|
Eine Gruppe von amerikanischen Touristen ist
auf einem Bustrip durch spanische Städte und deren Sehenswürdigkeiten.
Schon bald wird eine Frau ermordet, was logischerweise etwas Unruhe unter
den Reisenden auslöst. Als bald darauf eine weitere Frau getötet wird und
alles so aussieht, als ob ein Serienmörder umgeht, ist die Hysterie
groß.
Ein spanischer Polizist, der sich in seiner
letzten Arbeitswoche vor dem Ruhestand befindet und sein junger Nachfolger
werden auf den Fall angesetzt und stehen alsbald vor mehreren Rätseln.
Jeder der Touristen scheint als potentieller Mörder in Frage zu kommen, da
keiner ein handfestes Alibi für die beiden Morde hat. Auch als weiter
gemordet wird klärt sich die Lage nicht auf – Im Gegenteil. Es scheiden
nur diejenigen als Mörder aus, die ihm zum Opfer gefallen sind.
Die beiden Polizisten wissen vom Mörder
lediglich, dass er einen roten Regenmantel trägt und seinen Opfern jeweils
ein Auge entfernt... |
|
Bei „Labyrinth des Schreckens“ handelt es
sich, wie man an der Story sicherlich leicht erkennen kann, um einen Giallo,
den Umberto Lenzi in Jahre 1975 in den Kasten brachte. Freunde des
Regisseurs werden sicherlich erwarten, dass es ähnlich hart wie in seinen
Zombie- oder Kannibalenfilmen zur Sache geht, dem ist aber nicht so. Es gibt
zwar einige Szenen, in denen den Opfern Augäpfel entfernt werden, die
wurden aber relativ unblutig und amateurhaft verfilmt, was an dem FSK 16
bereits vor dem Betrachten des Films erahnt werden kann.
Lenzi hat in „Labyrinth des Schreckens“
mehr darauf geachtet eine gute Story zu verfilmen, die viele Wendungen
bietet und den Zuschauer bis zum Schluss mit raten lässt, wer der Mörder
ist. Die Charaktere sind recht gut gezeichnet, man merkt aber schnell, dass
es sich nur um ein B-Movie handelt, da in der ein oder anderen Szene etwas
Lieblosigkeit respektive Oberflächlichkeit attestiert werden kann. Dies
schmälert die Qualität des Plots aber nur in Maßen, da er durchweg
unterhaltsam und, wie gesagt, bis zum Ende Wendungsreich ist. Richtig
langweilige Szenen sind nicht vorhanden und auch Sinnlosdialoge halten sich
in Grenzen.
Das
Ganze ist zwar nicht immer glaubhaft, eignet sich aber um einige
Spannungsmomente aufzubauen, die teilweise von einer guten Atmosphäre
untermauert werden. Sicherlich verfügt das Drehbuch über mehr Potential,
als der italienischen Meisterregisseur, letztendlich rausgeholt hat, eine
gute Unterhaltung ist dem Giallo- und Horror-Interessierten aber gewiss. |