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Nach dem Tod des Vaters von Eli und Joshua
sind die zwei Jungs aus Gattlin Weißenkinder. Eli erzählt seinem älteren
Bruder Joshua, dass ihr Vater auf einmal verschwunden ist, die Wahrheit ist
aber, dass er ihn mit übersinnlichen Kräften umgebracht hat. Eil ist
nämlich von einer Art Dämon besessen der ihm sagt das alle Erwachsenen
Sünder sind und den Tod verdienen. Jedenfalls werden die Beiden bei einer
Pflegefamilie in Chicago aufgenommen und werden dort dazu bewegt ein
normales Leben zu führen.
Das die Beiden anders sind als die anderen bemerkt man schnell und das
bekommen sie auch gerade in der Schule zu spüren. Der ältere Bruder Joshua
passt sich aber relativ schnell an, findet Freunde, wird relativ normal und
will von den fanatischen Sprüchen seines Bruders nichts hören. Eli
hingegen bleibt fest auf seinem Standpunkt und baut gleich am zweiten Tag an
dem er da ist ein Maisfeld an, in einer verlassenen Fabrik. Der Dämon von
dem er besessen ist, ist nämlich so eine Art böser, blutrünstiger
Maisgott.
Da Eli aber ein sehr guter Prediger ist schafft er es nach und nach immer
mehr und mehr ahnungslose Schüler für sich zu gewinnen und es dauert auch
nicht lange bis die ersten Morde geschehen. Jeder der dahinter kommt wer Eli
in Wirklichkeit ist, oder etwas anderes herausfindet muss dran glauben. Die
Sache wird nun immer kritischer und sein Bruder Joshua weiß als Einziger
was hier wirklich los ist. Eines nachts beschließt Eli dann das es an der
Zeit ist, dass seine Anhänger nun alle ihre Eltern umbringen sollen.
Der einzige der ihn jetzt noch aufhalten kann ist sein Bruder. |
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Die meisten Filme, die in irgendeiner Form
erfolgreich waren, werden in der Regel mit der ein oder anderen Fortsetzung
belohnt, mit der Hoffnung mit dem selben Thema nochmals die begeisterten
Zuschauer des ersten Teiles ein zweites oder sogar drittes Mal ins Kino zu
locken. Kommt die Fortsetzung gut an, wird noch eine weitere gedreht, usw. .
Gerade das Horrorgenre ist von Fortsetzungen nur so überschüttet worden
und heutzutage gibt es wirklich so gut wie keinen Horrorfilm mehr im Kino,
der nicht eine Fortsetzung oder ein Remake von irgendetwas ist. Was man
davon letztendlich halten soll muss an dieser Stelle jeder für sich
entscheiden. Leider sind zu 90 Prozent (oder mehr) die Fortsetzungen
schlechter als das original was auch des öfteren zu verärgerten oder
enttäuschten Zuschauern führen kann, denn wenn ein zweiter Teil schlecht
ist, kann das durchaus auch einen genialen ersten Teil nach unten ziehen.
Glücklicherweise gibt es aber auch Ausnahmen, wie bei „Kinder des Zorns“
Teil 2 und 3, wovon ich den dritten Teil sogar noch besser als den Zweiten
finde. Er kommt zwar nicht an den ersten ran, aber als sehr gut würde ich
den Film auf alle Fälle bezeichnen.
Während der zweite Teil eigentlich eine gute 1 zu 1 Kopie des ersten ist,
geht Teil 3 in eine ganz andere Richtung und bringt somit neue Würze in die
Reihe. Zum einen wird das Geschehen aus dem Maisfeld in die Großstadt
verlegt und zum anderen kommen hier die (mörderischen) übersinnlichen
Kräfte mehr zur Geltung als in den ersten beiden Folgen. Abgesehen von ein
paar Ausnahmen wird hier eigentlich jeder Mord durch die übersinnlichen
Kräfte von Eli ausgeführt.
Der Film ist zwar etwas anders als die anderen Teile, trotzdem hat er aber
noch viele Gemeinsamkeiten, wie zum Beispiel die Sache mit dem Mais, oder
„Er der hinter den Rain geht“. Es ist somit klar zu erkennen, dass der
Regisseur diesmal nicht nur einen Abklatsch schaffen wollte, sondern
versucht hat, die Geschichte interessant weiterführen; und das ist ihm
meiner Ansicht nach auch gut gelungen.
Entgegen manch anderen Meinungen finde ich den Film von Anfang an
interessant, selbst in der ersten 30 Minuten wo noch so gut wie nichts „Aufregendes“
passiert. Ich finde es so wie es ist sogar gerade optimal, denn dadurch
lernt man bestens dich wichtigsten Charaktere im Film kennen und man bekommt
auch etwas Bezug zu ihnen. Dadurch wird der Film gerade im späteren Verlauf
gleich spannender. Ich fand es auch interessant zu sehen wie zwei Gattlin
Kinder (Gattlin ist das Dorf in dem alles begann (Teil 1 und 2)) auf einmal
in der Großstadt Chicago sind. Nachdem dann aber der erste Mord geschieht
und der Film in die Gänge kommt, wird er eigentlich von Minuten zu Minute
spannender, so dass man wirklich gespannt bis zum Ende da sitzt. „Kinder
der Zorns 3“ ist jedenfalls einer der Filme, die von Minute zu Minute
immer interessanter werden und ein sehr actionhaftes Finale haben.
Zwischendrin hat der Film auch immer wieder den ein oder anderen Höhepunkt,
welcher eigentlich auch immer in Bezug mit einem Mord ist. Leider kommt aber
nicht mehr eine so gute Atmosphäre wie in den Vorgängern auf, aber das ist
in einer Großstadt auch nicht so einfach.
In welcher Hinsicht sich der dritte Teil von der ersten Beiden aber gewaltig
abhebt ist der Punkt Mordszenen. Im ersten Teil wird eigentlich
größtenteils nur angedeutet (Trotzdem ist er aber indiziert). Der zweite
hingegen zeigt in dieser Hinsicht schon etwas mehr, ist aber trotzdem noch
zurückhaltend. Beim Dritten aber wurde die Gore-Schraube kräftig nach Oben
geschraubt und ist somit um ein vielfaches brutaler als die ersten beiden.
Die Morde die wir hier zu sehen bekommen können locker mit jedem „Freitag
der 13.“ Teil mithalten. Bei „Kinder der Zorns 3“ wird beispielsweise
ein Gesicht gezeigt, welches in Grossaufname schmilzt, einer Frau kracht der
Kopf in zwei Hälften und es krabbeln sehr viele Kackerlacken raus (erinnert
an „Halloween 3“) oder einem Jungen wird ganz langsam und in
Großaufnahme der Kopf samt Wirbelsäule rausgerissen. Es gibt sogar eine
Szene die tut bei Zuschauen richtig weh (und dieses Phänomen tritt bei mir
wirklich selten auf). Und zwar stolpert eine Frau (durch die übersinnlichen
Kräfte Eli’s) und knallt beim Fall auf den Boden, volle Kanne mit dem
Hinterkopf auf einen Wasserhahn, so dass dieser letztendlich im Kopf steckt.
Ihr glaubt gar nicht wie das bei Zuschauen reinzieht, obwohl ich den Film
schon das zweite Mal gesehen habe. Bei dieser Szene kann man sich den
Schmerz richtig an sich selber vorstellen. Am Ende bekommen wir dann noch
den Dämon in voller Pracht zu sehen und es splattert nochmals ordentlich.
Erwartet aber keinen Film im Stil von „Braindead“, denn dann werdet ihr
maßlos enttäuscht! Als ich den Film nämlich das erste mal sah, erwartete
ich eigentlich keinen blutigen Film und staunte dementsprechend bei machen
Szenen nicht schlecht.
Ich hab auch schon öfters gelesen, dass der dritte Teil der brutalste Teil
der Reihe ist. Ob das stimmt kann ich nicht sagen, da ich noch nicht alle
Teil kenne. Von den 4 Teilen, die ich aber gesehen habe (alle uncut) ist es
auf jeden Fall der mit Abstand blutigste.
Alle Effekte sind eigentlich, bis auf den Dämon selber am Ende, sehr gut
gelungen. Dieser sieht leider etwas arg künstlich aus und als ein Mädchen
von ihm gefressen wird kann man deutlich erkennen, dass es sich nur um eine
Puppe handelt. Hierbei haben die Macher leider etwas geschlampt, ich kann
euch aber versichern das dies den Spaß beim Schauen nur sehr minimal
mindert. Lasst Euch deswegen nicht abschrecken, denn der Film ist wirklich
sehr gut und sehenswert.
Die Schauspielerische Leistung ist auf üblichem Horrorfilm Niveau.
Hervorzuheben wäre auf jeden Fall der junge Eli, der seine Rolle wirklich
einwandfrei spielt. Es kommt nicht selten vor das man als Zuschauer denkt
„Dieser verdammte kleine Bast***“. Die anderen Hingegen spielen alle
okay aber mehr nicht. Den einzigen Kritikpunkt hierbei hätte ich bei
Malcom, Joshuas Freund. Ich weiß auch nicht, aber irgendwie ändert dessen
Laune sich immer von Sekunde zu Sekunde und kommt irgendwie nicht immer
überzeugend rüber. Annehmbar für einen Horrorfilm aber auf alle Fälle.
Regisseur des Films ist James D.R. Hickox. Von ihm habe ich bisher noch nie
etwas gehört, ich weiß nur, dass sein Bruder Anthony Hickox „Hellraiser
3 - Hell on Earth“ und „Warlock 2 - The Armageddon“ gemacht hat. Die
Grundidee „Children of the Corn“ basiert übrigens auf einer
Kurzgeschichte von Stephen King.
Meine Meinung basiert auf der DVD von Eagle Entertainment welche bis auf
einen kurzen Dialog komplett ungeschnitten und limitiert ist. Wie viel ich
bezahlt habe weiß ich nicht mehr, aber mehr wie 15 Euro dürften es nicht
gewesen sein. Gegen die Bild und Tonqualität kann man eigentlich nichts
sagen, sie ist zwar nichts besonderes aber auf jeden Fall gut annehmbar. Man
kann den Film in deutsch oder englisch ansehen, Untertitel sind aber keine
Vorhanden. Der Film ist in 12 Kapitel aufgeteilt und als Bonus gibt es den
Trailer zum Film selber. Mehr nicht, aber das ist mir auch egal. Bei dieser
DVD ist es mir eigentlich nur darum gegangen den Film ungeschnitten und in
möglichst guter Qualität zu sehen. Auch das Menü ist recht einfach
gestaltet und besteht lediglich aus einem Standbild. Die Scheibe selber ist
ungeprüft (keine Vermietung oder Verkauf an Kinder und Jugendliche) und
wird in Deutschland nicht vertrieben. Man müsste sie aber in diversen
Onlineshops und Auktionshäuser finden.
Die deutsche FSK 18 Version ist leider stark geschnitten. Ich hab mal so
grob einen Schnittebericht gesehen und es war viel: Insgesamt drei Minuten.
Die FSK 16 Fassung wurde dann noch einmal um drei Minuten kastriert was
insgesamt 6 Minuten Spielzeit ausmacht und somit so gut wie alles „größere“
fehlen dürfte. Ob diese beiden deutschen Fassungen noch zu empfehlen sind
würde ich jetzt klar mit Nein beantworten. Anscheinend ist aber die 16ner
Fassung immer noch genießbar, bestätigen kann ich das aber nicht. Ich
jedenfalls empfehle Euch mit Nachdruck die Schweizer DVD von Eagle
Entertainment. Noch was, es gibt auch eine deutsche Bootleg DVD von DMC, die
der Schweizer DVD entspricht.
„Kinder des Zorns 3“ hat mich sehr gut unterhalten und ich vergebe eine
hohe Wertung. Für Leute die einen interessanten Horrorfilm sehen wollen und
auch nichts gegen die ein oder andere brutale Szene einzuwenden haben ist
dieser Film genau richtig! |