|
Berlin Anfang der 30er Jahre: Seit Monaten
wird die Stadt von einem mysteriösen Kindermörder in Schach gehalten.
Immer wieder verschwinden Kinder, so auch die kleine
Elsie Beckmann, und werden später tot aufgefunden. Die Polizei tappt bei
der Sache völlig im dunklen und hat nichts besseres zu tun, als eine Razzia
nach der anderen durchzuführen.
Dies gefällt der Berliner Unterwelt gar nicht, vor allem weil sie keine
Fortschritte sehen und fürchten, noch für eine lange Zeit von der Polizei
beobachtet zu werden. Zudem ist das Volk verunsichert und nervös, da sie
zum einen Angst haben, als Mörder verdächtigt zu werden und sie haben
natürlich auch Angst das jemand aus ihrer Familie umgebracht wird. Deshalb
beschließen einige Männer den Mörder selbst zu jagen, um ihn dann seiner
gerechten Strafe zukommen zu lassen. |
|
Fritz Lang hat 1931 mit „M“ einen
absoluten Ausnahmefilm geschaffen, dessen Thematik leider immer noch aktuell
ist. Das Werk ist eines der ersten Tonverfilmungen und schaffe es, die
Akustik von Anfang an extrem gut einzubringen. Gleich zu Beginn sieht man
nämlich den Mörder, wie er ein junges Mädchen anspricht. Das Gezeigte ist
sicherlich schwer zu beschreiben, fest steht aber das wohl jedem Betrachter
eine Gänsehaut über den Rücken zieht, wenn er die angesprochene Szene zu
Gesicht bekommt. Es gibt aber auch Szenen, in denen man klar sieht, dass die
Vertonung noch in den Kinderschuhen steckt, da einige Szenen völlig ohne
Ton gedreht wurden und dann, plötzlich, die Nebengeräusche einsetzten.
Wirklich störend ist dies aber nicht nur etwas ungewohnt, es steigert aber
durchaus die Atmosphäre.
Die zeitlose Thematik wird schnörkellos erzählt und eigentlich gibt es
keine wirkliche Nebenhandlung. Man sieht eine Stadt in Panik, die versucht
den Killer möglichst schnell dingfest zu machen. Schnell wird den Bürgern
klar, dass sie sich nicht auf die Polizei verlassen können und ihr „Glück“
in die eigenen Hände nehmen müssen. Als es dann für den Killer eng wird,
steigt die Spannung fast ins Unermessliche. Zudem wird gezeigt, was der
Killer für ein Mensch ist. Er wird nicht als Monster dargestellt, sondern
als kranker Mann, was dem Film ganz klar zu gute kommt.
Dargestellt wird der Mörder von Peter Lorre, der Neben seinen Kollegen und
der Atmosphäre das Aushängeschild des Films sind. Die schauspielerischen
Fähigkeiten der Protagonisten sind wirklich einmalig und besonders schön
zu betrachten, auch wenn vieles in einem etwas älteren Stil gespielt wird,
was aber natürlich verständlich ist... der Film hat ja schon ein paar
Jährchen auf dem Buckel...
Ohne Frage kommt es bei „M“ auch zu einigen Längen, die aber nicht
allzu sehr ins Gewicht fallen, da man doch weitgehend von dem gesamten Werk
fasziniert ist. In unseren Tagen, wo jeden Tag x neue Filme gedreht und
bestaunt werden wollen, kommt es ja nicht oft vor, dass man sich mal einen
Film aus den 30er Jahren zu Gemüte führt.
Mit einer erstaunlichen Atmosphäre, tollen Schauspielern und einer
fesselnden Geschichte sollte „M“ sicherlich zum Pflichtprogramm von
Filmfans gehören. “M“ ist ein Film für die Ewigkeit. |