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Dobies im
Kaufhaus....
Bestimmt war es
doch sicherlich der Kindheitstraum eines jeden Konsumenten, einmal
in einem Kaufhaus eingesperrt zu sein und, wenn auch nur für kurze
Zeit, mal in den Genuss aller sonst unerreichbaren Güter zu kommen.
Doch was, wenn sich dieses vermeintliche Glück zu einem Alptraum
entwickelt??
Eben diesen muss
unser Titelheld Chuck durchleben. Ein wirklich sehr geschickter
Schachzug des Drehbuchs, der spannende Unterhaltung garantiert:
Nicht nur, dass Chuck sich plötzlich den blutrünstigen Bestien
ausgeliefert sieht, schließlich bräuchte er sich ja eigentlich nur
an einem sicheren Ort verstecken und den Dienstanfang des Personals
am Anfang der nächsten Woche abwarten. Nein, über ihm schwebt auch
immer noch das Damoklesschwert des Fürsorgerechtsentzugs für seine
Tochter. Komplett erschwert wird seine Situation dann letztendlich
aber noch dadurch, dass ihm durch seine Bisswunde auch selbst
physischer Schaden droht. Er hat daher überhaupt keine andere Wahl,
als sich schnellstmöglich aus dem Kaufhaus zu entfernen. Ein schier
aussichtsloses Unterfangen, angesichts der im ganzen Haus verteilten
zähnefletschenden „Anti-Lassies“... Die Action ist somit für
Chuck stets vorprogrammiert...
James Brolin
(bekannt u.a. durch den Grusler „Amityville“ (USA, 1979),
später auch durch die Fernsehserie „Hotel“ (USA, 1983) bringt
die Rolle des hilflosen Chuck Brenner im großen und ganzen gut
rüber, wirkt jedoch ab und an ein bisschen zu weinerlich und
erinnert stellenweise an eine Art Burt-Reynolds-light, nicht zuletzt
auch aufgrund der äußerlichen Ähnlichkeit zu besagtem
Schauspieler. Einige Aktionen seiner Figur entbehren außerdem auch
jeglicher Logik, z.B. wenn er mit größtmöglichem Lärmaufkommen
nach Streichhölzern sucht, obwohl er doch genau weiß, dass sein
Geklapper im wahrsten Sinne des Wortes „schlafende Hunde“ weckt.
Aber wer weiß, vielleicht legen die Menschen in vergleichbaren
Stresssituationen nun mal derartig irrationale
Verhaltensmuster an den Tag.
Der Film kommt
beinahe ohne technische Spezialeffekte aus, d.h. die wirklich
grandiose Darbietung der Hunde ist allein auf Training und Dressur
zurückzuführen. Eine Meisterleistung: Die Tiere wirken wahrhaftig
wild und furchteinflößend!! Anzumerken sei, dass im ganzen Verlauf
der Handlung keiner der Hunde getötet wird, sondern sie alle von
Chuck durch mehr oder weniger raffinierte Einfälle außer Gefecht
gesetzt werden. Somit kann der Film auch uneingeschränkt
Tierfreunden und Veganern ans Herz gelegt werden ;-)
Im großen und
ganzen ist „In der Falle“ nicht sonderlich hart, sondern lebt
ausschließlich von seiner teilweise wirklich nervenzerreißenden
Spannung, so dass man sich wirklich wundert, warum der Film
seinerzeit hierzulande eine FSK-Freigabe ab 18 Jahren erhalten
hat...
Ein Manko des
Films ist, dass die Spannung durch den gerade zum Ende hin
häufigeren Wechsel zwischen den Handlungssträngen (auf der einen
Seite der eingeschlossene Chuck, auf der anderen Seite seine ihn
suchende Ex-Frau und ihr neuer Typ) nicht kontinuierlich aufrecht
gehalten werden kann und sich leider zwischendurch einige Längen
ergeben.
Fazit: Ein
klaustrophobischer, gelungener Beitrag zum Tierhorror-Genre. Nicht
weltbewegend, aber sehr unterhaltsam!! |