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Ein junges Mädchen wankt eine Straße
entlang, ihre Hände sind blutüberströmt. Ein Auto kommt angeschossen und
fährt das Mädchen an. Der Fahrer steigt sofort aus seinem Wagen aus und
ist erst einmal entsetzt vom Aussehen des Mädchens, er alarmiert einen
Krankenwagen.
Wenig später wacht das Mädchen nach einer sehr langen OP im Krankenhaus
auf und ist unfähig zu reden. Niemand weiß, was mit der jungen Frau
passiert ist. Ihr Gesicht ist mit tiefen Schnittwunden versehen und auch auf
ihrem Körper finden sich vielerlei Verletzungen wieder. Besonders stechen
dabei ihre Handgelenke ins Auge, vermutlich hatte sie schon einmal versucht
sich etwas anzutun. Im Schlaf murmelt sie immer wieder das Wort „Kolobos“.
36 Stunden zuvor lernen wir 5 junge Leute kennen, die sich alle auf eine
Zeitungsannonce hin für ein Experiment gemeldet haben. Die 5 sind reichlich
unterschiedliche Persönlichkeiten. Kyra hat somit die meiste Zeit ihres
Lebens in einer Art „Anstalt“ verbracht, da sie große psychische
Probleme hat, sie hat starke Angstzustände, die sie jedoch mittels
Tabletten unter Kontrolle halten kann. Erika ist eine
Möchtegernschauspielerin, die sehr von sich selbst eingenommen ist. Tina
ist eher ein lebenslustiges Mädel, das bei jedem Ulk dabei ist. Tom reist
gerne Frauenfeindliche Sprüche und hält sich für unwiderstehlich und Gary
ist eher ein normaler Studententyp. Das Experiment ist dabei eine Art
Rund-um-die-Uhr-Überwachung. Die 5 sollen eine gewisse Zeit in einem mit
allem ausgestatteten Haus verbringen, in dem sich überall Kameras befinden
und sollen sich dabei so natürlich wie möglich verhalten.
Alles scheint auch hervorragend zu laufen, den 5 fehlt es an nichts. Jedoch
bleibt dies natürlich nicht so. Kyra verbringt viel Zeit in ihrem Zimmer
mit malen, eine Art Therapie, die sie in der Anstalt gelernt hat. Sie
verarbeitet ihre Alpträume, indem sie sie aufs Papier bringt. Währendessen
sehen sich die andern 4 ein paar von Erikas Filmen im Wohnzimmer an. Als
Tina in der Küche etwas zu trinken holen will, erwartet sie dort eine „Überraschung“.
2 Sägeblätter schwirren plötzlich durch die Luft und erwischen sie. Als
alle von dem Geschrei angelockt werden, ist das Entsetzen natürlich erst
mal groß und sie wollen so schnell wie möglich das Haus verlassen, jedoch
riegeln sich plötzlich alle Fenster und Türen mit Stahlplatten ab und ein
Entkommen scheint unmöglich. |
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Der Film ist spitze!!! Einzig
die Synchronstimme von Tina hat mich etwas genervt, aber da sie ja auch als
erstes abgemurkst wird, ist dies auch vernachlässigbar! Der Film ist
spannend von Anfang bis zum Schluss und hält sogar am Ende noch eine
Überraschung bereit, mit der wohl die wenigsten rechnen würden. Die Story
erinnert so ein wenig an Big Brother, nur halt mit dem Unterschied, dass es
hier spannend ist und dass tatsächlich etwas passiert. Ich denke mal, dass
viele sich nach diesem Film überlegen würden, bei einem solchen Casting
teilzunehmen. Wichtig wäre auch noch zu erwähnen, dass dies hier kein
normaler Slasherfilm alla Scream oder Freitag der 13. ist. Die Story ist
einfach etwas völlig neues und es ist schwierig sie hier richtig
wiederzugeben ohne dabei zu viel zu verraten. Schließlich wird erst gegen
Ende des Films das Geheimnis um Kolobos gelüftet. Auch wenn die Story so
ein bisschen was von Haunted Hill zu haben scheint, glaubt mir, dem ist
nicht so!
Splattereffekte gibt es ebenfalls, zwar nur wenige, aber diese haben es in
sich. Wodurch somit auch Splatterfans nicht enttäuscht werden. Die
Sägeblätter, die durch einen Laserstrahl in der Küche ausgelöst werden,
wirken durchaus sehr realistisch, ebenso die Wunden die sie bei Tina
auslösen. Ein weiteres Highlight ist eine Dusche aus der Säure
herauskommt, eine Badezimmerkante, bei der sogar mir ein leichtes „Aua“
über die Lippen kam und ein ziemlich spitzes Hirschgeweih. Ich verkneife
mir hier mal wieder zu ausführlich auf die Szenen einzugehen. Wer diese
gerne detaillierter beschrieben haben möchte, der wende sich an Robocop2
mit der Bitte um seinen uncut- Bericht zu diesem Film hier.
Die Atmosphäre ist ebenfalls sehr passend. Auf den ersten Blick macht das
Haus einen sehr gemütlichen Eindruck, als die Ereignisse dann jedoch ihren
Lauf nehmen, ändert sich dies schlagartig. Glühbirnen gehen kaputt und der
Strom ist ständig weg und die 5 stehen im Dunkeln. Man weiß als Betrachter
genau, dass jetzt etwas passiert während dieser Zeit und kann es kaum noch
abwarten, bis man endlich wieder etwas sieht. Ein gutes Beispiel, wie man
sich in der scheinbar heilen Welt des Hauses irren kann, ist auch folgende
Szene, bevor es die erste Tote gibt: Kyra liegt auf ihrem Bett und ringt mit
dem einschlafen, sie zeichnet noch ein paar Skizzen auf ihrem Block. Wir
sehen alles aus der Sicht der Kamera über ihr. Die Augen fallen ihr zu und
der Block fällt vom Bett. Als nächstes sehen wir dann, wie dieser Block
unter das Bett gezogen wird.
So manche eher zart besaitete Person wird nach diesem Film wohl erst einmal
unter ihr Bett schauen bevor sie sich das nächste mal hinein legt.
Die Schauspieler sind mir mal wieder (wen wundert's) unbekannt, aber das
macht auch nix, sie spielen ihre Rollen recht passabel und glaubwürdig.
Lediglich oben genannte Synchronstimme nervt ein bisschen, aber darüber
sieht man gerne hinweg.
^v^ FAZIT: ^v^
Ein durch und durch empfehlenswerter Film, zumindest für alle Fans des
Horror- oder Psychothrillergenre. Der Streifen hat es wirklich in sich und
erhält von mir auch eine Höchstwertung! Leute die kein Blut sehen können,
sollten vielleicht besser zur geschnittenen Fassung dieses Films greifen
bzw. sollten ihn halt gleich ganz meiden! |