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In einem abgelegenen Hotel
kommt es zu verbrecherischen Zwischenfällen. David ist einziger
Angestellter des Gasthauses, das seine besten Jahre bereits hinter
sich hat. Nachdem Sarah nach einem Hotelbesuch in besagter Örtlichkeit
verschwindet, macht sich ihre Schwester Jenny auf, um nach der
Vermissten zu suchen... |
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Die Beschreibung der Geschichte
klingt wahrscheinlich nicht unbedingt sehr spannend und auch nicht
so, als ob da ein durchdachtes, innovatives Drehbuch hinter
steckt. Und in der Tat: Der schwedische B-Movie „Insane –
Hotel des Todes“ ist alles andere als ein gut inszeniertes
Meisterwerk. Und dabei hatte der unwissende Betrachter, vor dem
Einlegen in den DVD-Player, durchaus die Hoffnung, dass das was
werden könnte. Filme aus Schweden sind meist nicht die
schlechtesten und die Hälfte des Regiezepters hatte niemand
geringeres als Anders Jacobsson in der Hand. Jacobsson war
hauptverantwortlicher Regisseur des Streifens „Evil Ed“, der
seinerzeit (1995) durchaus zu überzeugen wusste. Allerdings hat
Jacobsson von 1995 bis 2009 eine Pause als Regisseur eingelegt.
Eine Pause, die man dem Film anmerkt. Neben Jacobsson ist Tomas
Sandquist als zweiter Regisseur in der Verantwortung. Sandquist
gibt sein Debüt auf dem Regiestuhl.
Kommen wir zurück zum Kern des Film: Der Story. Diese ist von
Beginn an nicht gerade erheiternd. Zwar gibt es in der
Anfangsszene etwas Nettes zu sehen, zumindest für Freunde des
blutigen Spezialeffekts, dann startet aber die eigentliche Einführung
in die Thematik. Es wird viel geredet, ohne das viel gesagt wird.
Die beiden Hauptcharaktere bleiben trotz der Vielzahl an Wörtern
blass. Dies zieht sich über Minuten hin. Wenn man diese Passage,
die über mehr als ein Drittel des Films geht übersteht, kann man
sich glücklich schätzen. Denn von nun an geht es bergauf. Zwar
nicht über die Alpen, auch nicht über die Skanden, aber immerhin
aufwärts. Es wird spannender, heller, abwechslungsreicher und
auch interessanter.
„Insane – Hotel des Todes“ erinnert stellenweise an den
alten Hitchcock-Thriller „Psycho“. Die Parallelen sind
unverkennbar. Dennoch kann man die Filme nicht vergleichen. Dafür
sind sie viel zu verschieden. Unser Film wandelt sich im Verlauf
immer mehr von einem Psycho-Thriller zu einem Slasher. Auch wenn
letztgenannte Komponente stets zugegen ist. Das man ein wenig in
der Zeit zurückgetragen wird, liegt an der Einrichtung des
Hotels. Man bekommt die Details zwar nicht oft serviert, das
Gasthaus ist aber im 70er Jahre-Stil ausgestattet.
Auffällig gut ist das Spielen der Darsteller. Für einen B-Movie
bekommt man hier fast das Bestmöglichste zu sehen, was man
erwarten darf. Auch hervorzuheben sind die Spezialeffekte. Diese
sind sinnvoll gestreut und realistisch gemacht. Das Gezeigte ist
ganz schön blutig angelegt und wohl für jeden Freund von solchen
Spezialeffekten eine Freude. Ebenfalls gut gelungen ist der Score.
Im Film meist minimalistisch, im Abspann und im DVD-Menü mit dem
Dampfhammer präsentiert. Das Zuhören macht da auf jeden Fall spaß.
Da ist es wirklich schade, dass der Film an sich nicht so recht überzeugen
will. Klar, man kann ihn sich durchaus mal zu Gemüte führen und
wenn man die Anfangspassage gut überstanden hat, wird es auch
keine Enttäuschung werden. Aber „Insane – Hotel des
Todes“ ist weder richtig originell und auch nicht mit großen Überraschungen
ausgestattet. Es ist schlussendlich lediglich ein Streifen, der im
Mittelmaß ersaufen wird. |