|
Ein Filmteam dreht den Horrorfilm „Dirty
Blood“. Die Stimmung unter den Filmenden ist nicht sonderlich gut, da der
Regisseur ein sehr temperamentvoller und anstrengender Typ ist. Er ist nie
mit etwas richtig zufrieden und findet andauernd etwas zum Kritisieren. Um
die Moral und die Leistung seiner Schauspieler zu verbessern, bestellt der
Regisseur ein Medium, dass mit seinen Leuten eine spirituelle Sitzung
abhalten soll.
Dies geschieht auch so und die Teilnehmer nehmen Kontakt mit einem Geist
auf, der auf den Namen „Jack der Schlächter“ hört. Die Sitzung hat
sich aber wirklich gelohnt, da die Schauspieler nun richtig Erschrocken sind
und ihre Rollen nun so spielen, wie es sich für einen Horrorfilm gehört.
Allerdings hat die ganze Sache auch einen bitteren Beigeschmack, da es in
der Umgebung des Filmteams zu einigen Morden kommt. Die Opfer sind grausam
verstümmelt und die hiesige Polizei tappt lange im dunkeln, bis sie den
Täter endlich dingfest macht.
Doch es sieht so aus, als hätte die Polizei sich geirrt, da die Morde
weitergehen... |
|
„The Massacre“ ist einer der letzten
Filme, an denen Lucio Fulci vor seinem Tod mitarbeitete. Fulci war als
Produzent tätig, doch ob er diesen Job freiwillig ausgeführt hat, darf
bezweifelt werden. Denn „The Massacre“ ist ein Streifen auf ganz
niedrigen Niveau, mit einer schlechten Story und keinem wirklichen
Höhepunkt. Zwar kommt es gegen Ende zu einem Verwirrspiel, dass gar nicht
mal so schlecht ist, retten kann es den Film allerdings nicht.
Die Story ist nach einem 0-8-15 Prinzip aufgebaut und hätte eigentlich
wesentlich schneller als in 92 Minuten erzählt werden können. Ein Filmteam
kommt an den Drehort, der Regisseur ist unzufrieden woraufhin er eine
spirituelle Sitzung abhalten lässt und dann geht das Morden los, was von
der Polizei verhindert werden soll. Das war es schon und wie man sicherlich
erkennen kann ist das Ganze nicht sonderlich einfallsreich. Den
Spezialeffekten hat es ebenfalls etwas an Einfallsreichtum gehapert, denn
sie sind für einen Slasher, an dem Fulci ja beteiligt war, einfach nur
mies. Man sieht nie einen richtigen Splattereffekt sondern immer nur blutige
Kleidungsstücke, die daraufhin deuten lassen, das etwas schlimmes passiert
ist. In „Die Rückkehr der Zombies“ hatte Bianchi ja noch gezeigt das er
es splattern lassen kann, aber hier scheint alles wie weggeblasen...
Auch über die Schauspieler gibt es leider nichts gutes zu vermelden, da
alles irgendwelche Amateure sind, die wohl zum billigen Budget des Films
passten. Ebenso billig wirkt die Atmosphäre, die zwar in einigen Szenen
andeutungsweise da ist, aber die meiste Zeit des Films vermisst wird.
Selbiges gilt auch für die Spannung, die extrem selten vertreten ist und
den Film somit zu einem echten Langeweiler macht.
„The Massacre“ ist somit ein Film, der mehr als eine Enttäuschung ist.
Sicherlich hatte die Story mehr Potential, aber die Umsetzung war einfach
schlecht. Ein wenig mehr Splatterszenen und weniger Durststecken hätte den
Streifen ohne große Probleme wenigstens zu einem mittelmäßigen Film
gemacht, der den Namen Lucio Fulci dann auf dem Cover verdient hätte. So
ist es aber ein Film, den die Welt nicht braucht und über den auch kein
gutes Wort verloren werden muss. |