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Lara
und Erik sind ein frisch verliebtes Paar. Sie machen einen Trip in das
einsam gelegene Haus von Eriks Onkel, um dort ein wenig der Zweisamkeit zu
frönen. Die Nacht wird genutzt, um sich der gegenseitigen Liebe hinzugeben.
Dann aber, am nächsten Morgen, kommt es zu einer bösen Überraschung. Lara
und Erik sind nicht alleine in dem abgelegenen Haus... |
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Jungregisseur
Markus Hagen hat schon in der Vergangenheit auf sich aufmerksam gemacht. Mit
dem 2004 erschienenen „Dealy Nam“ schuf er den „ersten norddeutschen
Vietnam-Film“. Der weniger trashig und viel professioneller war, als man
das annehmen durfte. 2007 folgte dann „City
Kill - Rechnung in Blei“, eine Actionparodie der amerikanischen
Genre-Filme und –Serien der 80er Jahre. Nun hat er sich Markus
Hagen ein neues Projekt in Aufgabe gestellt. Einen dreiteiligen
Episoden-Film. Angeführt vom Horror-Thriller „The Loss“ über den Science-Fiction-Horror-Film
„Soilworm“ und schließlich den Mystery-Film „The Seer“ soll
hier ein großes Projekt geschaffen werden.
„The Loss“ ist also der erste Teil, der mit 12 Minuten auch der mit
Abstand kürzeste ist. Sicherlich nicht die schlechteste Idee, da
Horror-Filme ja meist den Nachruf haben, storytechnisch nicht allzu viel zu
transportieren. Und das oft völlig zurecht. In „The Loss“ zeichnet sich
das ähnlich ab. Die ersten Minuten befassen sich mit der Bekanntmachung von
Location und Personen. Es wird einem vermittelt, sich irgendwo in den
Staaten zu befinden, was der Stimmungssteigerung durchaus dienlich ist. Zu
Charakterisieren gibt es nicht viel. Bei einem 12minüter verlagt dies aber
auch niemand. Man sieht die beiden Darsteller, wie sie sich der frischen
Liebe hingeben.
Dann kommt quasi der Wendepunkt der Geschichte. Spannung entseht und die
Atmosphäre verdichtet sich. Auch die sehr gute Musik verändert ihre
Klänge. Hier wurde höchst professionell gearbeitet. Es entsteht sowieso
der Eindruck von Professionalität, was bei No- respektive Low-Budget
Produktionen aus unseren Landen ja nicht immer die Regel ist. Es wurde mit
Profi-Equipment aufgezeichnet und mit Daniel Flügger hat man sich einen
fähigen Kameramann ins Boot geholt.
Die Darsteller sind recht passend gewählt. Lediglich Laila
Maria wirkt etwas überfordert, wenn sie gefordert wird. Und das wird sie.
Die aus Film und Fernsehen bekannte Darstellerin macht die fehlenden
dramaturgischen Leistungen aber durch ihre optischen Vorzüge wett. Die
beiden männlichen Rollen sind kaum zu kritisieren. Mario
Zuber und Samuel Müller machen
einen soliden Job. Alexia
von Wismar als vierte und letzte Beteiligte, hat nur
einen Kurzauftritt. Sie soll im nächsten Teil eine tragende Rolle spielen.
Man darf sowieso auf das Folgende gespannt sein, da keinerlei Zusammenhänge
zu erkennen sind. In „Soilworm“
soll es ja um einen körperfressenden Wurm gehen...
In „The Loss“ geht es um Verlust. Wer sich allerdings erhofft,
dass es sich um den Verlust von Körperteilen, also um Spezialeffekte der
blutigen Art, handeln müsste, könnte hier enttäuscht werden. Es gibt zwar
blutige Effekte, die aber verhältnismäßig eingesetzt und wohldosiert auf
den Bildschirm gebracht werden. Die Zeiten, in denen unabhängigen
Produktionen nur das Ziel hatten, durch literweise Blut und schlechte
Zombie-Masken zu schocken, sind zum Glück vorbei. Markus Hagen hat hier
einen ernsthaften Film kreiert, der aufgrund seiner Kürze zwar kein
Überfilm ist und nicht in den Himmel gelobt werden kann, der aber
filmisches Talent erkennen lässt. Und das deutlich.
Freuen wir uns also schon mal auf 2009, dann soll der Episodenfilm fertig
gestellt sein. |