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Ein Trupp von US-Army-Reservisten ist in den
Sümpfen von Louisiana unterwegs, um eine Durchschlagübung abzuhalten. Die
Männer sind in bester Stimmung und trotz vieler verschiedener Charaktere
kommt es kaum zu Reibereien.
Als sich der Navigator etwas verhaut, stehen die Soldaten vor einer
schwierigen Entscheidung: Sollen sie den großen See, der sich vor ihnen
auftut, durchqueren, oder sollen sie ihn umlaufen und somit einiges an Zeit
verlieren? Zum „Glück“ findet die Truppe nahe des Sees eine verlassene
Hütte mit zwei Kanus. Der Chef überlegt kurz und entscheidet dann, sich
die Boote auszuleihen. Er lässt eine Nachricht zurück und dann geht es
aufs Wasser.
Nach wenigen Metern sehen die Soldaten Männer am Wasserrand. Offensichtlich
die, bei denen sie sich die Boote ungefragt ausgeliehen haben. Einer in der
Truppe will sich daraufhin einen Spaß erlauben, der bitteren Ernst nach
sich ziehen soll. Er schießt mit seinen Platzpatronen auf die
Einheimischen, doch diese finden das gar nicht witzig und erwidern das Feuer
mit scharfer Munition, was den Tod des Feldwebels zur Folge hat.
Von nun an beginnt für die Soldaten ein Wettkampf mit dem Tod, in den
unwegsamen Sümpfen von Louisiana, den sie normalerweise nicht gewinnen
können... |
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Wie einfach das Filmemachen doch manchmal sein
kann. Nimm einfach ein paar Hinterwäldler, schicke sie auf eine
Menschengruppe los und schon hast du einen unterhaltsamen Film. Das Ganze
wird natürlich noch mit einer schönen Umgebung und etwas Blut aufgepeppt,
damit auch die passende Atmosphäre entsteht.
„Die letzten Amerikaner“ ist ein Paradebeispiel dafür, wie einfach es
sein kann, auf einfache Art und Weise solch gute Filme herzustellen. Gleich
am Anfang wird man von der wunderschönen Optik fasziniert, die wohl die
schönsten Ecken des Sumpfgebietes in Louisiana zeigt. Man weiß zwar noch
nicht was vor sich geht, da es nur ein paar Soldaten auf einer
Durchschlagübung gibt, aber selbst diese Bilder gehen einem, aufgrund der
sumpfigen Optik, unter die Haut.
Wenig später geht es dann, mit einem lauten Knall, ans Eingemachte. Die
Stimmung kippt schlagartig und die, die vorher noch irgendwelche Jäger
waren, werden zu Gejagten. Was eigentlich nur eine harmlose Übung werden
sollte, entwickelt sich zu einem Kampf mit einem unsichtbaren Gegner, der
neben dem Heimvorteil auch noch mehr Munition hat. Die Soldaten sind jeweils
mit zwei scharfen Patronen ausgestattet, wohingegen die Einheimischen über
weit mehr Geschosse verfügen. Und es kommt auch noch hinzu, dass die Jäger
gute Fallensteller sind, die nicht nur Fallen für kleine Tiere bauen
können...
Die Atmosphäre ist schon zu Beginn gut, doch bei der Jagd verstärkt sich
das Ganze dermaßen, dass es einen riesigen Spaß macht, sie Story zu
verfolgen. Proportional ist auch ein Spannungsanstieg festzustellen, der von
einer bedrückenden Stimmung untermauert wird. Die Protagonisten, die solide
dargestellt werden, müssen nun als Gruppe funktionieren, was bei den
verschiedenen Charakteren gar nicht mal so einfach ist.
Walter Hill hat es verstanden, ein gutes Drehbuch intelligent umzusetzen. Es
kommt eigentlich nie zu langatmigen Szenen und an die Freunde des
Splatterfilms wurde auch gedacht. Einige Szenen können sich wirklich sehen
lassen, da sie optisch gut gemacht sind und ihre Härte zum Film passt. „Die
letzten Amerikaner“ ist ein sehr intensiver, harter, spannender und
äußerst unterhaltsamer Film, der eigentlich zum Pflichtprogramm derjenigen
gehört, die sich von ein paar blutigen Szenen nicht abschrecken lassen. |