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Die
Öko-Aktivisten Jerry (Ryan McTavish) und Carrie (Renee Talbert) haben es
sich in den Sinn gesetzt, die Insel Damas zu besuchen, um dort eine
Reportage zu drehen. Aus diesem Grund bitten die Beiden einen Bootsbesitzer,
sie, ihre Freunde, sowie ein Kamerateam dort hinzukuttern. Michael Stoddard
(Michael Paré), so der Name des Saufkopfs, hat zuerst seine Einwände
dagegen, da Damas ein militärisches Sperrgebiet ist, doch nach nachdem ihm
die Ökos ein hohes Honorar versprechen, hat der Gute keine Einwände mehr.
Schon kurze Zeit später landet die Truppe auf der Insel, und nun stellt
sich auch heraus, dass die Aktivisten dem Verdacht nachgehen, dass auf Damas
Tiere zwecks grausiger Experimente ausgenutzt und gequält wurden.
Schon bald muss die ahnungslose Gruppierung allerdings feststellen, dass
mehr hinter der ganzen Sache steckt als zuerst angenommen. Nicht nur, dass
man zuerst auf riesige Maisstauden stößt, es kommt noch weitaus schlimmer.
Plötzlich kreuzen Stoddard und seine Weggefährten den Weg eines riesigen
Komodo-Waranen, der ganz und gar nicht freundlich auf die Menschen zu
sprechen ist. Doch nicht nur ein Biest dieser Gattung durchstreift die Insel
auf der Suche nach Nahrung, es sind dutzende. Als ob die Lage noch nicht
aussichtslos genug wäre, kommt auch noch eine riesige Kobra ins Spiel und
die Chancen, die Insel wieder lebend zu verlassen stehen denkbar schlecht... |
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Autsch!
Das ging ja wohl mal voll daneben. "Island of Beasts" ist ein
gutes Beispiel für gleich zwei Dinge: Dass ein Film nicht automatisch gut
sein muss, nur weil er riesige Monster beinhaltet, und dass es einem
Regisseur irgendwann das Genick brechen kann, wenn er ständig nur
altbekanntes wiederkaut und sich in regelmäßigen Abständen selbst
kopiert. Sicher nur den wenigsten dürfte bekannt sein, dass Wynorski
bereits 2003 einen Film mit dem Titel "Curse of the Komodo"
inszenierte, und, vergleicht man die beiden Machwerke, so fällt schnell
auf, dass Wynorski bei "Komodo Vs. Cobra" noch einmal genau das
selbe Programm abspielte wie er es schon zwei Jahre zuvor tat. Wieder landet
eine beliebige Gruppe unterschiedlicher Menschen auf einer dicht bewachsenen
Insel irgendwo fernab jeglicher Zivilisation und wird dort von riesigen
Komodo Waranen angegriffen. Der einzige, gravierende Unterschied besteht
darin, dass hier dann und wann noch eine gigantische Kobra ihr scheußliches
Antlitz präsentieren darf, wie der Titel ja schon verrät.
Wie beinahe alle seine Filme in letzter Zeit drehte Wynorski dieses billige
Machwerk für einen US-Amerikanischen TV Sender und es hat fast den
Eindruck, dass der Gute dieser Aufgabe langsam aber sicher nicht mehr so
recht gewachsen ist. Ein Streifen von ihm sieht nach und nach schlechter aus
als der vorangegangene. Während Jim einst mit Machwerken wie "Chopping
Mall" oder "976-EVIL II" noch sehr gut unterhalten konnte,
rutscht er neuerdings mehr und mehr in die Einfallslosigkeit ab. Und auch
gerade dieser Aspekt ist es, der "Komodo Vs. Cobra" in meinen
Augen so schlecht machte.
Dass man von dem Ausgangspunkt des Films, einer von Monstern besiedelten
Insel, nichts sonderlich Neues erwarten darf, dessen bin ich mir natürlich
im Klaren. Doch welchen Zweck hat es, noch einmal genau das selbe Gericht
aufzutischen, dass man seinem Publikum bereits servierte? Und das
Erschreckende daran ist zudem, dass "Komodo Vs. Cobra" im direkten
Vergleich mit "Curse of the Komodo" als der schlechtere Film
dasteht. Hier will einfach nichts stimmen. Doch woran kann das liegen?
Sicherlich nicht an der Tatsache, dass Wynorski sein Publikum verarscht und
ihnen nicht die versprochenen Monster liefert. Diese, und das steht fest,
gibt es im Überfluss zu bewundern. Es vergehen niemals 10 Minuten ohne
irgendwelche creature-activities auf dem Bildschirm.
Somit wären wir auch schon an einem wichtigen Punkt angelangt, nämlich den
Effekten. Damit von vorneweg keine Unklarheiten entstehen muss ich an dieser
Stelle sagen, dass ich mir sicherlich keinen billigen Monsterfilm kaufe, nur
um dann herausragende Effekte zu erwarten. Ich dachte mir schon, dass das
Filmteam auf diesem Sektor vermutlich eher Einsparungen vornahm und so
sollte es sich dann auch herausstellen. Die oftmals im Film zu
begutachtenden CGI-Arbeiten würde ich jetzt nicht als steinzeitlich
umschreiben, doch sie sehen definitiv unecht und nicht gerade glaubwürdig
aus. Insbesondere in den Szenen, in denen ein Monster hinter einem Menschen
herstapft sind ganz klar die Ursprünge aus dem Computer zu erkennen. Dies
gilt auch für sämtliche Explosionen oder Jets, doch das geht soweit in
Ordnung und passt gut zum Flair des Films.
Nein, das eigentliche Problem ist, dass "Komodo Vs. Cobra"
irgendwann nur noch langweilt. Die meiste Zeit stapfen die Protagonisten
durch die Botanik, stoßen dann und wann mal auf die Monster und dürfen
anschließend um ihr Leben fürchten. Zugegeben: Die Wahl der Locations war
mal wieder richtig, die Insel mit ihrer dichten Bewaldung und den
zahlreichen Wasserfällen sieht traumhaft aus, doch auf Dauer können auch
schöne Landschaftsbilder ein ödes Gesamtbild nicht ins Rechte rücken.
Wären da wenigstens ein paar nette Splattereffekte, die dem 08/15
Monsterflick eine Spur von Besonderheit verleihen würden, doch auch damit
rechnet man vergebens. Einige Male werden ein paar Menschen gefressen, doch
das geschieht so unspektakulär und unblutig, dass man es selbst noch einem
achtjährigen zumuten könnte. So wundert es auch nicht, dass der Film bei
uns ab 12 freigeben wurde, die FSK 16 erhielt die DVD meines Wissens nach
aufgrund des Bonusmaterials.
Die Darsteller versuchen sich zwar wenigstens in ihrem Aufgabenbereich,
können einem aber schon irgendwie leid tun, dass sie in eine derartige
Produktion abgesackt sind. Besonders Michael Paré ist verhältnismäßig
talentiert, was jedoch auch nur für ihn gilt. Alle anderen Akteure wiederum
verkörpern pure Klischees und tun dies so unspektakulär, dass sie einem
gewiss nicht lange in Erinnerung bleiben (und das ist meines Erachtens nach
gut so).
Mit "Komodo Vs. Cobra" hat Jim Wynorski ein Machwerk abgeliefert,
dem nicht einmal mehr die hartgesottensten Tierhorrorfilmliebhaber etwas
abgewinnen werden können. Die Story ist einfach zu ausgelutscht und
vorhersehbar, es passiert oftmals zu wenig und schnell macht sich ein Anflug
von Ermüdung breit. Das Geschehen ist nie sonderlich spannend oder
unvorhersehbar, man hat bisweilen sogar das Gefühl, sich "Curse of the
Komodo" ein zweites Mal anzusehen. Nein, nein, das war leider nichts,
daran kann auch der titelgebende, finale Kampf zwischen einem Komodo und
einer Kobra nichts mehr ändern. |