielt und das wiedergeben soll, was
er damals erlebt hat.
Wie es der Zufall so will ist die alte Dame
vom Anfang die Tante von Roger und sie hat ihm jetzt das Haus vererbt. Sie
sagte immer, dass es in dem Haus spukt. Davon lässt er sich aber nicht
abhalten in das Haus einzuziehen. Nur muss er leider feststellen, dass es in
dem Haus wirklich spukt. Schon in der ersten Nacht hört er komische
Geräusche und hat erschreckende Visionen. Am nächsten Tag denkt er, dass
hätte er sich alles nur eingebildet, weil er ohnehin so sehr in sein neues
Buch vertieft ist. Aber als es wieder Abend wird geht der Spuk erneut los.
Nur mit dem Unterschied, dass Roger dabei verletzt wird. Es wird immer
unerträglicher für ihn und langsam begreift er auch, warum sich seine
Tante erhängt hat. Aber Roger reißt sich zusammen und kämpft dagegen an. |
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Ob ihr es glaubt oder nicht, aber als der Film
damals in Amerika in die Kinos kam schoss er sofort auf Platzt eins. In
England ist es ebenfalls so gewesen. Wie es bei uns war weiß ich nicht,
aber ich glaube bei uns hatte er nicht so einen sonderlichen Erfolg. Auf
jeden Fall hört man hier gar nichts von diesem Film. Vielleicht liegt es
aber auch nur daran, dass er 1986 gedreht wurde und jetzt in Vergessenheit
geraten ist. Er kam so viel ich weiß auch nur zwei Mal im Free TV.
Der Regisseur heißt übrigens Steve Miner. Da
klingelt es bei dem einen oder anderen. Bei mir auf jeden Fall, denn Steve
Miner ist der Regisseur von „Freitag der 13. Teil 2, "Und wieder ist
Freitag der 13. Teil 3" und "Halloween H20“. Als ich mitbekommen
hab, dass „House“ auch von ihm ist war es noch eine Freude mehr. Und
noch was. Als ich mir heute so das Cover durchlese entdecke ich, dass der
Produzent des Filmes kein geringerer ist als Sean S. Cunningham. Er ist der
Regisseur von „Freitag der 13. und Freitag der 13. Teil 10“, der bald
(hoffentlich) im Kino kommen müsste.
Und das Steve Miner am Werk war bekommt man
auch zu spüren, denn der Film ist von Anfang bis zum Ende
superspannend. Ich gebe zu, am Anfang braucht „House“ schon so seine
Zeit bis er losgeht, aber während dieser Zeit kommt auf keinen Fall
Langeweile auf! Fängt der Film aber mal richtig an (so nach 30 Minuten),
ist Spannung bis zu Ende garantiert! Neben der Spannung warten auch ein paar
hübsche Schockeffekte auf sich. Die werde ich jetzt nicht verraten, aber
ich kann nur sagen, man hat sich echt was einfallen lassen. Um das ganze
etwas aufzulockern hat man auch ein bisschen schwarzen Humor a la „Tanz
der Teufel 2“ eingebaut. Natürlich niemals so splatterhaft, aber das
macht dem Film nichts. Er setzt eher auf Spannung und Atmosphäre. Man kann
sogar fast sagen bei House wäre viel Splatter unpassend und wenn ich so
etwas sage muss es stimmen!
Man wird richtig vom Film gefesselt und findet
es sogar am Ende schade wenn er aus ist. Man kann sich auch richtig in Roger
rein versetzen, was er durchmacht. Roger hört Geräusch oder hat
Vision. Roger schaut sich um und Spannung wird aufgebaut. In dem Moment in
dem man dann den Schockeffekt erwartet passiert plötzlich gar nichts, dann
tritt Schockeffekt anders als erwartet ein. Ab und an kommt mal wieder mal
was witziges, aber das eher selten. Auf dem Cover steht auch zum totlachen,
dem kann ich aber nicht ganz nachvollziehen, ich fand den Film eher ernst
als lustig.
Schauspielerisch kann ich nicht viel sagen,
weil man den ganzen Film über eigentlich nur Roger sieht. Er wird gespielt
von William Katt, von dem ich noch nie etwas gehört habe. Er spielt seine
Rolle sehr überzeugend und wie oben schon erwähnt, man kann sich richtig
in ihn hinein versetzten. Außer ihn sieht man noch zur Abwechslung seinen
Nachbar, der immer ein Bier mit ihm trinken möchte und seine Exfrau, mit
der er sich noch sehr gut versteht, aber diese ganzen Leute sind alles nur
Nebenrollen, die den Film etwas auflockern.
Der
Film ist richtiges Vergnügen, bei dem man keine Minute bereut. |