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Wenn man einmal „Jason
X“ mit seinen 9 Vorgängern vergleicht unterscheidet dieser sich
doch drastisch von denen, wenn man mal von Jason und dem Thema
absieht. Wir befinden uns nun nicht mehr im Camp Crystal Lake,
sondern auf einem Raumschiff, tief im Weltraum im Jahre 2455.
Meiner Meinung nach war dieser extreme Ortwechsel ein Volltreffer im
positiven Sinne, denn jetzt kann niemand mehr nörgeln „Ist eh
immer das Gleiche!“. Mir gefällt diese Idee auf jeden Fall sehr
gut und wie ich so mitbekommen habe, den meisten anderen die den
Film gesehen haben auch. Die Tatsache das nun auch alles 455 Jahre
in der Zukunft spielt, ermöglicht dem Regisseur nun auch alles
mögliche futuristische einzubauen ohne das es unrealistisch
erscheint, denn wer weiß was es in 455 Jahren alles geben wird. Im
Mittelalter konnte sich ja auch niemand vorstellen, dass es
irgendwann einmal Fernseher, Handys, oder Flugzeuge gibt. Ansonsten
ist die Story aber recht simpel gehalten, denn bis auf „Jason
wacht auf, bringt alle um und am Ende gibt es einen Showdown mit den
letzten überlebenden“, gibt es eigentlich nichts mehr
spektakuläres, zumindest was die Geschichte angeht. In gewohnter
„Freitag der 13.“ Manier läuft der Film seine 88 Minuten ab und
es wird gemetzelt, (gelacht) und ab und an erschreckt.
Die Atmosphäre ist in
diesem 10. Teil auch wieder recht gut geworden, was aber eigentlich
klar ist, da der Schauplatz ja ein Raumschiff ist das viele dunkle
Ecken hat, mit vielen Rohren, lange enge Gänge und so weiter hat.
Teilweise baut der Film sogar eine richtige „Alien“ Atomsphäre
auf, besonders an der Stelle als die Marines Jason erledigen wollen
und einer nach dem anderen stirbt. Jeder seine Waffe im Anschlag,
alle laufen getrennt, Funkkontakt bricht ab, ihr wisst schon. Dafür
ist „Jason X“ aber nicht mehr so spannend wie seine Vorgänger.
Es gibt zwar auch einige spannende Momente in denen man sogar
manchmal aber selten erschreckt, aber wenn man den Film einmal mit
der Spannung von den alten Teile insbesondere Teil 1, 3 und 4,
vergleicht, dann zeiht Teil 10 ganz klar den kürzeren. In einem
Camp kann man einfach viel bessere Schockeffekte einbauen als in
einem Raumschiff. Ich muss aber zugeben, dass ich in einer Szene
richtig erschrocken bin und zwar als Jason völlig unerwartet durch
die Glasscheibe kommt und es auf einen Schlag richtig laut wird.
Dafür geht es aber in
Teil 10 um einiges Actionmäßiger zu als in den Vorgängern, denn
es ist einfach ununterbrochen was los. Es gibt wirklich keine
langweilige Minuten im Film, denn er geht gleich von Anfang an voll
los.
Was mir auch
aufgefallen ist, ist dass es in „Jason X“ die meisten Toten von
allen Teile gibt. Laut www.ofdb.de gibt es jetzt 25 tote und damit
ist „Freitag der 13. Teil 5 - Ein neuer Anfang“ mit einem
Bodycount von 23 geschlagen. Die Mordszenen sind wieder sehr hart
und abwechslungsreich insziniert, so dass man bei jedem toten was
neues zu sehen bekommt.
In einer Szene wird
beispielsweise eine Frau mit dem Kopf in flüssigen Stickstoff
getaucht, welcher in sekundenschnelle gefriert und wird kurz darauf
mit voller Wucht auf einen Tisch gedonnert. Das Ergebnis könnt ihr
euch sicher denken. Eine weitere sehr cool Szene ist die, in der ein
Marine mit dem Rücken in eine riesige auf dem Boden Stehende
Schraube geworfen wird und sich dann wie eine Mutter im Urzeigersinn
nach unten dreht, was übrigens lustig aussieht. Ein anderer wird
halbiert, einer Frau wird die Kehle durchgeschnitten, der Pilot wird
unter Strom gestellt und es gibt auch noch die ein oder andere
Aufspießszene. Es gibt noch mehr coole Szene die ich jetzt aber
nicht alle beschreiben will, bis auf eine noch, da die Liste sonst
endlos werden würde. Und gerade diese Eine Szene ist meiner Meinung
nach die coolst Szene im ganzen Film:
Im Raumschiff gibt es
einen Raum, indem man jeden X beliebigen Hintergrund laden kann, was
an den Film „Matrix“ erinnert. Gegen Ende des Films geht Jason
in den Raum und einer der Studenten lädt das Camp Crystal Lake, so
dass Jason verwirrt ist. Da Jason aber nicht wirklich darauf
reinfällt, ladet der Junge noch zwei nackte Camperinnen, die sich
gerade in den Schlafsack legen und Jason anmachen. Das Bild blendet
nun weg und in der nächsten Einstellung sehen wir nun wie Jason
beide Camperinnen in ihre Schlafsäcke eingewickelt hat, eine
hochhält und die andere mit ihr totschlägt und diese anschließend
gegen einen Baum donnert. Hört sich vielleicht krass an, aber
glaubt mir diese Szene ist zum schießen komisch, dass müsst ihr
einfach selber sehen!!
Die Splattereffekte
sind natürlich wie gewohnt sehr gut geworden und machen diesen Teil
zu einem der härteren Teile der Reihe, aber an die Teile 3, 4 und 9
kommt „Jason X“ was Brutalität angeht trotzdem nicht ran. Der
Splatterfan bekommt aber auf jeden Fall was geboten für sein Geld
und Leute die solche Filme nicht mögen, sollten um „Jason X“
lieber einen großen Bogen machen!
Die Rolle von Jason
Voorhees übernimmt erneut Stuntman Kane Hodder, dem die Rolle wie
aus dem Gesicht geschnitten wirkt. Jason ist dank ihm in absoluter
Hochform und mordet kreativer denn je. Die anderen sind mir eher
unbekannt, machen ihre Sache aber auch recht gut, zumindest wenn man
bedenkt das sie eh nur Kanonenfutter für Jason sind. Der Produzent
des Films ist kein geringerer als Sean S. Cunningham, der die „Freitag
der 13.“ Reihe 1980 ins Laben gerufen hat und der Regisseur James
Isaac, der seine Arbeit echt gut gemeistert hat. Er ist mir
ebenfalls unbekannt und hat außer „Jason X“ auch noch bei dem
Film „House 3“ Regie geführt, den ich aber leider noch nicht
kenne.
Ach ja, eine Stelle
hat mich irgendwie genervt und zwar die Stelle in der Jason von der
Andreoidin so zusammengeballert und im wahrsten Sinne des Wortes
zerlegt wird, denn immerhin ist Jason ja der Held im Film auf dessen
Seite die Zuschauer sind. Aber dafür kommt er danach mächtiger
zurück als je zuvor, aber an dieser Stelle verrate ich
nichts.
Die DVD die ich für
11 Euro ersteigert habe ist die spanische DVD, die man aber auch auf
englisch umstellen kann, was auch der Grund für meinen Kauf war.
Die DVD ist ungeschnitten und läuft 88 Minuten in PAL. Die US
Version läuft übrigens 93 Minuten aber in NSTC, was bedeutet das
beide uncut sind und gleich lang gehen. Das Bild ist sehr gut und
für einen „Friday“ Film ein echter Augenschmaus, aber der Film
ist ja auch erst 2001 erschienen und da kann man auch ein gutes Bild
erwarten. Das gleiche gilt auch für den Ton der sogar in Dolby
Digital ist. Bei den Sprachen kann man zwischen Englisch und
spanisch wählen und bei Bedarf auch Untertitel einschalten. Als
Überraschung gibt es auch noch ein paar Extras unter anderem 2
Trailer und 2 TV Spots zum Film selber, Filmographien und Interviews
mit den Schauspielern, mit dem Produzent und dem Regisseur. Leider
sind die Filmographien in spanisch und für mich daher unbrauchbar,
aber die Interviews dafür in englisch. Das Menü ist übrigens
schön aufgebaut und teilweise animiert. Ansonsten bleibt noch zu
sagen das es eine DVD 9 ist und der Film laut Spanien ab 18 ist und
hierzulande logischerweise ungeprüft. Ich kann die spanische DVD
von Columbia TriStar Home Video auf jedenfall weiterempfehlen!
Leider hat „Jason X“
es hierzulande nicht in die Kinos geschafft, was wohl an der
Brutalität liegt, aber wahrscheinlich erscheint er eh bald auf DVD
und VHS und mit etwas Glück auch noch uncut. Was ich lustig finde
ist das die Weltpremiere von „Jason X“ in Deutschland war und
wäre ich zu diesem Zeitpunkt schon 18 gewesen wäre ich vielleicht
hingegangen. Inzwischen ist auch eine UK DVD erschienen von dem
Label Entertainment Video, die ebenfalls ungeschnitten ist und sogar
ab 15 Jahren freigegeben wurde (Da sollte sich Deutschland mal ein
Beispiel nehmen!!!). |