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Ein kleiner Junge muss mit
ansehen, wie seine Mutter von seinem gewalttätigen Vater
verprügelt wird. Aus Zorn zeichnet er ein Monstrum auf ein
Stück Papier, welches kurz darauf Realität wird und seinen
Vater zur Strecke bringt. Der Junge, Alan, hat die Zeichnung
mit einem magischen Stift angefertigt, welchen er nach dem
Verunglücken des Vaters im Garten vergräbt.
Jahre später ist Alan glücklich mit seiner Jugendliebe
verheiratet. Allerdings hält der zufriedene Zustand nicht
mehr lange an, da seine Frau von einem Auto, mit
Jugendlichen am Steuer, tödlich verletzt wird. Die
Reisegruppe bemerkt das tödliche Missgeschick nicht und
begeht so Fahrerflucht. Daraufhin benutzt Alan seinen
magischen Rache-Stift… |
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Der Tier-Horror an sich kann nicht
viel falsch machen. Entweder sind die Filme unterhaltsam, weil
schöne Naturaufnahmen eingefangen werden, schräge Killer-Tiere auf
die merkwürdigsten Arten und Weisen killen, interessante Geschichten
erzählt werden oder die Filme absolute Gurken sind. Bei „Lockjaw -
Rückkehr der Killerschlange“ ist Letzteres der Fall. Nach wenigen
Momenten wird einem dies bereits klar. Die Darsteller sind nicht die
teuersten, die Dialoge nicht die sinnvollsten und die
Charakterisierungen geschehen eher oberflächlich. Zudem ist die
deutsche Synchronisation leicht verhauen.
Man hat es also mit einem Billigstreifen zutun, der maximal über
TV-Niveau verfügt. Umso erstaunlicher ist es, dass das Ganze recht
gut funktioniert. Natürlich nur, wenn man die eigenen Ansprüche
aufgrund der Rahmenbedingungen entsprechend reduziert. Regisseur
Amir Valinia („Lords Of The Street“) versteht es, mit den wenigen
Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen, ein unterhaltsames B-Filmchen
zu kreieren. Man ist als Betrachter gespannt, mit was für einem Vieh
man es zu tun bekommt. Was die genauen Hintergründe der Entstehung
sind und wie es um den Blutgehalt des Streifens steht. Zudem wartet
man gespannt auf den Auftritt von DMX („Never Die Alone“, „Romeo
Must Die“), welcher immerhin das Aushängeschild des DVD-Covers
darstellt. Soviel sei verraten: Der Star-Rapper aus den USA kann die
Ansprüche nicht bedienen. Weder in der Qualität seines Schauspiels
noch im Ausfüllen einer Hauptrolle. Immerhin macht er eine halbwegs
gute Figur, was die anderen Darsteller, außer der, zumindest
ansehnlichen Brünetten in der Hauptrolle, nicht von sich behaupten
können.
Nachdem einige Minuten verstrichen sind, kommt der geneigte
Betrachter zu der Bewertung, dass der Film zwar dämlich, aber ganz
gut zu gucken ist. Die Geschichte um die genretypische Gruppe junger
Leute, die Spaß haben will, bringt dann nach einiger Zeit noch mal
neuen Schwung, der erst nach der Hälfte des Films etwas an Fahrt
verliert. Die üblichen Schwächen solcher Filme dürfen natürlich auch
hier nicht fehlen.
Im Mittelpunkt des Geschehens steht das schlangenartige Monster, das
man aber nicht allzu oft zu Gesicht bekommt. Wenn, dann aber
richtig. Mit sauschlechten CGI-Effekten, die dem Entstehungsjahr des
Films, 2008, nicht angemessen sind, werden Sachen gezeigt, die den
einen oder anderen Lacher produzieren. Die computeranimierten Szenen
sind wirklich sehr, sehr schlecht.
Die dargestellte Gewalt bleibt in bescheidenen Grenzen. Wenn es mal
etwas derber wird, sind unglaubwürdige CGIs mit von der Partie, was
den Brutalitätsfaktor natürlich wieder nach unten korrigiert.
Was unterm Strich übrig bleibt ist ein netter Film für anspruchslose
B-Film-Liebhaber, die auf der Suche nach einem leicht verdaulichen
Party-Film sind. Hierfür taugt „Lockjaw - Rückkehr der
Killerschlange“ mit seinen vorteilhaften ca. 78 Spielminuten (mit
langem Abspann) ohne Frage. Er bietet nicht den üblichen
Schlangen-Horror im Dschungel und kommt mit einem netten (Rock/Rap)
Soundtrack daher. Man wird zwar den Eindruck nicht los, dass etwas
bei Tremors und Anaconda abgeschaut wurde und nicht die
Meistermacher des Horror-Films unterwegs waren, für eine kurzweilige
Unterhaltung reicht es aber allemal. |