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Agata
ist mit dem Auto auf einer einsamen Straße unterwegs. Alles ist ruhig, bis
sie plötzlich ein kleines Kind überfährt. Geschockt steigt sie aus, um
nach dem Rechten zu sehen. Dann wird es plötzlich dunkel vor ihren Augen:
Sie wurde ebenfalls von einem Auto erwischt.
Sie wird schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Agata liegt im Koma
und es müssen ihr beide Beine amputiert werden. Nach dem ersten Schock
macht sich ihre Zwillingsschwester Catalina mit ihrem Freund und dem Freund
von Agata auf, die Unfallstelle zu untersuchen. Catalina hat nämlich
seltsame Wahnvorstellungen vom Unfallhergang. Dabei machen sie einige
merkwürdige Entdeckungen. Unter anderem treffen sie eine alte Frau, die
ihnen mysteriöse Sachen über die Unfallstelle, den 31. Kilometer der
Straße, erzählt.
Um Agata aus dem Koma zu befreien, und ihre eigenen Wahnvorstellungen
loszuwerden, muss Catalina herausfinden, was vor langer Zeit am
Kilometerstein 31 geschah. |
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"Km. 31" ist ein durchaus
ungewöhnlicher Titel für einen Film. Klingt auf den ersten Blick nach gar
nichts. Betrachtet man sich die DVD dann genauer, stellt man fest, dass man
es mit einem mysteriösen Straßenpunkt zu tun hat. Mysteriös daher, weil
dort etwas geschehen ist. Etwas seltsames, dass zur Folge hat, dass dort ein
Geist rumschwiert. Wer sich regelmäßig neue Horror-Filme ansieht, wird
sicherlich auch so einiges von der japanischen Horror-Welle mitbekommen
haben. Ob „Ring“, „Dark Water“, The Eye“, irgendwann hatte man das
Gefühl, alles gesehen zu haben.
Vielleicht ist die Welle aus Fernost nicht bis nach Mexiko rübergeschwappt,
denn die mexikanisch-spanische
Co-Produktion, vom mexikanischen Nachwuchsregisseur Rigoberto Castañeda
beschäftigt sich mit einer Thematik, die den angesprochenen japanischen
Filmen sehr ähnelt. Daher wird der erfahrene Betrachter von den
Schock-Szenen nur wenig überrascht sein, auch vom Ausgang der Geschichte
und der Charakterisierung der verschiedenen Rollen. Alles kommt einem
irgendwie bekannt vor. Zudem hat der Film das Problem, dass er sich zuviel
mit Dialogen beschäftigt, die nicht sonderlich viel zur Sache tun. Einiges
ist zwar sehr interessant, aber lange nicht alles.
Technisch ist das Ganze sauber in den Kasten gebracht worden. Es gibt gute
und interessante Kameraeinstellungen und man hat sich offensichtlich
Gedanken zum Drehbuch gemacht. Der Anfang ist spannend in Szene gesetzt und
das Ende weiß auch zu unterhalten. Der Rest, in der Mitte, ist dann aber
weniger spannend. Atmosphärisch bewegt sich "Km. 31" auf
einem mittelprächtigem Niveau. Die Szenen im Wald und im Krankenhaus
können Stimmung erzeugen. Auch die wenigen Effekte können sich sehen
lassen. Gemeinsam mit einem guten Schnitt, wird man des Öfteren gut von dem
schnöden Einheitsbrei abgelenkt.
Aber dafür, dass den Machern nur ein Budget von knapp zwei Million US$ zur
Verfügung stand, ist "Km. 31" gelungen. Man sieht ihm das geringe
Budget kaum an. Da hat man schon anderes, schlechteres mit einem vielfachen
an Kohle gesehen. Und die finanzielle Englage erklärt vielleicht auch,
warum so viel gelabert wird. Solche Szenen kosten nun mal kaum Geld. Gut
ist, das die Darsteller gut ausgewählt wurden. Lediglich Adrià
Collado („Hell’s Resident“) huscht als bekanntes Horror-Film-Gesicht
über die Matschscheibe.
Als Grusler für Zwischendurch ist "Km. 31" sicherlich geeignet.
Man darf halt nicht zu viel erwarten. Über die Mittelmäßigkeit kommt er
auf jeden Fall nicht heraus und da dürfte es keinen wundern, wenn der
Streifen keine großen Runden in der Szene dreht. Dafür ist er zu
unspektakulär und hat zu viele Genre-Kollegen, die mehr können. |