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„Wenn
du an Gott glaubst, musst du auch an den Teufel glauben.“ Diese
Aussage springt einem direkt von dem DVD-Cover ins Gesicht.
Nach
der Lektüre des Klappentextes fragt man sich dann, ob es den
Teufel gibt, obwohl man nicht an Gott glaubt. Und überhaupt: ist
alles nur eine Frage des Glaubens, was alle Überrationalen
sowieso abstreiten? Wir werden es wohl nie erfahren, Pater Marcus
schon.
Aber
unabhängig vom Ausgang dieses Films im Stile einer „Mocumentation“
(eine Fake-Dokumentation) – und das Ende ist wirklich sehr
sehenswert – ist dem deutschen Regisseur Daniel Stamm bei seinem
ersten großen Film ein äußerst beeindruckendes Werk gelungen; höchstwahrscheinlich
wurde Herr Stamm vom „Hostel“-Regisseur Eli Roth unterstützt
und inspiriert, da die Spannung in beiden Filmen durchaus ähnlich
ist.
In
ihrer ersten großen Rolle überzeugt auch Ashley Bell als Nell.
Sie spielt die Besessenheit derart gut, dass man sich immer wieder
fragt, ob sie nun einen Dämon beheimatet oder doch „nur“
psychisch krank ist.
Seine
Müdigkeit im Glauben sieht man Cotton Marcus (Patrick Fabian –
auch er in seiner ersten beachtenswerten Rolle) an. Eine wirklich
gute Leistung. Der Rest der Schauspieler macht seine Sache gut,
vor allem wenn man bedenkt, dass alles wirklich wie eine gute
Dokumentation wirkt.
Und gerade dieses Element lässt diesen Film als besonders
spannend erscheinen. Nicht ganz so gut umgesetzt wie in „Blair
Witch Project“, aber viel besser als in vielen anderen Versuchen
dieses Genres liefert Daniel Stamm mit „Der letzte Exorzismus“
den besten Film mit diesem Thema seit „Der Exorzismus von Emily
Rose“. Unbedingt ansehen! |