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Der als sehr loyal bekannte Captain Morris
befindet sich mitten im vietnamesischem Dschungel, um einen Spezialauftrag
auszuführen. Als er von einem Hubschrauber abgesetzt wird, macht er sich
auf den Weg und trifft dabei auf einige Landsmänner, welche die
Journalistin Jane an ihrer Seite haben. Jane hat alles was sie liebte in
diesem Krieg verloren und will nun erforschen warum der Krieg überhaupt so
grausam ist.
Nachdem die beiden sich kennen gelernt haben, streifen sie gemeinsam durch
die grüne Hölle. Bald treffen sie auf eine amerikanische Bunkerstation,
die seit Wochen vom Vietkong unter Beschuss steht. Hier machen sie dann das
erste Mal Bekanntschaft mit einer speziellen vietnamesischen Abwehrtechnik.
Die Einheimischen haben einen Radiosender so moduliert, dass er auf allen
Frequenzen zu hören ist. Andauernd werden mit diesem Sender Botschaften
ausgesendet, welche die Moral der Truppe brechen sollen. Nachdem die
Angriffe auf das Bunkersystem stärker werden fliehen Captain Morris und
seine weibliche Begleitung.
Morris hatte zwar vorher nie über seine Mission geredet, aber für Jane
wird langsam aber sicher klar, dass er nur hier ist um den Sender zu
zerstören... |
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Bei „Jäger der Apokalypse“ handelt es
sich zwar eindeutig um einen Kriegsfilm, allerdings unterscheidet er sich
doch wesentlich von anderen Genrebeiträgen. Zum einen wäre da die
Tatsache, dass er keine wirkliche Aussage transportiert und somit nahtlos in
das italienische Unterhaltungskino der 80er Jahre eingereiht werden kann.
Zum anderen wird hier viel Wert auf Spezialeffekte gelegt, die einige, gut
anzusehende Splattereinlagen beinhalten.
Wer sich vor dem Betrachten des Films das Cover mal genauer angeschaut hat,
der wird, Fachkenntnis vorausgesetzt, beim Lesen der Namen der Beteiligen
bereits wissen, was auf ihn zukommt. Im Mittelpunkt steht da natürlich der
berühmt berüchtigte Regisseur Anthony M. Dawson. Dawson gibt es eigentlich
gar nicht, es ist nur das Pseudonym des Antonio Margheriti, der für Filme
wie zum Beispiel „Andy Warhol's Frankenstein“, „Asphalt-Kannibalen“
oder auch „
Dracula im Schloss des Schreckens“ verantwortlich war. Das lässt
erkennen, dass man mit einigen Splattereinlagen rechnen kann und wie bereits
erwähnt, sind nicht unbedingt wenige vorhanden.
Dies brachte damals leider den kleinen Nachteil mit sich, dass die deutsche
Fassung nur geschnitten auf den Markt kam, aber dank Astro kann man sie
jetzt wieder in voller Länge betrachten. Allerdings ist dies auch nicht
ganz ohne Nachteile, denn es wurde aus insgesamt drei verschiedenen
Versionen zusammengeschnitten. Der Hauptteil ist mit einer guter
Bildqualität ausgestattet, die nicht ganz so harten Szenen kommen von
einer, ebenfalls deutschen Fassung, mit schlechter Bildqualität und bei den
fiesen Splatter- und Goreszenen wurden Teile eines Filmes reingeschnitten,
dessen Bildqualität fast schon nicht mehr erträglich ist. Ebenfalls
schlecht gemacht ist, dass sich eine Szene wiederholt... Man sieht erst
etwas und wenige Sekunden später wird die selbe Filmsequenz erneut
präsentiert.
Wie man vielleicht erkennen kann, ist das Drumherum interessanter als der
Film selber, was natürlich etwas bedauerlich ist. Eine richtige Story wird
irgendwie gar nicht erzählt, vielmehr hangelt sich der Film von Sequenz zu
Sequenz, bis es dann am Ende zu ersten Mal etwas interessanter wird. Das
heißt jetzt zwar nicht unbedingt, dass der Film langweilig ist, man fragt
sich aber doch, was das Ganze eigentlich soll. Wären da nicht ab und an mal
diese Abschnitte in schlechter Qualität, hätte man sicherlich Probleme
wach zu bleiben.
Denn die Dialoge sind eher schlecht als recht, Spannung gibt es, wie gesagt,
nicht wirklich und auch die Atmosphäre, die im Dschungel ja ohne Frage
aufkommt, ist nicht mit anderen Vietnamfilmen zu vergleichen. Komisch ist
noch, dass die Amerikaner hier auch die unantastbaren Superhelden sind, die
erst 50 Leute erschießen, bevor sie von einer Kugel getroffen werden, dann
aber weitermachen, als wäre nichts geschehen... Zum Glück wird das ganze
dann aber nicht mit der amerikanischen Nationalhymne untermalt, sondern mit
schönen Klängen aus dem Italien der 80er Jahre, die ein wenig an die
Kultmusiker Goblin erinnern.
Trotz aller Kritik ist der Film aber kein schlechter, er kann getrost im
Mittelfeld der Filme eingeordnet werden, die sowieso kaum jemand sehen will,
was nicht zuletzt an Kommentaren wie diesem liegt, den der Captain
höchstpersönlich abgelassen hat:
„Ich habe keine Zeit den Vietkong zu hassen, ich töte sie nur“... |