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Eine
handvoll Leute kommt mit ihrem Segelboot in Turbolenzen und landet
auf einer einsamen Insel. Als sich alle wieder berappelt haben,
ahnen sie, dass auf dem Eiland etwas Merkwürdiges vor sich geht.
Erst hören sie nur seltsame Stimmen, dann sehen sie Schatten in
den raschelnden Bäumen. Eine Flucht von der Insel ist nicht möglich,
da ihr technisches Equipment defekt ist.
Angst und Neugier treiben sie in den Dschungel. Die Gestrandeten
wollen wissen, was hier vor sich geht. Doch je tiefer die Gruppe
in den Urwald vordringt und je mehr sie erfährt, desto kleiner
wird sie... |
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Eine
Story um eine unentdeckte Insel, komische Monster und eine Gruppe
Leute, die um ihr Leben fürchten muss ist standardisiertes
Horror-Material. Angereichert mit kleinen Seiten-Storys hat man
Filme dieser Art schon oft gesehen. Mal sind die Monster auch
deformierte Tiere oder irgendwelche Dämonen oder sogar Zombies.
Unterm Strich geht es aber nur um Meucheln und Morden. Alleine die
Tatsache, dass der Stoff immer wieder neu angerührt wird, zeigt,
dass er funktioniert. Oder zumindest das es ein Zielpublikum gibt.
Diese oder ähnliche Gedanken waren es wohl auch, die die Macher
von „Lost Island – Von der Evolution vergessen“ dazu
getrieben haben, diesen Streifen zu produzieren.
Und dies ist für den geneigten Betrachter gar nicht mal so
schlecht. Bekommt er doch ein solides Filmchen geboten, welches
gut unterhaltend daherkommt und das hält, was es verspricht.
Sicherlich darf man sich vom dem Sub-Titel „Von der
Evolution vergessen“ nicht irreführen lassen. Die darwinschen
Theorien werden nicht missachtet und auch nicht übergebührend
thematisiert. Nur, wie bereits oben erwähnt, brauchen Filme
dieser Art kleine Seiten-Geschichten, um sich von einander zu
unterscheiden.
Aber der Untertitel verspricht Spannung. Denn man möchte als
Zuschauer natürlich wissen, was die gestrandeten Menschen im Film
attackiert. Nach unspektakulären Beginn, dem es gut getan hätte,
wenn man die beteiligten Personen etwas näher kennen gelernt hätte
und einigen Kamerafahrten, die ein manches Mal vielleicht etwas zu
wacklig sind, wird es spannend. Stimmen sind zu hören und die Bäume
fangen unnatürlich an zu wackeln. Da die Transponder-Technik
versagt, die eventuelle Rettung herbeirufen könnte, ahnt man,
dass es unseren Gestrandeten bald an den Kragen geht. Dies sorgt
natürlich für einiges an Spannung. Mit guter Soundkulisse und
Kamerafiltern wie im Film „Predator“ wird zudem für eine drückende
Atmosphäre gesorgt. Der Film funktioniert.
Evolutionstheorie gibt es dann auch
ein wenig (Auf einem Computer, der offensichtlich von einen
bekannten Betriebssystem mit W am Anfang, gesponsert wurde) und
den ersten Toten. Zwar unspektakulär aber immerhin ist der Anfang
gemacht. Dann beginnen aber leichte Probleme, die dem Horror-Fan
sicherlich nicht unbekannt sind. Story gibt es nicht mehr viel.
Fragen tauchen auf, die nicht allesamt beantwortet werden können
(oder wollen). Zudem hätte man mehr, ja sogar viel mehr aus der
wunderbaren Landschaft rausholen können. Die Kameramänner
konzentrieren sich leider mehr aufs Wackeln als das sie mal einen
Rundum-Blick machen und die schöne Natur einfangen.
Im Verlauf der Geschichte gibt es dann wenigstens mehr Splatter
sowie Gore. Zumindest für die Fans von künstlichen Innereien und
rotem Saft. Auch für die Ekel-Fraktion gibt es einiges zu sehen.
Die FSK 18 Einstufung geht völlig okay. Was nicht okay ist, ist
die Einsatzzeit von Darsteller Lance Henriksen. Henriksen, der
viel Erfahrung mitbringt aus Filmen wie „Aliens - Die Rückkehr“,
„Wes Cravens Mindripper“, „Hellraiser – Hellworld“ und
vielen weiteren Produktionen, ist kaum auf dem Bildschirm zu
sehen. Er füllt die Rolle eines unsinnigen Nebenstrangs und muss
viel zu früh ins Gras beißen. Für diesen kurzen Auftritt hat er
aber immerhin einen netten Abgang. Der Rest der Crew ist ziemlich
unbekannt und spielt sich für kommende Auftritte auch nicht
wirklich in den Vordergrund. Immerhin sind die gezeigten
Leistungen aber positiv zu bewerten. Zumindest für einen
Horror-Film dieser Machart.
Zusammengefasst hat man es bei „Lost Island – Von der
Evolution vergessen“ mit einem soliden Horror-Streifen zu tun,
der zwar nichts neues mitbringt, mit gewohnten Mitteln aber gut zu
unterhalten vermag. Er ist recht blutig, spannend, atmosphärisch
und kommt mit netten Monstern daher. Fans solcher Filme werden auf
jeden Fall nicht enttäuscht werden. |