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In China wird mit einem
amerikanischen Professor irgendein Ritual durchgeführt, bei dem dämonische
Figuren herbeigeholt werden. Einer fieser als der andere und
offensichtlich sind alle zum Töten bereit.
Viele tausend Kilometer davon entfernt feiert eine kleine Gruppe
von Studenten gerade eine Party in einem Haus. Die vier
Studierenden feiern ordentlich und wundern sich am nächsten Tag,
dass da eine Art Päckchen vor der Tür liegt. Sie meinen, dass es
für ihren Professor bestimmt ist, wickeln es aber trotzdem aus
und entdecken einen uralten Spiegel. Dieser wird natürlich direkt
an die Wand gehangen, was sich im Nachhinein als großer Fehler
rausstellen soll. Denn der Spiegel ist der Weg in eine mysteriöse
Parallelwelt. Eine Welt voller Pein, Schmerz und fiesen
Kreaturen... |
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„Killjoy“... wer kennt sie
nicht? Die Filmreihe aus dem Hause Full Moon, einen amerikanischen
Billiglabel vom B-Movie-Fanatisten Charles Band. Viele werden sie
sicherlich nicht kennen, da sie niemals in Deutschland eingeführt
wurden. Es sei den als US-DVD. Und so ist es auch nicht
verwunderlich, dass nicht mal der Autor dieses Textes die beiden
Vorgänger zu „Killjoy 3“ kennt...
Und so geht man dann einigermaßen behutsam an einen solchen
Streifen ran. Ohne große Erwartungen, denn es kann ja schließlich
sein, dass das fehlende Hintergrundwissen das Filmvergnügen
vermiest. Nach dem Einlegen der DVD und dem Starten merkt man
davon aber nichts. Bereits nach einigen Sekunden wird eine Kreatur
erschaffen, die sehr gruselig aussieht. Diese kreiert dann weitere
Monster, quasi ein paar dämonische Freunde. Alle waren
offensichtlich schon mal mit von der Partie und lassen einen auf
ein schauriges, fieses Filmchen hoffen. Der Anfang macht auf jeden
Fall schon mal Spaß. Man erkennt auch die Handschrift des
Produzenten Charles Band. Für Anhänger des Filmschaffenden ist
das keine schlechte Vorraussetzung.
Nach dem Beginn in Fernost geht es ins Studentenwohnheim in die
Staaten. Man merkt, dass alles ziemlich billig angelegt ist. Die
Dialoge sind hölzern, die jungen Darsteller reichlich
untalentiert und das Drehbuch wirkt hier stellenweise hanebüchen.
Regisseur John Lechago, der noch an keinem bekannteren Film-Werk
gearbeitet hat, versteht es ganz gut, das Geschehen auf minimalen
Raum so zu gestallten, dass keine Langeweile aufkommt. Zudem
huldigt er seinem Chef, in dem er die Studenten einen „Puppet
Master“ Teil im TV gucken lässt.
„Killjoy 3“ ist durchaus trashig angelegt. Alles ist schön
billig gemacht. Der Film erinnert unweigerlich an Genre-Beiträge
wie „Es“, „A Nightmare On Elm Street“ oder natürlich auch
andere Filme aus dem Hause Full Moon. Es gibt einige visuelle
Effekte, die sehr billig aussehen. Eine unappetitliche
Essens-Szene und sogar eine Handvoll blutige Einlagen. Aber auch
hier wird übertrieben (und gespart), was das Zeug hält - was das
Ganze nicht so schlimm wirken lässt.
Spannend ist es zwar nicht oft, ab und an wird es aber mal etwas
atmosphärisch. Und da alles minimalistisch angelegt ist, ist das
durchaus erstaunlich. Auf Actionszenen wird größtenteils
verzichtet. Wohl weil die Geld kosten. Dafür gibt es
typischerweise mehr Dialoge, die mit zunehmender Dauer auch
zunehmen. Dadurch relativiert sich der gute Eindruck vom Beginn
etwas, ohne das der Film aber richtig schlecht wird. Klar...
Leute, die gerne Hollywood-Blockbuster gucken, werden hier das
Gegenteil behaupten. Freunde des B-Films haben aber schon
zahlreiche andere Beiträge gesehen, die einschläfernder sind.
Da man bei „Killjoy 3“ solide Unterhaltung geboten bekommt,
die durchaus kurzweilig ist, kann man den Streifen problemlos
empfehlen. Falls man mal durch Zufall, oder sogar durch Absicht,
an die US-DVD kommt, sollte man zuschlagen. Und dadurch, dass man
im Film auch genügend Hintergrundinformationen geboten bekommt,
braucht man nicht zwingend erst mit „Killjoy“ und „Killjoy
2“ beginnen um die Zusammenhänge zu verstehen. |