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Im Jahre 1977:
Vier Studenten fahren quer durch Texas, als ihnen plötzlich das Benzin
ausgeht sehen sie eine Tankstelle und nutzen ihre Chance. Die Tankstelle ist
allerdings keine Normale, denn sie beinhaltet das „Captain Spaulding´s
Museum of Monsters and Madness“, ein Museum für bizarre Sachen und
berühmte Massenmörder. Die Teenager lassen sich rumführen und erfahren
vom Leiter (Captain Spaulding), einem seltsamen Mann der als Clown
geschminkt ist, dass es hier in der Nähe einen mystischen Ort geben soll,
wo ein berühmter Massenmörder, Dr. Satan, aus dieser Gegend gehängt
wurde. Der Mörder hatte ähnliche Charakterzüge wie Ed Gein, was der
Gruppe imponiert. Sie lassen sich von dem verrückten Clown den Weg
erklären und starten von einem bizarren Museum in einen bizarren
Alptraum...
Kurz vor dem Ziel, mitten im Wald, beginnt ein mächtiges Unwetter, sodass
sie ihre Suche abbrechen müssen. Sie sehen eine Anhalterin am Straßenrand
und nehmen sie freundlicherweise mit. Als in der Folge ihr Auto
zerstört wird, bietet die sexy gekleidete Dame den vier Jugendlichen an,
bei ihr und ihrer Familie einzukehren, was dankend angenommen wird. Diese
Entscheidung soll aber schon kurz nach dem Eintreffen bereut werden, denn
die Verwandtschaft des Mädchens ist eine vorzeige Hinterwäldlerfamilie,
bestehend aus Freaks. Einer scheint schlimmer als der Andere zu sein und so
beginnt für die vier ein schmerzhafter, blutiger und qualvoller Trip... |
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Eigentlich konnte man sich vor
der Premiere kein Bild von „Haus der 1000 Leichen“ machen, nicht weil es
keine Reviews diesbezüglich gab, nein, sondern weil sie so auseinander
gingen. Es wurde gelobt, aber auch mächtig verrissen. Also musste man sich
selber ein Bild vom Streifen machen und als Vorbereitung „White Zombie“
hören, denn der Sänger dieser Psychogrungerockband, Rob, ist der Regisseur
und Drehbuchschreiber.
Die Story ist wirklich bizarr, dass Bild farbprächtig und die Akustik
strange, sodass man schnell den Eindruck bekommt, dass es sich um einen
Kunstfilm handelt, der bei einer Überdosis LSD entstanden ist. Allerdings
merkt man auch, dass dieser Film sich bei Kultfilmen der 70er bedanken will.
Filme wie „Texas Chainsaw Massacre“ (zu deutsch: Kettensägenmassaker)
oder „The Hills have Eyes“ (Hügel der blutigen Augen) scheinen den
Regisseur stark beeindruckt zu haben, sodass er diese Hommage schrieb.
Was auf einen zukommt merkt man bereits zu Anfang, als die Jungendlichen die
seltsame Tankstelle betreten. Es gibt neben den Benzin auch Hühnchenflügel
und das Museum. Der Clown, der im übrigen von Did Haig gespielt wird und
das auf wirklich beeindruckende Weise, leitet sie dann durch die
Sehenswürdigkeiten, die wirklich gelungen sind. Besonders auffällig ist
die Figur des Albert Fisch, die recht ekelhaft als halber Mensch und halber
Fisch dargestellt ist. Zu ihm wird dann, wie zu jedem anderen auch eine
kleine Geschichte erzählt, die einem mit Begriffen wie: Sadist, Masochist,
Kannibale und auch Kindermörder schaudern lassen.
Gewaltfrei ist der Film sicherlich nicht, aber für Splatterfans gibt es
nicht sonderlich viel zu sehen. Es wird mehr dargestellt als gehandelt und
mehr gedeutet als zugeschlagen. In Deutschland ist er aber zurecht als
"strafrechtlich unbedenklich" eingestuft worden und ungeschnitten
auf DVD gepresst worden, für Leute mit weniger starken Mägen, respektive
Nerven, gibt es aber auch noch eine andere DVD-Version, die etwas
geschnitten wurde. Es ist aber nicht die Gewalt, sondern die
angsteinflössende Atmosphäre, die dem Film das gewisse Etwas gibt,
natürlich in der Kombination mit den Farb- und Kameraspielen, die sehr
künstlich sind und der Musik.
Die Schauspieler sind für diesen B-Movie extrem gut gewählt worden. Neben
dem bereits erwähnten Sid Haig, der wirklich brilliert, stehen der bizarre
Bill Moseley (der nur eine bizarre Rolle spielt), die B-Movie Queen Karen
Black und auch noch die hübsche (Rob) Zombiefreundin Sheri Moon vor der
Kamera und fügen sich geschickt in die Umgebung ein.
Man kann von „Haus der 1000 Leichen“ sagen, dass er 100%ig kein Film
für die breite Masse ist und auch sicherlich kein Aushängeschild der
Filmindustrie wird. Er weiß aber sein Zielpublikum in Stimmung zu
versetzten und das zählt letztendlich. Der Film ist sicherlich schwer zu
bewerten und es ist auch schwer Worte zu finden, aber „Kultiges Farbspiel,
mit Abstrichen“ könnte zutreffen.
Und nun liebt ihn - Oder hasst ihn |