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Ein
Forscherteam sucht auf einer einsamen Insel nach einem mythischen
Schatz und findet den Tod. Nur eine Frau überlebt und muss einige
Zeit warten, bis es wieder jemanden auf die Insel verschlägt. Die
neuen Besucher bestehen aus drei Grüppchen. Jägern, Opfern und
Geschäftsmännern. Die Jäger sind reiche Männer, die das
Gesetzt vor die eigene Flinte nehmen wollen und ein paar Straftäter
für Justitia niederstrecken. Der Rest ist Geschäftsmann oder
Schiffscrew. Allerdings hat einer der letzterwähnten ein
besonders Verhältnis zu einem potentiellen Opfer.
Dem aber nicht genug: Auf der Insel lebt etwas, dass bereits für
den Tod des Forscherteams verantwortlich ist und scheinbar einen
unstillbaren Hunger hat. Und dieses Etwas wird zum wahren Jäger.
Mit eindeutigen Vorteilen holt es einem nach dem anderen in seine
Rachen… |
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Was
braucht der Horror-Fan mehr? Eine einsame Insel, ein mehrköpfiges
Monster, Menschenjäger und eine Menge Opfer… Nicht viel. Dies
hat sich sicherlich auch Regisseur Andrew
Pendergast („Parasite
– Das Grauen hat die Erde erreicht“(Soll nicht
nur außer- sondern auch unterirdisch sein) gedacht, nachdem er
die Vorlage zum Film in den Händen gehalten hat. Er war sich
sicherlich seines schmalen Budgets bewusst, dachte sich aber wohl,
dass da nicht viel schiefgehen kann. Und in der Tat: „Hydra –
The Lost Island“ ist zwar „nur“ ein Film, der für das
Fernsehen produziert wurde, weiß aber unterm Strich gut zu
unterhalten.
Und das wird einem gleich zu Beginn bewusst: Ohne große
Einleitung geht es zur Sache. Man darf eine Forschergruppe dabei
betrachten, wie sie von einem Monster niedergemetzelt wird. Gut,
die Tatsache, dass das Ungeheuer bereits zu Anfang enttarnt wird,
ist spannungstechnisch sicherlich kein Zugewinn. Allerdings hat
der Film ja einiges mehr zu bieten und so kann man diese kleine
Spannungsbremse locker wegstecken. Dennoch bringt der frühe
Auftritt des schuppigen Protagonisten ein Problem mit sich. Denn
um die Hydra darzustellen, haben die Meister des speziellen
Effektes nicht etwa zu Latex oder Knetmasse gegriffen. Sie haben
das gute Tierchen komplett im Computer erstellt und in den Film
geschnitten. Da die Mittel begrenzt waren, ist als Ergebnis auch
nur eine begrenzt gute Animation herausgekommen. Freundlich
ausgedrückt.
Diese unbeabsichtigte Verfehlung der Realität bringt allerdings
auch einen gewalttätigen Vorteil mit sich. Denn es geht zur Sache
- und das nicht zu knapp. Gliedmaßen werden abgebissen und recht
viele Leute blutrünstig zerfetzt. Da alles aber, wie gesagt,
nicht wirklich echt wirkt, ist der Streifen mit einer FSK 16
Einstufung davon gekommen. Man darf sich gar nicht vorstellen was
gewesen wäre, wenn die Hydra nicht nur die drei Köpfe (so
zumindest zu Beginn des Films) sondern, wie in der griechischen
Mythologie beschrieben, neun Mäuler hätte...
Die Geschichte ist zwar facettenreich, aber auch üppig in ihrer Dämlichkeit.
Neben dem seltsamen Mehrköpfer geht es noch um das Schwert des
Herakles, welches im Lavastrom des ebenso animierten Vulkans
schwimmt und im Laufe der Zeit große Bedeutung gewinnt. Des
Weiteren gibt es eine Art „Insel der Verdammten“. Mit
sozialkritischen Untertönen. Und auch ein vergangener Militärkonflikt
kommt nicht zu kurz. Alles wirkt natürlich etwas an
den Haaren herbeigezogen.
Das die Darsteller nur Mittel zum Zweck sind wird schnell klar.
Keiner kann überzeugen. Nicht mal im Ansatz. Auch der
vermeintliche Star im Cast, Texas Battle („Wrong Turn 2“,
„Final Destination 3“) kann zu keiner Zeit überzeugen. Die
Darsteller haben aber das Glück, dass sie bei den spannenden
Szenen, bei den interessanten Bildern von der Insel oder den
haarsträubenden Animationen nicht besonders schwer ins Gewicht
fallen.
Auch wenn das griechische Drumherum etwas im Dunkeln bleibt, zeigt
sich „Hydra – The Lost Island“ als unterhaltsamer als man
das annehmen darf. Aufgrund der Fülle der Geschichte und den
ungewöhnlichen Effekten macht er über die gesamte Spiellänge
Spaß. Zumindest denjenigen, die mit solchen Filmen richtig
umgehen können. Keine Probleme mit Dummdialogen, an den Harren
herbeigezogene Geschichten, Trash, Logiklücken und sonstigen
Dingen haben, die B- bis Z-Movies ausmachen. Dem Film fehlt es
zwar etwas an Glaubwürdigkeit, richtiger Spannung und einer
wirklich bedrohlichen Stimmung, dürfte als Party-Film aber auf
jeden Fall taugen. |