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Schriftstellerin Jennifer zieht sich
in die Einsamkeit zurück, um an einem neuen Buch zu arbeiten. In
einer abgelegenen Hütte, tief in den Wäldern, findet sie die
Ruhe, die sie für ihre Kreativität benötigt. Doch die Stille der
Natur soll nicht lange von Dauer sein. Als ein paar
Hinterwäldler von ihrem Aufenthalt erfahren, beginnt ein
blutiges Drama.
Jennifer wird missbraucht und erniedrigt. Nach einem langen
Martyrium gelingt ihr die Flucht vor ihren Peinigern. Doch mit
der Flucht an sich ist es für Jennifer nicht getan. Sie kehrt
zurück um sich grausam zu rächen… |
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„I Spit On Your Grave“ ist keine
Unbekannte. Der Streifen ist ein Remake des Rache-Klassikers
„Ich spucke auf dein Grab“ von 1978, der zwar den Originaltitel
„Day Of The Woman“ trägt, aber auch unter „I Spit On Your Grave“
vertrieben wurde. Bei beiden Streifen handelt es sich um
Rape-And-Revenge Filme, die ebenso schlicht gehalten wie
gelungen sind.
Der hier behandelte Streifen ist dem Original sehr ähnlich,
wurde aber natürlich modernisiert. Dies hat in der
Vergangenheit, als die Remakes in Mode kamen, nicht bei jedem
Film unbedingt Sinn gemacht. Doch hier ist das etwas anders. Er
spielt in der heutigen Zeit. Erkennbar ist dies durch Einsatz
von Computer und Handy, welche die Protagonistin bei sich trägt
und nutzt. Sie kommt als Schriftstellerin in ein einsames
Waldgebiet, wo sie in Ruhe arbeiten will.
Jennifer gerät nach einer Art Kennenlernen, in die Fänge ein
paar Einheimischer, die nichts Gutes im Sinn haben. Vor dem
Punkt, an dem sich alles ändert, ist der Film sehr unterhaltsam
und atmosphärisch. Nach dem Wendepunkt wird er zudem sehr
intensiv und auch sehr spannend.
Der Rachefeldzug der gepeinigten Frau steht ab nun im
Vordergrund. Jennifer lässt sich einiges für ihre Peiniger
einfallen und nimmt die Männer ziemlich hart ran. So hart, dass
die deutsche DVD-Veröffentlichung auch sehr hart von der Schere
des Gesetzes rangenommen wurde. Die „Keine
Jugendfreigabe“-Fassung läuft stolze 12 Minuten und 54 Sekunden
kürzer als die unratet US-DVD von Anchor Bay. Das Label Sunfilm
musste sechs Monate für die vorliegende Version „kämpfen“, um
den Film überhaupt präsentieren zu dürfen. Trotz des Einsatzes
bedeuten die fehlenden Szenen natürlich Abzüge in der B-Note.
Darstellerisch bekommt man solide Kost geboten. Die ausreichend
vorgestellten Charaktere werden gut und authentisch
wiedergegeben. In der Hauptrolle ist Sarah Butler als
Schriftstellerin Jennifer zu sehen. Sie schafft es, ihre
verschiedenen Zustände glaubhaft auf die Leinwand zu bringen.
Auch ihre Kontrahenten spielen in jeder Lage geschickt. Da macht
das Zugucken spaß. Regisseur Steven R. Monroe, der bereits bei
einigen unbekannteren Filmen das Regie-Zepter schwang, kann man
ebenfalls eine tadellose Leistung bescheinigen. Vor allem weil
er es schafft, dass der Film über gar keine Längen verfügt. Und
das bei so wenig Inhalt.
„I Spit On Your Grave“ ist der erwartet minimalistische Film,
der eigentlich alle Erwartungen sprengt. Schade nur, dass die
deutschen Betrachter vorläufig nicht das Gesamtwerk bestaunen
können. Aber auch in der geschnittenen Fassung ist der Film
einen Blick wert. Man wird ihn nicht bereuen. |