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Die nordamerikanische
Kleinstadt Roscoe wird von einem schweren Gewitter heimgesucht. Fürchterlichen
Blitze dreschen auf die draußen stehenden Menschen ein und töten
sogar einige von ihnen. Sheriff Bradley untersucht die Todesfälle
und wird skeptisch, was das Naturphänomen betrifft. Denn die
Blitze und der Donner kehren immer wieder in seinen Überwachungsbereich
zurück. Bradley ahnt, dass etwas Übernatürliches über Roscoe
schwebt. Der Bürgermeister sieht das allerdings anders. Er will
das prestigeträchtige Kürbisfest, welches traditionell in Roscoe
gefeiert wird, nicht in Gefahr bringen... |
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Das ist mal etwas ganz Neues:
Gewitter greifen Menschen an. Im Horror-Film bekommt man ja oft
Wiedergekautes vorgesetzt und somit dürfte ein jeder Genre-Fan
voller Vorfreude sein, wenn er sich den Klappentext der DVD-Hülle
zu Gemüte führt. „Lightning Strikes – Das Ende ist nahe,
sehr nahe!“ ist also anders. Muss man zumindest denken.
Denn dem geschulten Horror-Auge wird bei genauerer Betrachtung
schnell klar, dass es sich bei diesem Streifen um Fließbandware
handelt. Fließbandware, die offensichtlich für das Fernsehen
produziert wurde und mit vielen Stereotypen daherkommt: Ein
Sheriff sieht die Stadt und deren Einwohner in Gefahr, der Bürgermeister
will davon aber nichts wissen, da in Kürze ein Volksfest
stattfinden soll. Dies ist schon in einigen Horror-Filmen so, oder
zumindest so ähnlich, thematisiert worden und jeder kann sich
bereits nach einigen Minuten erahnen, wo der Film hinlaufen wird.
Bis er da ankommt, wo er ankommen muss, hat man es mit einem
soliden Streifen zu tun. Solide in anbetracht dessen, dass er
lediglich für das TV produziert wurde. Es gibt viele Dialoge, die
mal mehr und mal weniger sinnfrei sind. Trotz der Häufigkeit der
Gespräche geben die Rollen aber nicht allzu viel von sich preis.
Man sieht so ziemlich an allem, dass der Film sehr kostengünstig
produziert und wohl an allen Ecken und Kanten gespart wurde. Da
kommt es einem dann auch etwas merkwürdig vor, dass mit Kevin
Sorbo („Hercules“, „Andromeda“, „Bitch Slap“ u.a.) ein
durchaus bekanntes Gesicht ins Boot geholt werden konnte. Sorbos
Leistungen sind allerdings nicht überragend und passen zum leicht
unbefriedigenden Gesamteindruck.
Auch nicht ganz überragend sind die eingebauten Effekte. Ohne die
CGI-Technik wäre der Film so sicherlich gar nicht möglich
gewesen. Was man blitztechnisch zu sehen bekommt, ist größtenteils
okay, aber es ist optisch halt nichts wirklich Besonders. Ein paar
computeranimierte Aussetzer bekommt der Betrachtende zwischendrin
auch zu sehen. Dies gilt nicht für Effekte der anderen Art, denn
die sind gar nicht vorhanden. Aber das dürfte natürlich
niemanden wirklich erstaunen. Denn der Film ist ab 16 Jahren
freigegeben und hat als Hauptakteur eine Art atmosphärischer
Spannung und keinen maskierten Killer mit Kettensäge oder
Machete. Und auch was die Action angeht, hält sich „Lightning
Strikes – Das Ende ist nahe, sehr nahe!“ sehr zurück.
Richtig viel gibt es also nicht zu sehen. Da darf es durchaus als
überraschend gewertet werden, dass das Ende noch die ein oder
andere überzogene Erklärung der Geschehnisse bereit stellt. An
dieser Stelle wird jetzt natürlich nichts verraten, aber es gibt
etwas zu sehen, das sich auf dem schmalen Grad zwischen seltsam
und lächerlich bewegt und dann klar in eine Richtung fällt. In
den letzten Minuten kommen hartgesockene Trash-Fans auf ihre
Kosten...
Unterm Strich reicht das übertriebene Ende dann aber natürlich
nicht aus, um das mittelmäßige Geschehen aus den vorherigen
Minuten zu kompensieren. Wer sich an diesen Film ranwagt muss
wissen, dass er nicht wirklich etwas Besonderes darstellt und
Probleme damit hat, wenigstens ein Durchschnittsfilm zu sein.
Daher geht die Empfehlung auch nur an einen kleinen Kreis von
Allesguckern. |