|
Der kleinkriminelle Terry Hawkins wurde wegen
Drogenbesitzes für ein Jahr weggesperrt. Nach seiner Entlassung ist er
bemüht Geld zu machen und gerät dabei an einen zwielichtigen
Pornoregisseur und seinen unzufriedenen Produzenten. Die Verkaufszahlen der
Schmuddelwerke stagnieren in letzter Zeit, was den Produzenten nicht gerade
freundlich stimmt. Er will Material, welches die Verkaufszahlen wieder
ansteigen lässt und Terry soll ihm dieses besorgen.
Terry kommt es schnell in den Sinn, etwas Ungewöhnliches zu drehen. Etwas,
das die Welt zuvor noch nicht gesehen hat. Er bringt Menschen unfreiwillig
vor die Kamera, wo er sie dann in einer Zeremonie tötet. Terry hat damit
wirklich etwas gefunden, was den gierenden Markt befriedigen könnte, doch
das Projekt gerät völlig außer Kontrolle... |
|
Lange galt er als verschollen und regte
Diskussionen rund um das Thema "Snuff" an. Jetzt ist “Last House
On Dead End Street” auch in Deutschland erhältlich, auf DVD gepresst. Es
ist ein Streifen, der sicherlich nur zwei Meinungen zulässt. Entweder
"grausam beeindruckend" oder "grausam schlecht".
Beeindruckend kann man ihn deswegen werten, weil er, für damalige
Verhältnisse, weit über die Grenzen des "guten Geschmacks" geht.
Er wirkt düster, deprimierend, schwer verdaulich. Die technische Seite
rundet diese gewonnen Eindrücke ab. Allerdings kann dies auch dazu führen,
dass man “Last House On Dead End Street” als "grausam
schlecht" einstuft. Das Bild ist wirklich sehr schlecht. Auf Super-8
gedreht und mit vielen Verschmutzungen übersäht. Es könnte natürlich
sein, dass ein besseres Master-Tape eine bessere Qualität aufweist, aber
die Anzahl Kopien sollen nicht gerade üppig sein. Der Ton ist ebenfalls
nicht das, was ein Filmliebhaber im 21. Jahrhundert als Klanggenuss
bezeichnen würde. Doch hat man sich erst mal von der mitreißenden und
verstörenden Stimmung stimulieren lassen, kann die schlechte Qualität
durchaus die Authentizität des Streifens erhöhen, die ja bekanntermaßen
nicht vorhanden ist.
Minutenlange Sequenzen, in denen die Opfer malträtiert werden, schockieren,
ohne dass sie aufgrund ihres nicht gerade reichhaltigen Inhalts langweilen.
Der Gore-Faktor ist dabei relativ hoch. Es wird zwar nicht explizit Gewalt
dargestellt, der Blutverbrauch ist aber dennoch sehr hoch. Das Ganze
erinnert ein wenig an die Gore-Szenen des guten, alten H.G. Lewis, die
sicherlich als Vorlage gedient haben.
Erzählt wird im Verlauf des Films zwar nicht viel, dafür aber reichlich
dargestellt. Man kann sich gut in die kranke Psyche des Protagonisten und
seinen Helfern hineindenken. Die Darsteller spielen dabei nicht gerade wie
professionelle Akteure, die sie ja auch nicht sind. Dennoch wirkt das
Gezeigte, gerade weil sich die Laiendarsteller recht locker geben. Man hat
eben die ganze Zeit den Eindruck, als würde man einem Amateur-Team
zugucken, die einen Film machen wollen...
Regisseur Roger Michael Watkins hatte nach “Last House On Dead End Street”
keinen Erfolg mehr im Filmgeschäft. Vielleicht hatte er damals nur das
Glück, etwas zu machen das es vorher nicht so gab - eben so, wie seine
Filmfigur.
"Last House On Dead End Street" ist sicherlich alles andere als
Dutzendware und bei Freunden des Mainstream wird er nicht landen können.
Andererseits ist er für Leute interessant, die ihn schon immer mal wegen
der Gerüchte um seinen Inhalt sehen wollten. Man sollte aber nicht mit
zuvielen Erwartungen an ihn herangehen, sondern sich einfach von dem
Gezeigten tragen lassen. Dann ist ein netter, verstörender und
außergewöhnlicher Filmgenuss für Freunde des etwas anderen Film
vorprogrammiert. |